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Der Katze das Katzenklo beibringen - so gelingt's

Im Gegensatz zu Hunden sind Katzen sehr eigenwillig. "Sitz" und "Platz" oder gar das Männchenmachen werden Sie Ihrer Katze kaum beibringen können. Während die meisten Hunde sich freuen, wenn sie erfolgreich ein Kunststück bewältigt haben, wird die Katze Sie, statt den Befehl auszuführen, ansehen, als wären Sie nicht ganz normal. So sind diese Tiere eben. Aber beim Katzenklo hört der Spaß auf. Diejenigen Katzen, die sich immer oder hin und wieder in der Wohnung aufhalten, sollten unbedingt zur Stubenreinheit erzogen werden. Das kann in manchen Fällen zum Geduldsspiel ausarten.

Auch für sie ist Stubenreinheit wichtig.
Auch für sie ist Stubenreinheit wichtig.

Katzen sind im Grunde Gewohnheitstiere. Das sollten Sie sich zunutze machen, wenn Sie Ihrer Katze beibringen wollen, dass sie das Katzenklo nutzen soll. Bei den meisten Katzen funktioniert das auch ohne Probleme, aber manche Exemplare sind etwas eigensinniger.

Gut, wenn die Katze von Mama lernt

  • Ist Ihr Katzenkind bei seiner Mutter aufgewachsen und ist das erwachsene Tier bereits ans Katzenklo gewöhnt, wird es seinen Jungen beibringen, wo das "Geschäft" stattzufinden hat. Solange sich die Kleinen ausschließlich von Muttermilch ernähren, wird die Mutter den Urin und die Exkremente ihrer Kleinen ablecken bzw. auffressen.
  • Sobald aber zugefüttert wird, ist Schluss mit dem Luxusleben der Katzenkinder. Viele Katzenmamas tragen oder schubsen ihre Kinder richtiggehend ins Katzenklo, um ihnen beizubringen, wo der richtige Ort ist. Hat diese Erziehungsmaßnahme stattgefunden, wird Ihr Katzenkind in Sachen Stubenreinheit keine großen Probleme machen.

Der richtige Platz für das Katzenklo

  • So wie der Mensch auch, haben Katzen gerne ihre Ruhe, wenn sie auf's Klo gehen. Stellen Sie das Kistchen deshalb an einen ruhigen, abgeschiedenen Ort in Ihrer Wohnung. Eine Diele mit Durchgangsverkehr ist dem Tier möglicherweise zu unruhig und es wird diesen Platz dann nur ungern aufsuchen.
  • Nachdem Sie die passende Stelle für das Katzenklo gefunden haben, sollten sie den Standort nicht mehr großartig verändern. Katzen mögen es nicht, wenn sich etwas verändert. Sie riskieren damit, dass die stubenreine Katze plötzlich nur noch dort ihr Geschäft verrichtet, wo früher das Klo stand.

Auch Freigängern können Sie Stubenreinheit beibringen

In vielen Fällen kann es zu Problemen kommen, wenn Sie eine Katze zu sich holen, die draußen, und ohne Katzenklo aufgewachsen ist. Diese kennt nur Erde, Gras und Sand als Anlaufstelle für ihre Ausscheidungen. Macht Ihre neue Katze Schwierigkeiten bei der Stubenreinheit, ist ihr das Katzenstreu vielleicht zu sauber und geruchsneutral.

  • Mischen Sie deshalb Erde oder Sand unter das Katzenstreu. Dieses wird so mehr nach dem gewohnten Freiluft-Klo riechen und die Katze fühlt sich eher heimisch.
  • Die meisten Katzen verscharren ihre Ausscheidungen, weil sie ihre "Geruchsspuren" verbergen wollen. Das funktioniert aber niemals perfekt. Im benutzten Katzenklo werden immer noch genügend Duftmarken verbleiben, sodass das Tier seinen eigenen Geruch erkennen wird. Deshalb können Sie mit der Zeit den Erde- oder Sandanteil im Katzenstreu reduzieren, bis Sie nur noch Streu verwenden können.

Stubentiger werden gerne belohnt

  • Sie werden sicherlich schon mal davon gehört haben: Hunden kann man sehr gut Gehorsamkeit oder Kunststücke beibringen, indem man sie bei Erfolg mit einem Leckerli belohnt. Das funktioniert auch bei Katzen.
  • Geben Sie Ihrer Katze, unmittelbar nachdem sie das Katzenklo erfolgreich benutzt hat, ein Leckerli. Auch Katzen freuen sich über Lob und Belohnung.

Mit diesen Tricks gelingt es in den meisten Fällen, einer Katze Stubenreinheit beizubringen. Hin und wieder kann jedoch trotzdem mal ein Missgeschick passieren - insbesondere dann, wenn das Tier Durchfall hat. Bestrafen Sie Ihre - sonst stubenreine - Katze dann keinesfalls. Strafe ist bei der Tiererziehung immer kontraproduktiv und schwächt das Vertrauen des Tieres in "seinen" Menschen.

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