Die wichtigsten Bundeswehr-Aufnahmekriterien im Einzelnen

Wer sich entschieden hat, eine Karriere als Zeit- oder Berufssoldat einzuschlagen, muss sich darauf einstellen, dass die Aufnahmekriterien wesentlich schärfer geworden sind, da mit Abschaffung der Wehrpflicht nun eine reine Berufsarmee geformt wird. Da die Bundeswehr aber auch über Mangel an geeigneten Freiwilligen klagt, sind Ihre Chancen bei Erfüllung dieser Kriterien nicht allzu schlecht.

  1. Sie sollten ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis haben
  2. Sie sollten über eine Ausbildung verfügen, damit Sie möglichst berufsnah in die Verwendung bei der Bundeswehr eingeplant werden können. In Ausnahmefällen reicht aber auch ein guter Schulabschluss.
  3. Eine gute körperliche Fitness ist Voraussetzung für eine Aufnahme in die Bundeswehr. Sollten Sie in der Hinsicht Zweifel haben, so sollten Sie schnellstens mit dem Training beginnen, um sich fit zu machen.
  4. Sie sollten über eine ordentliche Allgemeinbildung sowie über soziales Verhalten verfügen. Gerade nach den jüngsten Skandalen wird Ihre Eignung in dieser Hinsicht besonders unter die Lupe genommen.

Die Schritte zum Erfüllen der Aufnahmekriterien

  1. Reichen Sie Ihre Bewerbung bei Ihrem zuständigen Kreiswehrersatzamt der Bundeswehr ein. Dieses lädt Sie nach erfolgreicher Prüfung zu einem Aufnahmetest ein, bei dem die genannten Aufnahmekriterien geprüft werden. Der Test besteht aus einer amtsärztlichen Untersuchung, der sogenannten Musterung.
  2. Nach der Musterung erfolgt ein schriftlicher Test, in dem Sie Ihre Allgemeinbildung unter Beweis stellen müssen.
  3. Im dritten Schritt erfolgt ein Fitnesstest, der aus einem Zirkeltraining und einem 5000-Meter-Lauf besteht.
  4. Als letzter Schritt ist ein psychologischer Test angesagt, der Ihre Motive und Ihre soziale Kompetenz untersucht.