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Blauregen - Pflegetipps

Blauregen ist eine schnell und stark wuchernde Rankpflanze. Um zu blühen, braucht sie einen regelmäßigen Rückschnitt, Sonne und viel Dünger.

Die Blüte des Blauregens ist eine wahre Pracht.
Die Blüte des Blauregens ist eine wahre Pracht.

Informatives zum Blauregen

Blauregen (Wisteria) ist eine robuste, stark wachsende und verholzende Kletterpflanze. Sie gehört zu den Schmetterlingsblühern und ist mit Bohnen verwandt.

Die Pflanze blüht zweimal im Jahr. Die ersten Blüten erscheinen im Frühjahr noch vor den Blättern. Im Juli oder August blüht der Blauregen das zweite Mal. Diese Blüte fällt schwächer aus als die Erste.  

Die Heimat der Pflanzen ist Ostasien und Nordamerika. Rinde, Wurzeln und Früchte sind schwach giftig. Der Verzehr führt zu Erbrechen, Durchfall und geweiteten Pupillen. Lediglich bei Kleintieren sind Todesfälle bekannt.

Ansprüche der Kletterpflanze

Die extrem schnell wachsen Pflanzen stellen nur geringe Ansprüche an den Standort.

  • Sonnige Lage, eine Südwand ist ideal.
  • Halbschatten toleriert die Wisteria, blüht aber weniger.
  • Pflanze blüht nur in geschützten Lagen, da die Knospen frostempfindlich sind.
  • Humusreicher, kalkfreier, saurer, feuchter und wasserdurchlässiger Boden ist erforderlich.

Die Wisteria pflegen

Der Blauregen verträgt weder Trockenheit noch Staunässe. Schützen Sie die Wurzeln im Frühjahr durch eine Mulchschicht. Die Pflanze wirft bei Trockenheit die Knospen ab.

Geben Sie bei Bedarf Wasser. Achten Sie darauf, dass keine Staunässe entsteht. Der Boden soll feucht, aber nicht nass sein.

Eine so schnell wachsende Pflanze braucht viele Nährstoffe, um sich prächtig zu entwickeln. Geben Sie auf keinen Fall zu viel Stickstoff. Der Blauregen wächst davon in die Höhe. Er bildet Blätter, jedoch keine Blüten.

Ideal ist es, wenn Sie dem Gewächs im April Phosphordünger geben. Das regt die Bildung von Knospen an. Verwenden Sie einen Dünger ohne Kalk.

Schneiden der Pflanze ist das Wichtigste

Ohne Schnitt wuchert der Blauregen und kann Rankhilfen zerstören. Außerdem wächst er nicht gleichmäßig und blüht wenig, wenn Sie nicht schneiden. Führen Sie die Schnittmaßnahmen im August durch.

Kürzen Sie in den ersten beiden Jahren alle Triebe, die aus dem Hauptstamm zur Seite wachsen auf die Hälfte. Lassen Sie alle anderen Äste bis zur gewünschten Höhe wachsen.

Schneiden Sie ab dem dritten Jahr alle Äste auf drei bis fünf Augen zurück. Aus diesen bilden sich kurze Triebe, die reich blühen. Kontrollieren Sie an einem frostfreien Tag im Winter, ob am Blauregen noch zu lange Triebe sind, die Sie noch kürzen müssen.

Entfernen Sie im Sommer regelmäßig alle langen peitschenartigen Triebe. Diese kosten Kraft und blühen nicht. Rechnen Sie damit, dass Sie große Pflanzen fünfmal im Jahr schneiden müssen, also neben dem Schnitt im August und im Winter noch dreimal während des Sommers.

​Gewächs vor Hauswänden kultivieren

Die Pflanzen brauchen ein stabiles Gestell als Rankhilfe. Außerdem müssen Sie darauf achten, dass die Triebe des Blauregens keine anderen Pflanzen umschlingen oder in Rollladenkästen beziehungsweise hinter der Isolierung der Hauswand wuchern.

Diese Wisteria ist völlig in eine riesige Blaufichte gewachsen. 

Wisteria in einer Blaufichte
Wisteria in einer Blaufichte © Roswitha Gladel

Gehen Sie nach dieser Liste vor, um Schäden am Haus zu vermeiden:

  • Bauen Sie Rankhilfen nicht näher als zwei Meter von Fallrohren, Blitzableitern oder Ähnlichem auf. 
  • Sorgen Sie mit Drähten dafür, dass die Pflanzen außen an den Gerüsten entlang wachsen.
  • Kontrollieren Sie im Sommer monatlich, in welche Richtung die Wisteria wächst.
  • Ergänzen Sie bei Bedarf die Konstruktion durch weitere Drähte.
  • Schneiden Sie rigoros alles ab, was in Richtung des Hauses wächst oder andere Pflanzen umschlingt.
  • Prüfen Sie im Winter, ob die Konstruktion ausreichend tragfähig ist, und erneuern Sie diese bei Bedarf.

Pflege der Pflanzen in Kübeln

Blauregen eignet sich ausgezeichnet für die Haltung im Kübel. Er kann im Sommer im Garten und im Winter in einem kalten Gewächshaus stehen. Die Pflanze braucht im Frühjahr reichlich Phosphatdünger und mehrfach im Jahr einen kräftigen Schnitt. Ziehen Sie die Pflanze als Hochstämmchen.

Entscheiden Sie sofort nach dem Pflanzen, wo die Krone beginnen soll. Entfernen Sie alle Zweige, die unterhalb davon aus dem Stamm wachsen. Schneiden Sie alle übrigen Triebe zurück. Es soll nur eine Knospe je Ast stehen bleiben. Vergessen Sie nicht, den Stamm durch einen Stab zu stützen.

Im zweiten Jahr müssen Sie im Februar und im Juli den Schnitt wiederholen. Sie dürfen nun drei bis fünf Augen stehen lassen. Kappen Sie außerdem den Haupttrieb in der gewünschten Höhe.

Nun beginnt Ihre Wisteria, sich zu verzweigen. Kappen Sie alle Zweige, die unterhalb der Krone aus dem Stamm wachsen, und kürzen Sie den Rest auf drei bis fünf Augen. Der Blauregen im Topf braucht diesen Schnitt im Februar und im Juli.

Nach fünf bis sechs Jahren benötigt der Blauregen keine Stütze mehr. Der Stamm ist ausreichend kräftig, um die Krone zu tragen.

Blauregen vermehren 

Sie können den Blauregen über Samen, Absenker oder Stecklinge vermehren.

Vermehrung des Blauregens

Methode

Maßnahme

Samen

Samen anfeilen und 24 Stunden wässern

in sandig-humoses Substrat geben

Keimtemperatur 15 bis 18 °C

Keimdauer 1 bis 2 Monate

Blüte erst nach 10 Jahren

Stecklinge

von neuen Trieben im Sommer abschneiden

muss mindestens 1 Knospe haben

in sandig-humoses Substrat stecken

feucht halten

Absenker

langen Trieb bis zum Boden leiten

Rinde an der Auftrittstelle einritzen

Wunde 15 cm tief eingraben

im nächsten Frühjahr von der Mutterpflanze trennen

Tipps für eine schöne Blüte

Wenn Ihre Wisteria nicht blüht, können verschiedene Gründe vorliegen. So bekommen Sie die Pflanze zum Blühen:

  • Jungpflanzen blühen erst nach Jahren, Sie müssen Geduld haben.
  • Der Blauregen braucht Sonne, um zu blühen.
  • Schneiden Sie die Wisteria regelmäßig, sie blüht am jungen kurzen Holz nicht an den langen Seitentrieben.
  • Achten Sie auf ausreichende Wassergaben im Frühjahr.
  • Düngen Sie im April mit Superphosphat.
  • Entfernen Sie die langen Wildtriebe.

Kaum eine Pflanze reagiert so stark auf einen Schnitt wie der Blauregen. Wenn Sie ihn nicht schneiden, bildet er nahezu keine Blüten.

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