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Zeichenübungen - so gelingt eine lockere Hand

Übung macht den Meister. Ohne einfache Zeichenübungen geht es nicht. Hier finden Sie Anregungen für solche Übungen, egal ob Sie Anfänger sind oder schon länger zeichnen.

Mit Zeichenübungen werden Sie zum Meister.
Mit Zeichenübungen werden Sie zum Meister.

Was Sie benötigen:

  • Zeichenpapier
  • Bleistift

Zeichnen zu lernen, ist genauso möglich wie das Lesen, Schreiben oder ein Instrument zu lernen. Gerade beim Musizieren ist jedem bewusst, dass zum Erlernen viel Übung und Fleiß gehören. Das ist beim Zeichnen nicht anders. Und so, wie sich der Musiker einspielt, sorgt der Zeichner mit ein paar Zeichenübungen für eine lockere Hand.

Zeichenübungen für Anfänger

  • Beginnen Sie die Zeichenübungen einfach mit einem Blatt Papier und einem Bleistift mittlerer Härte. Zum Lockern der Hand zeichnen Sie Spiralen, Linien, Dreiecke, Kreise oder einfach Fantasieformen. Achten Sie dabei nicht darauf, dass etwas Sinnvolles entsteht. Genießen Sie einfach den Stift in der Hand. Lassen Sie es fließen. Musik ist für viele dabei eine gute Hilfe.
  • Zeichnen Sie anschließend Linien in jeder erdenklichen Art. Aber nicht einfach kreuz und quer über das Blatt, sondern in einer begrenzten Fläche, zum Beispiel fünf mal zehn Zentimeter. 
  • In diese (gedachte, nicht gezeichnete) Fläche kritzeln Sie eine in alle Richtungen laufende und sich überschneidende Linie. Variieren Sie Ihre Linie in einer weiteren gedachten Fläche, indem Sie nun die Überschneidungen vermeiden.
  • Zeichnen Sie weiterhin gerade Linien immer in der gleichen Stärke und im gleichen Abstand. Zeichnen Sie diese Linien senkrecht, waagerecht und schräg. Beginnen Sie dabei einmal oben oder unten, beziehungsweise rechts oder links. Selbstverständlich können Sie diese sich als Gitter überschneiden lassen.
  • Anstelle von Linien können Sie nun zu Mustern und Strukturen übergehen. Kleine Kreise, Dreiecke, Vierecke oder Fantasieformen dicht nebeneinander gezeichnet ergeben Muster, die Sie möglichst gleichmäßig in Ihre gedachte Fläche zeichnen. Auch Punkte oder kleine Striche (rund wie ein kleines Komma oder eckig) ergeben interessante Strukturen.

Üben Sie Grundformen

  • Einen tadellosen, runden Kreis aus freier Hand zu zeichnen, gelingt nicht auf Anhieb. Daher üben Sie das Zeichnen von Kreisen. Große Kreise und kleine, oval, sich überlappend, exakt ineinander liegend, gleichgroß nebeneinander, und vielleicht schon hell und dunkel schraffiert, sodass Sie Dreidimensionalität erreichen. Zur Lockerung der Hand zeichnen Sie einfach Spiralen, danach wagen Sie sich an Kreise heran. 
  • Das Gleiche gilt für Rechtecke und Dreiecke. Zwei gleiche Rechtecke hintereinander an den Ecken verbunden ergeben einen dreidimensionalen Würfel. Üben Sie Würfel und dreieckige Formen. Bei jedem Gebäude greifen Sie auf solche Formen zurück.
  • Als Zeichner benötigen Sie auch oft Zylinder und Kegel. Üben Sie das immer wieder. Sowie Sie diese mit Schatten ergänzen, erhalten Sie auch schon ansprechende kleine Zeichnungen. 
  • Nach diesen Grundformen können Sie symmetrischen Formen, die häufig in der Natur vorkommen, zeichnen. Verschiedene Blüten und Blätter sind gute Anfangsobjekte, ebenso einfache Baumformen. Und nicht zuletzt bietet Ihnen der Alltag genug Zeichenobjekte, die sich auch ein erfahrener Zeichner immer einmal wieder vornehmen sollte. Ihre Lieblingskaffeetasse, ein einfacher Becher, eine Vase, Flasche oder Stift und Radiergummi – zeichnen Sie! 

Zeit für tägliche Zeichenübungen nehmen

  • Unterschätzen Sie nicht die Notwendigkeit des Übens und der lockeren Hand. Wenn Sie zeichnen, geben Sie mit der Hand das wieder, was Ihr Auge sieht. Beim Schreiben denken Sie auch nicht mehr darüber nach, welche Form die einzelnen Buchstaben haben. Sie schreiben einfach. Ähnlich ist es mit dem Zeichnen. Mit genügend Übung werden Ihre Kreise eines Tages genauso rund oder oval, wie es das Objekt erfordert, ohne dass Sie lange darüber nachdenken.
  • Mit den oben genannten Übungen eignen Sie sich Grundfertigkeiten des Zeichners an. Jede Zeichnung basiert auf Linien, Texturen und Formen. Bei allem brauchen Sie Kontrolle über den Stift und gleichzeitig genug Lockerheit, damit dieser nicht verkrampft am Blatt klebt.

Grundvoraussetzung für den Zeichenanfänger ist die, dass Sie sich anfangs nicht zu streng betrachten. Übung macht den Meister! Gehen Sie die Sache locker an. Betrachten Sie trotzdem Ihre Zeichnungen kritisch. So werden Sie immer besser.

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