Was Sie benötigen:
  • Material:
  • Trittschalldämmung
  • Randdämmung
  • PE-Folie
  • Estrich
  • Werkzeug:
  • Scharfes Messer
  • Wasserwaage
  • Brett
  • Reibebrett
  • Stahlglätter

Arten von Estrich und deren Eigenschaften

  • Die am häufigsten verwendete Estrichart ist der Zement-Estrich. Er weist eine gute Festigkeit auf, ist unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, Sie können ihn auch als Heizestrich verlegen und er ist sowohl im Innen- als auch im Außenbereich einsetzbar. Nachteilig ist seine lange Trocknungszeit von 20-30 Tagen.
  • Eher seltener ist das Verlegen von Anhydrit-Estrich. Er ist deutlich schneller begehbar und belastbarer als Zementestrich. Zudem ist er spannungsarm, biologisch unbedenklich, umweltfreundlich und lässt sich leicht verarbeiten. Seine Wärmespeicher- und Leitfähigkeiten sind optimal, was ihn zu einem sehr guten Heizestrich macht. Allerdings können Sie ihn nicht im Außenbereich verlegen.
  • Ebenfalls nur im Innenbereich verlegen können Sie den Magnesia-Estrich, der auch als Steinholzestrich bekannt ist und ganz spezielle Eigenschaften besitzt. Er ist staubarm, wodurch er sich sehr gut für Antistatikböden eignet und er verfügt über eine elektrische Leitfähigkeit. Allerdings ist er empfindlich gegenüber Feuchtigkeit und deshalb auch nicht für Nassräume geeignet.
  • Der Gussasphalt-Estrich ist weder witterungs- noch temperaturabhängig und Sie können ihn bereits einen Tag nach dem Verlegen betreten bzw. einen Belag aufbringen.

So können Sie das Material schwimmend verlegen

Beim Verlegen von Estrich wird zwischen Trockenestrich und Fließestrich unterschieden. Zur schwimmenden Verlegung von Fließestrich eignen sich besonders Zement- und Anhydritestrich.

  1. Bevor Sie mit dem Verlegen des Fließestrichs beginnen, müssen Sie den Untergrund vorbereiten. Dazu legen Sie eine Trittschalldämmung aus Dämmplatten aus, und zwar sodass keine Fugen zu sehen sind. An den Wänden bringen Sie rundum eine Randdämmung an.
  2. Auf die Trittschalldämmung legen Sie dann eine PE-Folie, die Sie an den Rändern bis über die Randdämmung ziehen. Bevor Sie nun den Estrich verlegen, ist es ratsam an den Wänden einen entsprechenden Meterriss anzuzeichnen, um die gewünschte Höhe vom Estrich einzuhalten.
  3. Als nächsten Schritt mischen Sie die Estrichmasse an, bringen diese ca. 4 cm dick auf und verteilen sie gleichmäßig. Mit einem Brett und einer Wasserwaage ziehen Sie die Fläche danach abschnittsweise ab.
  4. Wenn Sie den ersten Bereich abgezogen haben, glätten Sie diesen mit einem speziellen Reibebrett und anschließend mit einem Stahlglätter. Bei größeren Estrichflächen sollten Sie Dehnungsfugen berücksichtigen, um eine Rissbildung im Estrich während der Trocknung zu verhindern. Nach der abschließenden Glättung mit dem Stahlglätter nehmen Sie sich den nächsten Abschnitt vor.

Ist die endgültige Oberfläche hergestellt, müssen Sie nun die für den jeweiligen Estrich vorgeschriebenen Trocknungszeiten einhalten, bevor Sie ihn betreten bzw. mit einem entsprechenden Belag versehen oder weiterbearbeiten können. Fließestrich sollten Sie möglichst nur dann selbst verlegen, wenn Sie über entsprechende Kenntnisse verfügen, ansonsten sollten Sie sich gegebenenfalls für Trockenestrich entscheiden.