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Drainagerohr: Durchmesser wählen - so planen Sie die Entwässerung

Das Verlegen von Drainagen ist immer dann angebracht, wenn Sie Feuchtigkeit vom Haus fernhalten oder Flächen entwässern möchten. Bei manchen Bodenbeschaffenheiten ist das sogar unumgänglich. Das Drainagerohr ist beim Neubau oder der Kellersanierung ein wichtige Bauteil, wobei verschiedene Durchmesser und Konstruktionsvarianten zur Auswahl stehen.

Im Unterschied zu normalen Wasserrohren besitzen PVC-Drainagerohre Löcher. oder Schlitze
Im Unterschied zu normalen Wasserrohren besitzen PVC-Drainagerohre Löcher. oder Schlitze

Die örtlich gegebenen Bodenbestandteile bestimmen, wie schnell Niederschlagswasser versickern kann. Kurzzeitig stauendes Wasser tritt nach heftigeren Regenfällen auf, wenn wasserundurchlässiges Erdreich den Niederschlag nicht optimal ableitet. Die Verlegung von Drainagerohren kann zu viel Feuchtigkeit vom Haus fernhalten.

Wann ist eine Drainage notwendig?

Mit einem Test können Sie leicht feststellen, wie gut Ihr Boden Feuchtigkeit ableitet, wie versickerungsfähig er ist.

  • Bei Ihrem Versickerungstest graben Sie zunächst ein Loch von je 50 Zentimetern (tief, breit, lang). Das befüllen Sie mehrmals innerhalb von zwei Stunden mit Wasser auf. Dadurch dürfte der Boden ausreichend mit Wasser gesättigt sein.
  • Der nächste Schritt Ihres Tests ist das Füllen von Wasser, Höhe 30 Zentimeter. Setzen Sie eine entsprechende Markierung.
  • Nach zehn Minuten füllen Sie wieder bis zur 30-Zentimeter-Markierung nach. Diesen Schritt wiederholen Sie mindestens dreimal. Ein Messzylinder sichert, dass Sie die eingefüllte Menge Wasser ermitteln können. 
  • Sehr gering versickerungsfähig ist Ihr Boden, wenn Sie weniger als 1,5 Liter nachfüllen mussten. In einem solchen Fall empfiehlt sich eine Drainage.
  • Wenn Sie mehr als 3 Liter Wasser nachfüllen mussten, können Sie von einem gut versickerungsfähigen Boden ausgehen.

Drainagerohre - unterschiedliche Materialien und Durchmesser

  • Drainagerohre gibt es in unterschiedlichen Ausfertigungen. Sie haben geschlitzte, gelochte oder poröse Rohrwandungen. Es gibt sie aus PVC (starr und flexibel) ,Ton, Beton oder Steinzeug im Durchmesser von 60 bis 200 Millimetern. Im Allgemeinen werden Durchmesser von 100 Millimetern, mindestens 70 Millimeter, empfohlen.
  • Wichtig ist, dass Sie beim Verlegen der Rohre ein Mindestgefälle von 0,5 Prozent einhalten, damit das Wasser auch abfließen kann. Außerdem sollten Sie Kontrollschächte vorsehen, damit Sie Ihre Drainageanlage regelmäßig durchspülen können.

Für ein PVC-Drainagerohr (Durchmesser 100 Millimeter) mit Drainagewicklung bzw. Drainagevlies müssen Sie mit Kosten von um die 150 Euro für eine Länge von 50 Meter rechnen. Erheblich preiswerter sind Rohre ohne Drainagevlies. Hier liegen die Preise im Fachhandel zwischen 50 und 70 Euro.

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