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Animés zeichnen lernen

Animés und Mangas bezeichnen den hierzulande sehr beliebten, japanischen Comic. Er zeichnet sich durch bestimmte Proportionen und spezielles Zeichenmaterial aus. Sie können mit etwas Übung selber japanische Comics zeichnen lernen.

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Große Augen, lange bunte Haare und kleine Nasen und Münder sind typisch für Animés.
Große Augen, lange bunte Haare und kleine Nasen und Münder sind typisch für Animés.

Was Sie benötigen:

  • Copic Marker Ciao
  • Copic Multiliner
  • Markerpapier
  • Bleistift
  • Radiergummi

Das zeichnet Animés und Mangas aus

Ein Manga ist ein japanischer Comic, Animés die bewegten Bilder, also japanische Zeichentrickserien und -filme. Beiden liegt ein besonderer Stil zugrunde, der sie in Europa so beliebt gemacht hat.

  • Wenn Sie einen Animé schauen oder einen Manga lesen, fallen Ihnen die extremen Proportionen auf, die viele Figuren zeigen. Typisch sind riesige Augen, winzige Nasen und Münder, ein großer Kopf, dünne Körper und extravagante Haare.
  • Animés sind mehr als vollbusige, leicht bekleidete Mädchen mit Kindchenschema-Gesichtern. Zwar macht dieser Zeichenstil einen großen Teil der Animé-Welt aus, doch Sie finden auch weniger sexistische Zeichenstile. Die großen Augen sind allen Zeichnungen gemein.
  • Legen Sie beim Zeichnen von Mangas Wert auf auffällige Haare. Experimentieren Sie beim Erschaffen Ihrer Figuren mit Farben, Formen, Frisuren und Hüten.
  • Bei Comics herrschen klare Linien, Schwarz- und Weißbereiche und schraffierte Halbschattenbereiche vor. Der Noir-Stil beispielsweise nähert sich einer natürlichen Darstellung von Proportionen und Gesichtern an. Im Manga ist dies anders. Die Figuren sind überzeichnet, in der Regel nicht normal proportioniert (siehe oben) und zeigen dezente Schatten und wenige Details im Gesicht.
  • Typisch für die Figuren sind die riesigen Augen, die von der Iris, den oberen Wimpern und einer offenen Linie unter dem Auge begrenzt sind. Arbeiten Sie Lichtreflexe in die Augen ein, auch wenn die Figur selbst eher einfach gehalten ist.
  • Sie finden eine große Bandbreite an Farbschemata. Diese reichen von Schwarz-Weiß-Zeichnungen bis zu differenziert kolorierten Bildern. Suchen Sie die Farben nach Ihrem Geschmack und dem Inhalt Ihres Mangas oder Animés aus. Zu Gothic-Szenarien passen beispielsweise Schwarz, Anthrazit, Rot, Pink und Blau. Mit gedeckteren Farben zaubern Sie dezentere Mangas und Animés.

Materialien zum Zeichnen

Um das Zeichnen zu lernen, brauchen Sie das richtige Material.

  • Sie benötigen Marker. Verwenden Sie für Mangas und Animés Copic Maker. Die Reihen "Copic Ciao" und "Copic Stetch" haben eine Pinselspitze und eine breite Spitze. Sie unterscheiden sich in der Füllmenge und im Preis. Normale Copic Maker sind ungeeignet, weil sie keine Pinselspitze haben.
  • Copics sind teuer, aber ihr Geld wert. Legen Sie langsam eine Sammlung zu, wie es der Geldbeutel erlaubt. Von den fertig zusammengestellten Päckchen mit fünf Markern ist abzuraten. Stellen Sie sich Ihre Farben individuell zusammen und rüsten Sie fortlaufend nach.
  • Die Marker sind schnell leer. Für Farben, die Sie weiterhin verwenden möchten, kaufen Sie Nachfülltinte. Diese ist zwar teuer, reicht aber ewig, sodass die Nachfülltinte signifikant günstiger ist, als einzelne Marker.
  • Zum Umrahmen der Figuren nehmen Sie Copic Multiliner, die Sie in verschiedenen Stärken und Pinselspitze erhalten. Kaufen Sie mindestens einen feinen und einen kräftigen Multiliner.
  • Marker halten nur auf Copic Marker Pad. Dieses Papier ist beschichtet, sodass die Tinte nicht durchdrückt. Das Papier ist so dünn, dass Sie problemlos Ihre ersten Bleistiftzeichnungen durchpausen können. Wenn Sie lieber auf kräftigerem Papier zeichnen, nehmen Sie Bristolkarton, welcher eine glatte Oberfläche hat.
  • Für die Vorzeichnungen brauchen Sie einen HB-Bleistift und einen weichen Radierstift.

Ein einfaches Bild zeichnen lernen

Um die Grundlagen von Animés und Mangas zu lernen, besuchen Sie einen Zeichenkurs. Wichtig sind Kenntnisse in Anatomie und Perspektive. Zur Perspektive gehören Überschneidungen, Fluchtpunktkonstruktionen, Verkleinerung und Verblauung nach hinten. Wer länger zeichnet, nimmt den japanischen Zeichenstil als neue Herausforderung und pirscht sich selbst an.

  1. Beginnen Sie mit einer Vorzeichnung, für die Sie Bleistift verwenden. Zeichnen Sie zuerst alle Linien, die später schwarz sein sollen. Um zu sehen, ob die Zeichnung funktioniert, können Sie Schatten schraffieren.
  2. Mit den Multilinern zeichnen Sie die Linien nach. Figuren und Gegenstände im Vordergrund zeichnen Sie mit einem stärkeren Strich, Personen und Gegenstände im Hintergrund mit einem feinen. Dies lässt das Bild räumlich erscheinen und trägt zu einer gelungenen Perspektive bei.
  3. Lassen Sie den Multiliner trocknen und radieren Sie anschließend die Bleistiftlinien aus.
  4. Beginnen Sie, das Bild zu kolorieren. Arbeiten Sie von hell nach dunkel, weil Sie eine dunklere Farbe nicht mit einer helleren überlagern können. Zeichnen Sie die Schattenbereiche in dunkleren Tönen. Unter den über 300 Farben finden Sie die passenden Schattenfarben für Ihre Copics. Wählen Sie eine Farbe, die im Farbton möglichst ähnlich ist, aber im Farbwert dunkler.
  5. Arbeiten Sie die Haare sorgfältig aus. Lassen Sie Lichtreflexe weiß und beginnen Sie mit der hellsten Farbe. Mit einer mittelhellen Farbe zeichnen Sie die Schattenbereiche und die Haarstruktur, mit einer dunklen die dunkelsten Schatten der Haare.
  6. Arbeiten Sie den Hintergrund aus. Der Hintergrund kann entweder im gleichen Stil gehalten sein, wie die Figuren oder einen natürlicheren Touch zeigen. Dunkle Hintergründe lassen die Figuren hervortreten. Sie haben von Architektur über Landschaften bis zu abstrakten Hintergründen viele Möglichkeiten. Arbeiten Sie beim Hintergrund weniger comichaft, also mit weniger präzisen Linien und mehr Farbverläufen und offenen Linien.

Den typischen Stil von Animés und Mangas lernen Sie nicht an einem Wochenende. Entwickeln Sie beim Üben Ihre eigene Handschrift. Experimentieren Sie mit Farben und Perspektiven. Studieren Sie verschiedene Animé-Stile, um Ihren eigenen zu entwickeln.

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