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Clickertraining für Katzen - so funktioniert's

Nicht nur Hunde können mit dem Clicker erfolgreich trainiert werden, sondern auch Katzen reagieren gut auf das Clickertraining. Mit etwas Ausdauer und Geschicklichkeit kann die Katze bald das erste Kunststück.

Auch Katzen mögen das Clickertraining.
Auch Katzen mögen das Clickertraining.

Was Sie benötigen:

  • Clicker
  • Belohnungen
  • Leckerchen

Katzen sind geschickte und sehr intelligente Haustiere. Bestimmte Geräusche verknüpfen die Tiere rasch mit dem passenden Ereignis und wissen sehr gut, wann es Futter gibt oder wann es Zeit zum Spielen ist. Viele Katzen sitzen auch am Fenster oder an der Tür, wenn sie hören, das Herrchen oder Frauchen nach Hause kommen.

Erfolgreiches Clickertraining für Katzen

  • Mit dem Clickertraining gewöhnen Sie Ihrer Katze ein ganz bestimmtes Verhalten an. Im Prinzip ist das Clickertraining mit einer Dressur zu vergleichen. Im Laufe der Zeit hat sich Ihre Katze bereits ein ganz bestimmtes Verhalten ohne Clicker antrainiert. Wenn Sie nun mit dem Clickertraining beginnen möchten, dann müssen das Klicken und die Belohnung jedes Mal direkt nach dem gewünschten Verhalten erfolgen.
  • Sie können Ihrer Katze beibringen, sich auf Kommando hinzusetzen, Männchen zu machen oder auch zu einem bestimmten Gegenstand zu gehen. Kurz gesagt: Sie können der Katze fast alles beibringen, wenn Sie das Clickertraining richtig anwenden. Durch den Klick im richtigen Moment und die anschließende Belohnung lernt die Katze schnell, was sie machen soll.

Was eine Katze mit Clickern alles lernen kann

Als Beispiel können Sie Ihrer Katze mit dem Clickern beibringen, auf Zuruf zu Ihnen zu kommen.

  1. Versuchen Sie, die Katze durch Rufen zu sich zu locken. Halten Sie den Clicker und ein Leckerchen schon in der Hand. Rufen Sie nun die Katze und klicken Sie sofort, wenn Sie sehen, dass sich das Tier in Ihre Richtung bewegt.
  2. Nach dem Klicken belohnen Sie sie sofort. Üben Sie das Anlocken so lange mit Zuruf, Klicken und Belohnung, bis sie ohne Probleme zu Ihnen kommt.
  3. Dann können Sie das Clickertraining um die nächste Stufe erweitern und versuchen, die Katze nun ohne Zuruf und nur mit dem Geräusch des Clickers zu locken.
  4. Kommt die Katze, dann muss zeitgleich der Clicker benutzt werden und die Katze erhält eine Belohnung. Nach diesem Prinzip können Sie ihr eigentlich sehr viele Dinge beibringen.

Spezielle Kunststücke durch Clickertraining erlernen

  • Mit dem Clickertraining für Katzen kann Ihr Haustier sogar Männchen machen, sich an einen bestimmten Platz setzen oder legen oder sogar ein bestimmtes Katzenspielzeug bewegen.
  • Möchten Sie, dass sich Ihre Katze auf Kommando auf den Stuhl legt, dann klicken Sie jedes Mal, wenn sie sich von alleine auf diesen Stuhl legt. Und vergessen Sie nicht die Belohnung nach dem Clickgeräusch. Sie verbindet den Ablauf wie folgt: Ich lege mich auf den Stuhl, es klickt und ich werde belohnt
  • Mit Clickertraining für Katzen können Sie dem Tier nicht nur bestimmte Dinge antrainieren, sondern mit viel Ausdauer und Geduld auch schlechte Angewohnheiten abtrainieren. Das funktioniert nach dem gleichen Prinzip, erfordert aber oft mehr Zeit und vor allen Dingen auch viel Geduld mit dem Tier.

Noch ein paar grundsätzliche Hinweise zum Clickern

  • In der Regel sind Clicker für Hunde konzipiert und können manche Katzen durch das laute Geräusch erschrecken. Damit Sie Ihre Katzen mit dem Clicker trainieren können, sollten Sie sich einen Clicker mit verstellbarem Ton im Fachhandel kaufen.
  • Überlegen Sie sich, in welchem Takt Sie clickern möchten (nur einmal, zwei mal kurz hintereinander, dreimal). Denken Sie daran, dass Sie den einmal gewählten Takt beibehalten müssen, damit die Katzen darauf reagieren.
  • Gründe für das Clickertraining mit Katzen gibt es viele, aber nur wenige gute. Es hat zum Beispiel wenig Sinn, die Katzen dazu zu bewegen, durch Reifen zu springen oder über Hindernisse zu laufen. Das funktioniert nur in den seltensten Fällen. Für bestimmte Lebenslagen ist das Clickertraining mit Katzen dennoch wichtig und meist auch erfolgversprechend. Wenn Sie mehrere Katzen haben und diese zu einer bestimmten Zeit am Abend besser im Haus sein sollen, können Sie mit dem bekannten Clickergeräusch die Katzen ganz schnell nach Hause rufen. Auch in Gefahrensituationen oder wenn die Katze sich auf dem Grundstück des katzenfeindlichen Nachbarn bewegt, können Sie sie mit dem Clicker „zurückpfeifen“.

Weitere Autorin: Erika Rieger

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