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Brunnenwasser enteisen - so gehen Sie vor

Um Brunnenwasser zu enteisen, brauchen Sie technische Hilfsmittel und eine gute Planung. Entweder Sie warten auf die Absetzung, Sie oxidieren oder Sie filtern.

Brunnenwasser sollten Sie enteisen.
Brunnenwasser sollten Sie enteisen.

Brunnenwasser, das mit Eisen versetzt ist, müssen Sie enteisen, bevor Sie es verwenden können. Sie erkennen das Problem daran, dass Ihr Wasser braun verfärbt ist und schlecht riecht. Klären Sie aber immer vorher ab, ob die Probleme wirklich an Eisen liegen.

Brunnenwasser richtig vom Eisen befreien

  • Damit Ihr Brunnenwasser richtig gefiltert ist, müssen Sie sorgfältig vorgehen, aber auch den Kosten-Nutzen-Aufwand abwägen. Die Filtergröße, der Filterinhalt und das technische Drumherum können Sie in sehr unterschiedlicher Ausführung wählen.
  • Sie können warten, bis sich das Eisen nach einer Weile von selbst gesetzt hat. Dafür brauchen Sie aber ein großes Absetzbecken und eine sichere Methode, stets nur das obere Wasser zu nehmen, ohne das Eisen wieder aufzuwirbeln. Wenn Sie auf das Absetzbecken verzichten, brauchen Sie für gewöhnlich zwei Filter hintereinander.
  • Im großen Stil wird das Wasser oftmals versprüht und in den Wasserwerken in die Luft geblasen, um das Eisen so zu oxidieren. Dafür braucht man aber viel Platz und es handelt sich dabei um eine Methode, die für den Privatgebrauch zu aufwendig und zu teuer ist.
  • Sie können sich jedoch davon inspirieren lassen und Luft ins Brunnenwasser pusten. Auch dafür brauchen Sie aber ein extra Belüftungsbecken und einiges an Oxidierungstechnik. Eine Alternative kann der Einbau eines fertigen Windkessels sein. Häufig wird belüftetes Wasser anschließend in einem Kiesbett filtriert.
  • Seinen Sie immer vorsichtig, wenn eine fertige Anlage zu günstig ist oder zu viel verspricht und neben der Enteisung auch noch enthärten will etc.

Verschiedene Methoden zum Enteisen

  • Die Filterung ist im Vergleich dazu die günstigste und einfachste Methode, um privat das Eisen aus dem Brunnenwasser filtern. Um die perfekte Filterung zu finden, messen Sie zunächst den pH-Wert und den Eisengehalt Ihres Brunnenwassers. Entweder Sie bringen eine Wasserprobe zur Analyse ins Labor oder messen selbst mit einem wiederverwertbaren Messbesteck.
  • Es handelt sich immer um einen unterschiedlich großen Filter, in den eine Enteisungskartusche gesetzt wird. Achten Sie darauf, dass das Filtersystem möglichst leicht zu montieren ist, und wählen Sie die größtmögliche Variante, um den Filter nicht ständig säubern zu müssen.
  • Der Birmfilter enthält Birm als Granulat und ist sehr praktisch für den privaten Gebrauch. Der Greensandfilter ist etwas komplizierter, kann aber ebenfalls infrage kommen, um Ihren privaten Brunnen zu enteisen.
  • Es gibt sonst nur noch die Möglichkeit, mit der Hilfe von Chemie eine einmalige und schnelle Enteisung durchzuführen. Hier hilft zum Beispiel Chlor innerhalb eines Tages, allerdings kann das Wasser danach anderweitig chemisch belastet sein.
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