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edaffner | 09.05.2011, 12:18
jahrelange Erfahrung hat mir gelehrt, daß es nicht sinnvoll ist das Vlies gleich um das Drainagerohr zu wickeln, wie es viele Baufirmen tun, denn wenn sich das Vlies mit sedementen verlegt, dann ist auch das Drainagerohr dicht.
Besser war das Einbringen von groben Schotter ohne Sand und dann eine 20 cm Schicht Rollkies (1cm Körnung) und dann ein Auflegen des Vlieses zum Abhalten des Erdreiches.
Die heutige Methode kann nur ein Ziel haben, nämlich durch Nacharbeiten nochmals Geld zu verdienen und Aufträge zu bekommen.
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Dr.Stuht | 15.12.2011, 09:34
Kann dem Tip von edaffner zustimmen, möchte ihn aber ergänzen bzw. zum besseren Verständnis vereinfacht erläutern. Es gibt im Prinzip 4 unterschiedliche Möglichkeiten ein Drainagerohr ins Erdreich zu betten mit jeweils Vor und Nachteilen.
1. Drainagerohr -Schotter - Kies
2. Drainagerohr -Kokos-Schotter-Kies
3. Drainagerohr - Vlies-Schotter-Kies
4. Drainagerohr - Drainagefilterschlauch-Schotter-Kies
1. Vorteil: Kosten,geringster Arbeitsaufwand,Wasserdurchlauf
Nachteil: Verschlammung im Innern des Rohres, mit der Zeit
zusetzen der Längsrillen als auch der Löcher des Drainagerohres
2. Vorteil: Kurzfristig sehr guter Wasserdurchlauf
Nachteil: Kosten, Kokosfasern verrotten mir der Zeit durch die
einsetzende Humusbildung setzen sich die Drainagelöcher nach
und nach zu.
3. Vorteil: unverrottbar,kurzfristig sehr gute Filterung des Wassers
Nachteil: Kosten, durch die sehr dichte Oberfäche des Vlieses
werden leider auch feinste Schwebstoffe im Wasser aufgehalten.
Das hat zur Folge das sich das Vlies zusetzt und mit der Zeit
das Drainagerohr kein Wasser mehr aufnehmen kann.
4. Vorteil: unverrottbar, durch die Oberflächenstruktur eines
gestrickten Schlauchs werden Schwebstoffe durchgeleitet.
Langfristig hohe Wasserdurchleitfähigkeit
Nachteil:Kosten, Verfügbarkeit auf dem Markt
Quelle: HU Berlin
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KHFurian | 08.03.2012, 16:59
Diese Anleitung ist für alle Bauherren die sich selbst die Arbeit machen und eine Dränanlage in Eigenregie herstellen wollen, wobei die Ausführung durch ein Bauunternehmen immer vorzuziehen wäre., nicht nur wegen der fachlichen Kompetenz sondern auch aus Sicht der Gewährleistungsrechts.
Die Ratschläge und die Vorgehensweise sollten möglichst eingehalten werden.
Da ich aus meiner langen Erfahrung als Bauingenieur weiß, daß der private Bauherr ganz gerne auf die eine oder andere Systemkomponente verzichtet, werde ich darauf etwas eingehen.
Bestimmen Sie zuerst den Verlauf der Dränageanlage. Beachten Sie, dass der Hochpunkt, also der vom Kanalschluss oder Drainageauslauf am weitesten entfernte Punkt, diesem möglichst diagonal gegenüber liegt.
1. Am Hochpunkt soll der Grabenboden mindestens 30 cm besser 60 -80 cm unterhalb der Fundamentoberkante liegen. Vom Hochpunkt ausgehend muss der Grabenboden ein Gefälle von mind. 0,5 cm pro Meter aufweisen.
Beachten Sie das Bodenfrost in Deutschland im Durchschnitt bis zu 60 cm tief in das Erdreich eindringt.
2. Neubauten und trockene Kellerwände: Tragen Sie eine Dickbeschichtung auf Bitumenbasis auf das freigelegte Fundament auf. Warten Sie bis der Bitumen abgetrocknet ist.
Altbauten und feuchte Kellerwände: Lassen Sie die Dickbeschichtung weg da die Feuchtigkeit sonst nicht aus dem Mauerwerk entweichen ka
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KHFurian | 08.03.2012, 17:02
Danach bringen Sie mit etwas Dickbeschichtung (3-4 Klebepunkte pro Meter) eine
schwarze Noppenfolie an der Kellerwand an. Das sollte auf jedenfall eingehalten werden. Zusätzlich können Sie jetzt noch Sickerplatten an die Noppenbahn setzen wenn es der finanzielle Rahmen zulässt.
3. Füllen Sie den Graben mindestens 15 cm hoch mit Kies auf – benutzen Sie filterstabilen Kies mit der Körnung 0/32 der Sieblinie B DIN 1045. Beim Einsatz von Kies der Sieblinie 8/16 muss der Kies komplett in ein Drainagevlies eingepackt werden. Setzen Sie an den Eckpunkten der Rohrleitung Revisionsschächte. Richten Sie die Schächte aus. Mit Hilfe einer Umfüllung aus Sand/Kies schaffen Sie einen festen Sitz der Schächte.Verlegen Sie die Drainagerohre entlang des Fundaments als geschlossene Ringleitung.
Verwenden Sie Drainagerohre die mit einem unverrottbarem Drainagefilterschlauch ummantelt sind. Von kokosummantelten Rohren was bis vor ein paar Jahren empfohlen wurde, kann ich nur abraten da die Kokosummantelung nach 6 – 8 Jahren verottet ist, so dass das ganze Drainagesystem funktionslos ist. Das gleiche gilt für thermoverfestigte Drainagevliese, auch diese dürfen niemals direkt um das Drainagerohr gewickelt werden. Da Schwebstoffe diese Vliese nicht passieren
können, setzen Sie das Vlies und somit das Drainagerohr mit der Zeit zu.
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KHFurian | 08.03.2012, 17:04
4. Füllen Sie die Grube weiter mit Kies, bis Sie eine Höhe von ca. 30 cm über dem Drainagerohr abgedeckt haben.
5. Bringen Sie nun ein Trenn- und Filtervlies an der Noppenfolie oder den Sickerplatten an. Die Stoßkanten sollten mindestens 10 cm überlappen.
Wenn Sie das Vlies um das Kiesbett geschlagen haben, füllen Sie den Rest der Grube mit Erde auf. Achten Sie darauf das Sie keine lehmhaltige Erde verwenden, diese muss durch nichtlehmhaltige Erde ausgetauscht werden. Achten Sie auf eine ausreichende Verdichtung der Erde.
Abschließend werde ich die Systemkomponenten nach Ihrer Priorität aufführen.
A. Drainagerohre gelb gelocht DN100
B. Revisionsschächte
C. Kies Körnung 0/32 oder 8/16
D. Noppenfolie oder Noppenbahn schwarz
E. Drainagefilterschlauch gestrickt
F. Drainagevlies
G. Bitumendickschicht
Diese Anleitung sollte dafür sorgen das Sie ein funktionierendes Drainsystem erstellen können. Sie kann aber bei weitem nicht eine Baufirma ersetzen.
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Sia190sn592000snen1610 | 24.03.2012, 00:16
Die Drainage dient "ausschließlich" zur leichten Wiesen resp. Platz entwesserungen! Bei nassen Wänden muss zuerst einer sicker kg ab sn8(nicht kerngeschäumt) gewährleistet sein und dann kommt eine evtl. Pst Abdichtung, zuerst mit dickbeschichtung und danach mit Bahnen. Wichtig! Boden Beschaffenheit analysieren atl Lehm u Grundwasser
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Max | 08.05.2012, 20:34
Als Landwirt sollte man ebenfalls nicht auf Drainage verzichten.
Diverse Informationen gibt es dazu auch auf: http://www.drainage-thomsen.de/