Was Sie benötigen:
  • Schaufel
  • Minibagger
  • Drainagerohr DN300
  • Leerkies (Körnung 8/16)
  • Filtervlies (Rollenware)
  • Spülschächte DN300
  • Kontrollschacht DN1000 oder Sickerschacht
  • Rüttelplatte

Um eine dauerhaft funktionsfähige Drainage zu erhalten, müssen Sie die folgenden Schritte möglichst gewissenhaft ausführen. Fehler in der Ausführung können im besten Fall eine wirkungslose Drainage zur Folge haben und im schlechtesten Fall das Bauwerk (durch Bewässerung) schädigen. Wenn Sie sich bei der Ausführung unsicher sind, holen Sie sich professionelle Hilfe von einem Tiefbauunternehmen.

So legen Sie eine Drainage fachgerecht

  1. Im Baustoffhandel gibt es komplette Drainagesysteme, bestehend aus Drainagerohren, Kontroll- und Sickerschächten. Lassen Sie sich im Vorfeld beraten, sodass Sie die richtigen Komponenten für Ihr Gebäude und die anfallende Sickerwassermenge besorgen können.
  2. In den meisten Fällen ist es sinnvoll eine sogenannte Ringdrainage um das Gebäude zu verlegen. Hierzu wird die Drainage als Ring um das Gebäude herum gelegt und anschließend auf einen Kontrollschacht geführt. Von dort gelangt das Sickerwasser dann zur Vorflut (beispielsweise Mischwasserkanal).    
  3. Am einfachsten ist der Einbau der Drainage beim Neubau des Gebäudes, da die Verlegung in der Baugrube direkt möglich ist. Soll die Drainage nachträglich eingebaut werden, sind umfangreiche und aufwendige Erdarbeiten notwendig, die per Hand kaum zu bewältigen sind. Es ist daher sinnvoll, mit Hilfe eines Minibaggers einen Graben rund um das Haus auszuheben. Bitte achten Sie dabei auf, den Boden etwas abzuböschen, um zu verhindern, dass dieser in die Baugrube rutschen kann.
  4. Erstellen Sie eine Planie in der Baugrube, die ein leichtes Gefälle hin zum Kontrollschacht besitzt. Legen Sie dazu einen Hochpunkt auf der zum Kontrollschacht am weitesten entfernten Gebäudeecke an. Das Gefälle der Planie sollte überall mindestens 5 Prozent (also 5 cm auf 1 Meter) betragen.
  5. Schneiden Sie anschließend das Filtervlies in 1,5 Meter lange Streifen von der Rolle ab und legen diese auf die Planie. Verteilen Sie nun etwas Leerkies auf das Vlies und legen Sie das Drainagerohr in den Leerkies. Achten Sie dabei darauf, dass das Drainagerohr allseitig von Leerkies umgeben ist.
  6. Erstellen Sie nun eine sogenannte Sickerpackung indem Sie das Vlies um das Leerkies herumschlagen.
  7. An den Gebäudeecken sollten Sie Spülschächte einfügen, um später eine Reinigung der Drainagerohre durchführen zu können.
  8. Legen Sie die Sickerpackung um das gesamte Gebäude herum und führen Sie sie auf einen Kontrollschacht. Bei dem Kontrollschacht kann es sich beispielsweise um den Hausanschlussschacht handeln oder um einen Sickerschacht.
  9. Anschließend beginnen Sie damit, die Baugrube wieder zu verfüllen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie sickerfähiges Material zur Baugrubenverfüllung verwenden. Vergessen Sie dabei auch nicht, das Erdreich lagenweise mit der Rüttelplatte einzubauen und zu verdichten, um spätere Setzungen zu vermeiden. 

Sowohl Grundwasser als auch Sickerwasser kann Ihre Kellerwände auf Dauer schädigen. Um das Bauwerk wirkungsvoll vor Feuchtigkeit zu schützen, ist es erforderlich eine funktionsfähige Drainage einzubauen.