Drainage verlegen - Anleitung

Wenn man die Drainage selber verlegen will, reicht auch ein kleineres Drainagerohr. Wenn man die Drainage selber verlegen will, reicht auch ein kleineres Drainagerohr.
Um ein Haus oder ein Grundstück trocken zu halten, empfiehlt es sich, eine Drainage in einfacher oder komfortablerer Ausführung zu verlegen. Besonders ratsam wäre ein Einbau einer Drainage bei so genannten schweren, das sind lehmhaltige Böden oder bei Grundstücken mit einem hohen Grundwasserspiegel
Marc Tilian
08.09.2010 Marc Tilian
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
  • Drainagerohr
  • Bauvlies
  • Kies
  • Rüttler
  • Eine einfache Drainage können Sie bei der Entwässerung eines Gartenweges vornehmen. Innerhalb des Gehweges ziehen Sie einen mindestens 20 cm breiten und 30 cm tiefen Graben mit einem Gefälle von ca. 5%, füllen diesen zur Hälfte mit grobem Kies auf und das restliche fehlende Stück mit dem Aushubmaterial auf. Damit haben Sie für viele Jahre auch nach schweren Regengüssen einen trockenen Gartenweg.
  • Wenn Ihre Kellerwände nach starkem Regen massiv durchnässt sind oder Wasser über die Lichtschächte ins Haus eindringt, können Sie das Problem nur mit einer Drainage im Erdreich beseitigen. Sollten Sie Ihr Haus neu bauen, wäre es sinnvoll, die Drainage gleich zu Beginn um das Haus zu verlegen.

Eine Drainage verlegen

  1. Besorgen Sie sich flexible PVC-Drainagerohre in entsprechender Länge mit einem Durchmesser von 10 cm, genügend Bauvlies, um das Drainagerohr großzügig damit abzudecken und groben Kies in der Körnung von 16 bis 32.
  2. Ziehen Sie einen Graben von 30 cm Breite auf Höhe der Kellersohle möglichst nahe am Gebäude bzw. an den Lichtschächten vorbei um das ganze Haus herum.
  3. Füllen Sie nun eine 10 cm Kiesschicht ein, die zum Einlauf in den Sickerschacht oder der Kanalisation den tiefsten Punkt und auf der gegenüberliegenden Seite den höchsten Punkt aufweist, Gefälle ca. 3% ist ausreichend.
  4. Nun legen Sie ihr Drainagerohr in das vorbereitete Kiesbett und decken dieses großzügig mit Ihrem Bauvlies ab. Darüber schütten Sie eine mindestens 20 cm dicke Kiesschicht und darüber geben Sie Ihren Aushub der Gartenerde.
  5. Vergessen Sie nicht, diesen Aushub zu verdichten z.B. mit einem Rüttler. So vermeiden Sie für die nächsten Jahre eine Absenkung des Erdreiches und so erreichen Sie eine Entwässerung rund um Ihr Haus.
Diese Anleitung
Leser-Tipps (7) Ihren Tipp zur Anleitung schreiben
  • edaffner | 09.05.2011, 12:18

    jahrelange Erfahrung hat mir gelehrt, daß es nicht sinnvoll ist das Vlies gleich um das Drainagerohr zu wickeln, wie es viele Baufirmen tun, denn wenn sich das Vlies mit sedementen verlegt, dann ist auch das Drainagerohr dicht. Besser war das Einbringen von groben Schotter ohne Sand und dann eine 20 cm Schicht Rollkies (1cm Körnung) und dann ein Auflegen des Vlieses zum Abhalten des Erdreiches. Die heutige Methode kann nur ein Ziel haben, nämlich durch Nacharbeiten nochmals Geld zu verdienen und Aufträge zu bekommen.

  • Dr.Stuht | 15.12.2011, 09:34

    Kann dem Tip von edaffner zustimmen, möchte ihn aber ergänzen bzw. zum besseren Verständnis vereinfacht erläutern. Es gibt im Prinzip 4 unterschiedliche Möglichkeiten ein Drainagerohr ins Erdreich zu betten mit jeweils Vor und Nachteilen. 1. Drainagerohr -Schotter - Kies 2. Drainagerohr -Kokos-Schotter-Kies 3. Drainagerohr - Vlies-Schotter-Kies 4. Drainagerohr - Drainagefilterschlauch-Schotter-Kies 1. Vorteil: Kosten,geringster Arbeitsaufwand,Wasserdurchlauf Nachteil: Verschlammung im Innern des Rohres, mit der Zeit zusetzen der Längsrillen als auch der Löcher des Drainagerohres 2. Vorteil: Kurzfristig sehr guter Wasserdurchlauf Nachteil: Kosten, Kokosfasern verrotten mir der Zeit durch die einsetzende Humusbildung setzen sich die Drainagelöcher nach und nach zu. 3. Vorteil: unverrottbar,kurzfristig sehr gute Filterung des Wassers Nachteil: Kosten, durch die sehr dichte Oberfäche des Vlieses werden leider auch feinste Schwebstoffe im Wasser aufgehalten. Das hat zur Folge das sich das Vlies zusetzt und mit der Zeit das Drainagerohr kein Wasser mehr aufnehmen kann. 4. Vorteil: unverrottbar, durch die Oberflächenstruktur eines gestrickten Schlauchs werden Schwebstoffe durchgeleitet. Langfristig hohe Wasserdurchleitfähigkeit Nachteil:Kosten, Verfügbarkeit auf dem Markt Quelle: HU Berlin

  • KHFurian | 08.03.2012, 16:59

    Diese Anleitung ist für alle Bauherren die sich selbst die Arbeit machen und eine Dränanlage in Eigenregie herstellen wollen, wobei die Ausführung durch ein Bauunternehmen immer vorzuziehen wäre., nicht nur wegen der fachlichen Kompetenz sondern auch aus Sicht der Gewährleistungsrechts. Die Ratschläge und die Vorgehensweise sollten möglichst eingehalten werden. Da ich aus meiner langen Erfahrung als Bauingenieur weiß, daß der private Bauherr ganz gerne auf die eine oder andere Systemkomponente verzichtet, werde ich darauf etwas eingehen. Bestimmen Sie zuerst den Verlauf der Dränageanlage. Beachten Sie, dass der Hochpunkt, also der vom Kanalschluss oder Drainageauslauf am weitesten entfernte Punkt, diesem möglichst diagonal gegenüber liegt. 1. Am Hochpunkt soll der Grabenboden mindestens 30 cm besser 60 -80 cm unterhalb der Fundamentoberkante liegen. Vom Hochpunkt ausgehend muss der Grabenboden ein Gefälle von mind. 0,5 cm pro Meter aufweisen. Beachten Sie das Bodenfrost in Deutschland im Durchschnitt bis zu 60 cm tief in das Erdreich eindringt. 2. Neubauten und trockene Kellerwände: Tragen Sie eine Dickbeschichtung auf Bitumenbasis auf das freigelegte Fundament auf. Warten Sie bis der Bitumen abgetrocknet ist. Altbauten und feuchte Kellerwände: Lassen Sie die Dickbeschichtung weg da die Feuchtigkeit sonst nicht aus dem Mauerwerk entweichen ka

  • KHFurian | 08.03.2012, 17:02

    Danach bringen Sie mit etwas Dickbeschichtung (3-4 Klebepunkte pro Meter) eine schwarze Noppenfolie an der Kellerwand an. Das sollte auf jedenfall eingehalten werden. Zusätzlich können Sie jetzt noch Sickerplatten an die Noppenbahn setzen wenn es der finanzielle Rahmen zulässt. 3. Füllen Sie den Graben mindestens 15 cm hoch mit Kies auf – benutzen Sie filterstabilen Kies mit der Körnung 0/32 der Sieblinie B DIN 1045. Beim Einsatz von Kies der Sieblinie 8/16 muss der Kies komplett in ein Drainagevlies eingepackt werden. Setzen Sie an den Eckpunkten der Rohrleitung Revisionsschächte. Richten Sie die Schächte aus. Mit Hilfe einer Umfüllung aus Sand/Kies schaffen Sie einen festen Sitz der Schächte.Verlegen Sie die Drainagerohre entlang des Fundaments als geschlossene Ringleitung. Verwenden Sie Drainagerohre die mit einem unverrottbarem Drainagefilterschlauch ummantelt sind. Von kokosummantelten Rohren was bis vor ein paar Jahren empfohlen wurde, kann ich nur abraten da die Kokosummantelung nach 6 – 8 Jahren verottet ist, so dass das ganze Drainagesystem funktionslos ist. Das gleiche gilt für thermoverfestigte Drainagevliese, auch diese dürfen niemals direkt um das Drainagerohr gewickelt werden. Da Schwebstoffe diese Vliese nicht passieren können, setzen Sie das Vlies und somit das Drainagerohr mit der Zeit zu.

  • KHFurian | 08.03.2012, 17:04

    4. Füllen Sie die Grube weiter mit Kies, bis Sie eine Höhe von ca. 30 cm über dem Drainagerohr abgedeckt haben. 5. Bringen Sie nun ein Trenn- und Filtervlies an der Noppenfolie oder den Sickerplatten an. Die Stoßkanten sollten mindestens 10 cm überlappen. Wenn Sie das Vlies um das Kiesbett geschlagen haben, füllen Sie den Rest der Grube mit Erde auf. Achten Sie darauf das Sie keine lehmhaltige Erde verwenden, diese muss durch nichtlehmhaltige Erde ausgetauscht werden. Achten Sie auf eine ausreichende Verdichtung der Erde. Abschließend werde ich die Systemkomponenten nach Ihrer Priorität aufführen. A. Drainagerohre gelb gelocht DN100 B. Revisionsschächte C. Kies Körnung 0/32 oder 8/16 D. Noppenfolie oder Noppenbahn schwarz E. Drainagefilterschlauch gestrickt F. Drainagevlies G. Bitumendickschicht Diese Anleitung sollte dafür sorgen das Sie ein funktionierendes Drainsystem erstellen können. Sie kann aber bei weitem nicht eine Baufirma ersetzen.

  • Sia190sn592000snen1610 | 24.03.2012, 00:16

    Die Drainage dient "ausschließlich" zur leichten Wiesen resp. Platz entwesserungen! Bei nassen Wänden muss zuerst einer sicker kg ab sn8(nicht kerngeschäumt) gewährleistet sein und dann kommt eine evtl. Pst Abdichtung, zuerst mit dickbeschichtung und danach mit Bahnen. Wichtig! Boden Beschaffenheit analysieren atl Lehm u Grundwasser

  • Max | 08.05.2012, 20:34

    Als Landwirt sollte man ebenfalls nicht auf Drainage verzichten. Diverse Informationen gibt es dazu auch auf: http://www.drainage-thomsen.de/

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