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Erkältung ausschwitzen - Wissenswertes über den Mythos

Wer erkältet ist, erhält meist von älteren Menschen gut gemeinte Ratschläge, wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit möglichst schnell wieder verschwinden. Eines der Hausmittel, zu dem oft geraten wird, ist das Ausschwitzen einer Erkältung. Wer viel schwitzt, sei schnell wieder gesund, so erzählen Großmütter in vielen Ländern. Doch was ist dran an diesem Mythos?

Sauna ist bei Erkältungen nicht empfehlenswert.
Sauna ist bei Erkältungen nicht empfehlenswert.

Was Sie benötigen:

  • Holunderblütentee
  • Lindenblütentee
  • Sanddorn
  • Cranberry

Ausschwitzen vertreibt Krankheit

  • Glauben Sie nicht, dass Sie eine Erkältung bekommen haben, weil Ihnen kalt war. Kälte führt lediglich dazu, dass Ihr Immunsystem eventuell geschwächt wird und Erreger so leichter einen Zugang zu Ihrem Organismus finden. Eine Erkältung wird nicht durch Kälte, sondern in den meisten Fällen durch Viren hervorgerufen. Sie müssen also nicht ausschwitzen, um die Kälte zu vertreiben, sondern um den Viren einen möglichst unangenehmen Wohnraum zu schaffen.
  • Viren, die bei Ihnen während einer Erkältung in der Nase zu Schnupfen führen, bevorzugen Ihre trockene Nasenschleimhaut. Machen Sie eine Schwitzkur, so verbessert sich in Ihrem gesamten Körper die Durchblutung - auch in Ihrer Nase. Die Nase wird wärmer, das Sekret wird flüssiger und lässt sich leichter abschnäuzen. Auch schwillt die Nasenschleimhaut durch die Schwitzkuren häufig ab. Die Viren, die Ihre Erkältung verursacht haben, können in diesem Milieu nicht so gut überleben. Vergleichen können Sie diesen Effekt mit Inhalationen, bei denen die Hitze von außen zugeführt wird.
  • Ausschwitzen sollten Sie aber auf keinen Fall in öffentlichen Saunen. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit können sich die Viren hervorragend vermehren und verbreiten. Damit sich Ihre Mitmenschen nicht bei Ihnen anstecken, verzichten Sie auf Saunagänge während einer Erkältung.
  • Auch wenn die Erkältung nicht mehr lokal, wie zum Beispiel in der Nase beim Schnupfen, stattfindet, sondern sich im ganzen Körper mit Kopfschmerzen, Fieber, Krankheitsgefühl und geschwollenen Lymphknoten bemerkbar macht, sollten Sie zuerst einen Arzt aufsuchen. Da Ausschwitzen immer eine zusätzliche Belastung für den Organismus ist, kann dies in Kombination mit Fieber zu viel für Ihren Körper werden.

Einer Erkältung entgegenwirken

  • Zwar sollten Sie nicht während einer Erkältung in der Sauna ausschwitzen, zur Vorbeugung ist eine Schwitzkur aber sehr gut geeignet. Wenn Sie regelmäßig in der Sauna Hitze und Kälte genießen, ist Ihr Körper gegen die Kälte im Winter gut gewappnet und Sie sind im Allgemeinen weniger häufig erkältet.
  • Für Schwitzkuren, die Sie vornehmen möchten, brauchen Sie Holunderblütentee. Brühen Sie sich davon einen Becher mit heißem Wasser auf, lassen ihn einige Minuten ziehen und trinken ihn dann möglichst heiß. Danach sollten Sie sich ins warme Bett oder aufs Sofa legen und mit einer dicken Decke zudecken. Durch die Holunderblüten können Sie ausschwitzen, die Wärme durch die Decke unterstützt den Prozess.
  • Auch mit Lindenblüten können Sie ein solches Ausschwitzen während einer Erkältung durchführen. Ist Ihnen der Geschmack unangenehm, süßen Sie mit etwas Honig.
  • Um den Körper mit Vitamin C zu stärken, nehmen Sie zum Beispiel Sanddorn- oder Cranberry-Produkte zu sich, die einen hohen Gehalt an diesem Vitamin besitzen. Allerdings müssen Sie diese oder andere Früchte regelmäßig und vorbeugend einnehmen. Im akuten Fall können sie nur wenig helfen.
  • Wechselbäder nach Kneipp sind ebenfalls ratsam, um das Immunsystem zu stärken. Beginnen Sie an Ihrem linken Fuß und duschen Sie ihn kalt ab. Den kühlen Wasserstrahl führen Sie dann an die Außenseite des linken Oberschenkels, wechseln zum rechten und führen ihn dann zum rechten Fuß. Nun wiederholen Sie die Prozedur mit warmem Wasser. Sie können noch weitere Male kalt und warm abwechseln; wichtig ist, dass Sie mit kaltem Wasser aufhören.
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