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Bewerbung für einen Ausbildungswechsel schreiben - so geht's

Die Lehre ist angetreten, doch es stellt sich heraus, es ist nicht der richtige Beruf oder nicht die richtige Firma. Wer dann einen Ausbildungswechsel anstrebt und erneut Bewerbungen schreibt, sollte seinen Wechselwunsch gut begründen.

So klappt's mit der Bewerbung.
So klappt's mit der Bewerbung. © Claudia_Hautumm / Pixelio

Wenn's mit der Lehre nicht klappt - Ausbildungswechsel

Manchmal kann es vorgekommen, dass es mit einer angetretenen Ausbildung nicht wie erhofft klappt.

  • Haben Sie eine Ausbildung angetreten und fühlen sich nun bei Ihrem Lehrherrn nicht wohl, weil das Betriebsklima extrem schlecht ist, weil Sie das Gefühl haben, dass Sie nicht gut ausgebildet werden oder weil Sie feststellten, dass diese Tätigkeit beim besten Willen nicht die richtige für Sie ist, überlegen Sie sich zunächst einmal gut, ob ein Ausbildungswechsel sinnvoll ist. Oft bessert sich die Lage durch ein ausführliches Gespräch oder der Beruf beginnt, mit zunehmenden Kenntnissen doch noch Spaß zu machen.
  • Sind Sie zu dem Ergebnis gekommen, dass es zu einem Wechsel keine Alternative gibt, geht es darum, in den Bewerbungsschreiben den Wunsch nach einem neuen Ausbildungsplatz so zu begründen, dass Ihnen der Wechselwunsch als gut durchdachtes Anliegen und nicht als mangelnder Durchhaltewille ausgelegt wird.

So schreiben Sie die Bewerbung

Die Bewerbung bei einem Ausbildungswechsel unterscheidet sich formal nicht von anderen Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz.

  • Wie ein Bewerbungsschreiben um einen Ausbildungsplatz auszusehen hat, wissen Sie ja, denn Sie haben sich ja bereits erfolgreich beworben. Der einzige Unterschied ist, dass Sie nicht nur ein paar Worte zu Ihrer Schulbildung schreiben, sondern auch erklären müssen, dass Sie derzeit bei der Firma XY in Ausbildung sind und warum Sie einen Ausbildungswechsel vornehmen wollen.
  • Bei der Begründung für den Ausbildungswechsel ist es wichtig, dass Sie nicht über den bisherigen Ausbilder in sehr negativer Weise herziehen, denn Ihr potenzieller Ausbilder möchte auch nicht, dass Sie später in gleicher Weise mit ihm verfahren. Auch sollten Sie nicht einfach schreiben, dass die Ausbildung in diesem Beruf nicht so viel Spaß macht, wie Sie sich das erhofften, das wirkt als würden Sie, wenn Ihnen in einem halben Jahr die neue Ausbildung auch keinen Spaß macht, dann eben die nächste probieren.
  • Wenn Sie die Ausbildung in Ihrem bisherigen Beruf weiterführen wollen, können Sie durchaus erklären, dass sich in Ihrem bisherigen Betrieb keiner für Ihre Ausbildung zuständig fühlt und Sie nicht gut ausgebildet werden, es Ihnen aber wichtig ist, dass Sie etwas lernen.
  • Auch dass das Betriebsklima sehr schlecht ist, dürfen Sie erwähnen, wenn es denn wirklich so ist, oder dass Sie schon Monate lang kein Ausbildungsgehalt mehr bekommen haben, es aber zur Begleichung laufender Kosten brauchen. Wichtig ist, dass Sie dies in einem sachlichen Ton anbringen und nicht ausschweifen.
  • Wenn Sie sich bei einem sehr viel größeren Betrieb bewerben, können Sie auch schreiben, dass Sie denken, dort aufgrund vielfältigerer Aufgaben mehr zu lernen. Umgekehrt geht es natürlich auch. Handelt es sich um einen eher kleinen Betrieb, schreiben Sie, Sie erhofften sich, als Auszubildender mehr selbst machen zu dürfen, und auf diese Weise mehr zu lernen.  
  • Möchten Sie in eine andere Branche umsteigen, können Sie erwähnen, dass Sie gerne mehr körperlich arbeiten möchten, weil Sie festgestellt haben, dass eine Bürotätigkeit nicht das Richtige für Sie ist, oder umgekehrt, dass Ihre Tätigkeit körperlich sehr anstrengend ist und Sie deshalb lieber in einem Büroberuf tätig sein möchten.
  • Auch dass im Büro häufig jeder für sich arbeitet, Sie aber gerne mehr mit anderen Menschen zu tun haben oder mehr im Team arbeiten möchten, können Sie als Grund angeben, wenn Sie in eine Branche, in der das zutrifft, wechseln möchten.

Haben Sie vernünftige Argumente für Ihren Wunsch nach einem Ausbildungswechsel, haben Sie auch gute Chancen eine Stelle zu bekommen.

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