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Eingruppierungssystematik der AVR-Caritas - ein Überlick

Als Arbeitnehmer einer Caritas-Einrichtung richtet sich Ihr Gehalt nach den AVR-Caritas. Sie können Ihr Gehalt in der Regel nicht mit dem Arbeitgeber verhandeln. Ihr Arbeitgeber ist vielmehr selbst an die Eingruppierungssystematik und Vorgaben der AVR-Caritas gebunden.

Für viele Erzieher gelten die AVR-Caritas.
Für viele Erzieher gelten die AVR-Caritas.

Anders als oft in der Privatwirtschaft, werden im öffentlichen und kirchlichen Dienst die Gehälter zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht verhandelt. Als Mitarbeiter, z.B. eines katholischen Krankenhauses. richtet sich ihr Gehalt nach der Eingruppierung, die sich aus den Regelungen der AVR-Caritas ergibt.

Eingruppierung nach den AVR-Caritas

Die grundlegenden Regelungen zur Eingruppierung finden Sie in der Anlage 1 der AVR-Caritas. Im Abschnitt I ist die Systematik übernommen, die auch im öffentlichen Dienst im Rahmen des TVöD bzw. BAT gilt.

  • So verwendet die Anlage I z. B. auch den Begriff der Tätigkeitsmerkmale. Je nachdem, welche Tätigkeit Sie ausüben, erfüllt diese Tätigkeit bestimmte Merkmale. Ihre Eingruppierung richtet sich nach diesen Merkmalen, die in weiteren Anlagen der AVR-Caritas beschrieben sind.
  • In dieser Regelung ist der sogenannte Grundsatz der Tarifautomatik enthalten: Auch Ihr Arbeitgeber hat keine Entscheidungsfreiheit über Ihr Gehalt, bzw. die Eingruppierung. Diese ergibt sich vielmehr automatisch aus der auszuübenden Tätigkeit und den Tätigkeitsmerkmalen, die sie erfüllt.

Die Anlagen zur AVR-Caritas

  • Die einzelnen Eingruppierungsregelungen sind in weiteren Anlagen der AVR-Caritas enthalten. Die Anlage 2 enthält zahlreiche Vergütungsgruppen für unterschiedliche Mitarbeitende. Wichtig ist diese Anlage vor allem für die allgemeinen Verwaltungstätigkeiten. 
  • Die Anlagen 30-33 sind demgegenüber spezieller. Fällt Ihre Tätigkeit unter eine der Anlagen 30-33, ist die Anlage 2 nicht mehr einschlägig. Hier gilt der Grundsatz: speziell vor allgemein.
  • Die Anlage 31 enthält z. B. die Regelungen für die Mitarbeitenden im Pflegedienst in Krankenhäusern. Die Anlage 33 betrifft Sie, wenn Sie im Sozial- und Erziehungsdienst arbeiten. Die Vergütungsgruppen finden Sie jeweils in einem Anhang zur Anlage, z. B. in Anhang B zur Anlage 33. 

Systematik der Vergütungs- und Entgeltgruppen

  • Arbeiten Sie z.B. im Sozial- und Erziehungsdienst, sind für Ihre Eingruppierung die Entgeltgruppen S2 bis S18 relevant. In der Entgeltgruppe S2 ist das Gehalt am niedrigsten, in der  Entgeltgruppe S18 am höchsten. Dementsprechend handelt es sich bei den Tätigkeiten der Entgeltgruppe S18 um besonders hochwertige Tätigkeiten und bei denen der Entgeltgruppe S2 um besonders einfache Tätigkeiten.
  • Für Erzieherinnen und Erzieher in Kindertagesstätten beginnt die Eingruppierung in der Entgeltgruppe S6. Um weiter zu kommen, müssen Sie beispielsweise "besonders schwierige fachliche Tätigkeiten" ausüben. Dann werden Sie in die Entgeltgruppe S8 eingruppiert.
  • Wichtig für die richtige Feststellung der Eingruppierung, sind die Anmerkungen am Ende des Anhangs B zur Anlage 33: Hier wird z.B. definiert, wann eine solche besonders schwierige fachliche Tätigkeit vorliegt.

Die Eingruppierung nach den AVR-Caritas folgt einer bestimmten Systematik. Diese gilt auch im öffentlichen Dienst in ähnlicher Weise.

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