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Esel halten - so sorgen Sie für die richtige Stallung

Esel sind angenehme Tiere, anspruchslos, robust und relativ leicht zu halten. Jedoch müssen Sie den natürlichen Ansprüchen dieser Grautiere gerecht werden, um diese artgerecht zu halten. Eine offene Stallhaltung mit immer freiem Weidegang ist optimal.

Der Esel ist ein robustes Herdentier.
Der Esel ist ein robustes Herdentier. © Ich-und-Du / Pixelio

Generelles über Esel

  • Der Esel ist ein Herdentier, robust und recht anspruchslos. Er fühlt sich nur unter zahlreichen Artgenossen wohl.
  • Die Tiere benötigen viel Auslauf, denn als Lauftiere müssen Sie ständig in Bewegung sein.
  • Sie benötigen eine ausreichende Menge an natürlichem Raufutter. Dieses sollte aus Gras, Kräutern und Hölzern, die die Esel anknabbern, bestehen. Wichtig ist es, dass das Gras nicht zu nahrhaft und eiweißhaltig ist, denn eine vermehrte Aufnahme dieser Nährstoffe führt zu gesundheitlichen Problemen wie Koliken, übersäuerungsbedingten Muskel- und Rückenproblemen sowie einer Hufrehe.
  • Die Hufe dieser Tiere müssen sich natürlich abnutzen können, weshalb der Untergrund entsprechend teilweise hart und rau beschaffen sein sollte.
  • Aufgrund ihrer natürlichen Robustheit können Esel das ganze Jahr über im Freien leben, sie benötigen allerdings Unterstände, unter welche sie sich bei schlechter Witterung zurückziehen können.
  • Ein stallartiger Bereich, der vor Wind schützt, wird gerne als Rückzugsmöglichkeit und Ruhezone angenommen.
  • Esel benötigen ca. 4 mal im Jahr einen Hufschmied mit Eselerfahrung, denn deren Hufe unterscheiden sich von denen der Pferde.

So können Sie die Grautiere halten

  • Sie benötigen eine ausreichend Große Weide- und Auslauffläche, deren Bewuchs nicht zu üppig sein sollte.
  • Sie müssen für einen abwechslungsreichen Untergrund sorgen, Bereiche aus Stein, gepflastert oder felsig, sollten unbedingt vorhanden sein, damit sich die harten Hufe der Tiere natürlich abnutzen können.
  • Bedenken Sie, dass Sie immer mindestens 2 Esel zusammenhalten sollten. Je größer jedoch die Anzahl der Tiere innerhalb Ihrer Herde ist, desto wohler fühlen Sie sich.
  • Pflanzen Sie leicht hölzerne Sträucher auf dem Weideland an, denn diese gehören ebenfalls zu der natürlichen Ernährung der Grautiere.
  • Idealerweise befinden sich auf dem Gelände auch große Bäume, die den Eseln Schutz vor der Sonne oder starkem Regen bieten. Die Sträucher, wachsen sie dicht beieinander, können den Tieren zusätzlich Schutz vor heftigem Wind bieten.
  • Wichtig ist es, dass Sie die Tiere regelmäßig entwurmen und gegen Tetanus impfen lassen. Geleichzeitig kann der Tierarzt sich die Esel dann anschauen und prüfen, ob es Mängel gibt oder ob Sie diese wirklich artgerecht halten.

Die Stallung sollte groß und frei zugänglich sein

Optimalerweise können Ihre Tiere sich das ganze Jahr über frei auf dem Gelände bewegen, eine Stallhaltung widerspräche ihrem natürlichen Bewegungsdrang.

  • Ein Stall muss groß und geräumig sein, die Tiere sollten diesen immer betreten können.
  • Er muss so groß sein, dass es einen Bereich gibt, in welchem alle Tiere ausgestreckt nebeneinander liegen können, auch wenn die im Liegen abgehaltenen Schlafphasen nur sehr kurz ausfallen.
  • Dieser Bereich sollte mit Stroh weich ausgepolstert sein, um die Grautiere vor Kälte von unten zu schützen und ihnen ein gemütliches Ruhelager zu bieten. Wichtig ist es, dass Sie diesen Bereich regelmäßig von Unreinheiten wie Kot und Urin befreien, um die Gesundheit der Esel zu erhalten.
  • Sie können in eine solchen Stall auch ein Tränksystem integrieren, an welchem sich die Tiere selbstständig nach Bedarf bedienen können. Dies hat den Vorteil, dass das Wasser immer frisch ist und nicht verdrecken kann. Allerdings müssen Sie die Rohrleitungen im Winter vor Frost schützen, wenn Sie diese auch in dieser Jahreszeit nutzen möchten. Andernfalls müssen Sie den Tieren dann das Wasser von Hand anbieten.
  • Der Stall sollte auch recht hoch sein, damit die Luft gut zirkulieren kann und sich nicht zu schnell verbraucht, wenn sich alle Tiere innerhalb aufhalten.
  • Der Eingang muss so beschaffen sein, dass er leicht zu durchqueren ist und die Tiere sich nicht gegenseitig bedrängen, wenn Sie geballt ein- oder austreten möchten.
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