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Biomedizinisches Krankheitsmodell einfach erklärt

Haben Sie sich schon oft gefragt, warum der eine Mensch krank wird, der andere aber nicht? Diese Phänomene versuchen Krankheitsmodelle zu erklären. Ein biomedizinisches Krankheitsmodell ist eines von ihnen, das salutogenetische ein anderes Modell. Erfahren Sie in diesem Ratgeber, was sich hinter diesen scheinbar komplizierten Begriffen versteckt.

Warum vermehren sich Bakterien?
Warum vermehren sich Bakterien?

Ein biomedizinisches Gesundheitsmodell

Es gibt verschiedene Modelle, mit denen Forscher und Wissenschaftler versuchen zu erklären, warum eine Krankheit entsteht.

  • Ein biomedizinisches Krankheitsmodell geht davon aus, dass Krankheiten nur dann entstehen können, wenn Funktionen des Körpers gestört sind.
  • Solche Störungen können biochemisch oder auch physikalisch bewiesen werden.
  • Unter Biochemie können Sie sich wahrscheinlich nichts vorstellen. Unter dem Begriff versteht man das Fachgebiet, welches sich mit dem Stoffwechsel im Körper von Lebewesen beschäftigt.
  • In Bezug auf das biomedizinische Krankheitsmodell bedeutet dies, dass die Forscher im Labor nachweisen können, warum Sie erkrankt sind. Vielleicht haben sich bei Ihnen im Rahmen der Krankheit Moleküle verändert, Enzyme sind nachzuweisen, Hormone werden vermehrt ausgeschüttet oder andere Veränderungen sind bemerkbar. Ein biomedizinisches Krankheitsmodell verlangt diese Art von Beweisen.
  • Die Physik spielt ebenfalls eine große Rolle bei diesem Gesundheitsmodell. Bei dieser Naturwissenschaft werden in Bezug auf Krankheiten Zustände oder Vorgänge an Atomen, Molekülen und Geweben beobachtet, ohne dass sich der Stoff an sich verändert.
  • Fassen Sie diese beiden Punkte zusammen, erkennen Sie, dass sich das biochemische Krankheitsmodell fast ausschließlich mit den rationellen Entstehungsfaktoren beschäftigt.
  • Dieses Modell steht daher heute gerade bei naturheilkundlich arbeitenden Ärzten und Heilpraktikerin in der Kritik, weil die Psyche und das soziale Umfeld nicht beachtet werden.

Das salutogenetische Krankheitsmodell verstehen

Ein biomedizinisches Krankheitsmodell hat die Krankheit im Fokus, das salutogenetische Modell die Gesundheit.

  • Sie erkennen schon jetzt, dass hier eine grundlegend unterschiedliche Sicht auf den Menschen verherrscht.
  • Aaron Antonovsky, der dieses Krankheitsmodell entwickelt hat, war fasziniert von dem Umstand, dass einige Menschen auch in schweren Situationen nicht erkranken, während andere sogar sterben.
  • Sicherlich haben Sie diese Erfahrung bei sich oder Ihrem Umfeld auch schon einmal gemacht. Jemand trinkt, raucht, ernährt sich offensichtlich ungesund und tut auch sonst scheinbar alles, was der Gesundheit schaden könnte, erreicht aber trotzdem ein hohes Lebensalter.
  • Um so etwas erklären zu können, führte der Forscher zahlreiche Gespräche mit Menschen und erkannte, dass diejenigen, die gesund bleiben, oft über eine bestimmte Lebenseinstellung verfügen. So verstehen die Menschen das, was in ihrem Leben passiert und können damit auf eine gesunde Art mit umgehen. Veränderungen werden nicht als Belastung, sondern als Herausforderung angesehen.

Ein biomedizinisches Krankheitsmodell sucht zusammenfassend die nachweisbare Ursache von Krankheit, das salutogenetische Modell erklärt die Gesundheit anhand von der Einstellung zum Leben.

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