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  • Acetocaustin
  • Geduld

Dornwarzen - woher sie kommen

  • Warzen entstehen durch eine Virusinfektion. Es sind kleine, sich scharf abgrenzende rund Geschwüre aus Epithelgewebe und sind meist gutartig. Von den Virenarten gibt es über 100 verschiedene und diese Viren werden meist über Schmier- oder Kontaktinfektion übertragen. Kleinste nicht sichtbare Verletzungen Ihrer Haut reichen aus, sich den Warzenvirus einzufangen. Anfangs werden nur die obersten Hautschichten infiziert, doch nach und nach vermehren sie sich auch in den Zellkernen unserer Haut. Allerdings können mehrere Monate vergehen, bis sich Ihre Warze auf der Hautoberfläche zeigt.
  • Warzenviren passen sich meist sehr gut an den Menschen als seinen Nahrungslieferanten an und verursachen meist keinen schweren Krankheitsverlauf. Schließlich liegt es nicht im Sinne des Warzenvirus seinen Wirt zu schädigen, da er zu seiner Vermehrung auf seinen "Lieferanten" angewiesen ist. Im Gegensatz dazu haben sich die Menschen ebenfalls sehr an diesen Virus angepasst, sodass ein Mensch meist nur geringe Symptome aufweist oder verspürt.
  • Es gibt sehr viele verschiedene Warzen, doch stammen sie alle aus der gleichen Gattung der Viruswarzen. So kennt man  Feigwarzen, Stilwarzen, Dornwarzen, Dellwarzen, Pinselwarzen, Flachwarzen oder Alterswarzen. Daneben gibt es noch einige Unterarten, auf die hier an dieser Stelle nicht weiter eingegangen wird.
  • Dornwarzen (Verrucae Plantares) befinden sich an den druckbelasteten Stellen der Fußsohle und wachsen tief nach innen. Ist auf der Fußsohlenoberfläche meist nur eine kleine Warze zu sehen, kann jedoch in der Tiefe eine bereits wesentlich größere Warze gewuchert sein. Besonders groß können Dornwarzen an den Fersen werden. Spätestens, wenn die Warzen tief im Inneren an die Knochenhaut stoßen, werden sie sehr schmerzhaft und machen ein Laufen nahezu unmöglich.

Verrucae plantares sicher entfernen - so geht's

  • Zum Entfernen Ihrer Dornwarzen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei intakter kräftiger Immunabwehr ziehen sie sich meist von alleine zurück und trocknen aus, jedoch ist die Gefahr, dass sie zurückkehren, immens hoch, nämlich dann, wenn Ihre Immunabwehr durch beispielsweise eine Erkältung geschwächt wird.
  • Als nächste Möglichkeit bietet sich das Entfernen der Dornwarzen auf chirurgischer Basis an. Tief liegende Dornwarzen werden dann unter örtlicher Betäubung mit einem scharfen Löffel ausgeschabt. Allerdings haben Sie meist starke Schmerzen nach der Behandlung und können für mehrere Tage nicht laufen. Früher wurden solche Behandlungen stationär im Krankenhaus durchgeführt und auch die Gefahr des erneuten Wiederauftretens der Warzen ist nach wie vor gegeben.
  • Des Weiteren kann man Dornwarzen mit Elektrokoagulation oder Laser entfernen, auch eine Kryotherapie (Vereisen mit flüssigem Stickstoff) kann zum Erfolg führen.
  • Bei der Kauterisation erfolgt eine Zerstörung des Gewebes mittels Strom oder einer Säure, wie der Salicylsäure, Monochloressigsäure oder Silbernitrat. Auch Zytostatika und Virostatika werden zur Warzenbekämpfung eingesetzt. Fragen Sie hierzu am besten Ihren Arzt.
  • Ein bewährtes Hausmittel war früher das Einreiben des Pflanzensaftes der Wolfsmilch auf die Warzen. Wolfsmilch enthält weißen oder farbigen Pflanzensaft. Bei manchen Arten der Wolfsmilch wirkt der Milchsaft (Latex) toxisch und dient der Pflanze als Wundverschluss und Fraßschutz. Die Samen und der Saft (die Milch) der Wolfsmilch enthalten das giftige Euphorbon, welches eine ätzende Wirkung auf Haut und Schleimhäute hat. Das betroffene Gewebe (der Dornwarze) kann dadurch zerstört werden. Achtung! Die Milch nicht in die Augen bringen.
  • Ein wirklich wirkungsvolles Mittel gegen Dornwarzen ist das Einstreichen mit Acetocaustin (Monochloressigsäure). Hier brauchen Sie die Behandlung auch nur einmal wöchentlich vornehmen, wobei Sie wahrscheinlich auch nur zwei Wochen benötigen, bis die Dornwarze weg ist. Und so gehen Sie vor: Nehmen Sie ein Wattestäbchen voll Vaseline und streichen Sie die Haut rund um Ihre Warze damit ein, damit diese geschützt ist. Entnehmen Sie dann einen Tropfen der Säure mit dem bereits der Verpackung beiliegenden Spatel und betupfen die Warzenoberfläche damit. Warten Sie jetzt ein wenig, bis das Mittel eingezogen ist - fertig. Führen Sie die Anwendung nach einer Woche erneut durch. Wenn die Warze immer noch da ist, machen Sie die Behandlung in der dritten Woche noch einmal.
  • Ein weiteres Mittel, um Dornwarzen zu entfernen, welches aber wesentlich langwieriger ist, ist das Auflegen von Salicylsäurepflastern oder das Auftupfen einer Salicylsäurelösung. Hier wird immer die oberste Schicht nach dem Aufweichen entfernt und dies sollte jeden zweiten Tag geschehen. Nachteil davon ist, dass nach jeder Berührung mit Wasser erneut ein neues Pflaster verwendet oder neue Lösung aufgetragen werden muss. Zudem dauert diese Art der Behandlung wesentlich länger. Es wurde schon von einer Behandlungsdauer von einem halben Jahr und mehr gesprochen, ohne dass eine einzige Warze danach verschwunden war.

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