Was Sie benötigen:
  • Antragsformular
  • Personalausweis oder Reisepass

Einsicht in die Stasiakte - ein legitimer Wunsch

All zu verständlich ist es, wenn Sie wissen möchten, ob in Ihrer Vergangenheit der Staatssicherheit (MfS) der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR), eine Akte über Sie angelegt hat. Das ist häufig passiert. Meist ohne das Wissen des Betroffenen. Vielleicht auch bei Ihnen.

  • Sie möchten es genau wissen? Dann stellen Sie Ihren Antrag auf Einsicht in die Stasiakte.
  • Die Einsicht in die Stasiakte ist das Recht eines jeden Bürgers. Mancher von Ihnen hat keine Akte. Ein andere wiederum hatte nie etwas mit der Staatssicherheit direkt zu tun, und trotzdem wurden Akten angelegt.

Einsicht in die Stasiakte - so gehen Sie vor

Den Antrag auf Einsicht in die Stasiakte können Sie in einer der 15 Regionalstellen des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik in Papierform bekommen. Es gibt allerdings eine Reihe von Sachverhalten zu beachten.

  1. Sie beschaffen sich den Antrag. Sie können sich diesen Antrag auf Einsicht in die Stasiakte aber auch von der Homepage des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, als PDF-Datei herunterladen. Auf dieser Homepage sind auch die Regionalstellen zu finden. Sie können sehen, welche Regionalstelle für Ihren Antrag auf Einsicht in die Stasiakte zuständig ist.
  2. Ist der Antrag als Download erfolgt, müssen Sie diese PDF-Datei natürlich noch ausdrucken.
  3. Sie beginnen mit dem Ausfüllen. Auf dem Antrag auf Einsicht in die Stasiakte füllen Sie bitte vorerst nur die Kopfdaten aus. Beachten Sie dabei die Hinweise der Ausfüllhilfe. In Papierform ist diese ganz hinten angeheftet, bei der PDF-Form befindet sich die Ausfüllhilfe auf den Seiten 3 und 4.
  4. Sie gehen zum Einwohnermeldeamt. Mit diesem grob ausgefüllten Antrag gehen Sie zu Ihrem zuständigen Einwohnermeldeamt. Personalausweis oder Reisepass nicht vergessen!
  5. Sie lassen sich Ihre Identität bestätigen. Auf dem Einwohnermeldeamt wird Ihre Identität auf dem Antrag auf Einsicht in die Stasiakte bestätigt.
  6. Sie vervollständigen den Antrag. Nun können Sie zu Hause den Antrag vervollständigen. Hierbei kommt es darauf an, ob Sie nur Einsicht in die Stasiakte nehmen wollen oder auch die Herausgabe von Kopien wünschen. Das bedeutet, dass Sie das von Ihnen ganz speziell Gewünschte ankreuzen. Eine Einsichtnahme in die Stasiakte kann in einer Regionalstelle erfolgen. Wünschen Sie Kopien, sind diese kostenpflichtig.
  7. Abgeben oder abschicken? Wie Sie es möchten. Der Antrag auf Einsicht in die Stasiakte kann entweder per Post verschickt, oder in einer Regionalstelle abgegeben werden.
  8. Die Eingangsbestätigung Ihres Antrags kommt. Nach Eingang Ihres Antrags auf Einsicht in die Stasiakte bekommen Sie eine schriftliche Benachrichtigung. Daran können Sie erkennen, dass Sie alles richtig ausgefüllt hatten.
  9. Die Bearbeitungszeit kann sich hinziehen! Da die Antragstellungen auf Einsicht in die Stasiakte weiterhin ungebrochen stark sind, erfordert die Bearbeitungszeit noch immer Geduld. Auch 22 Jahre nach dem Ende der DDR.