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Beschaffungsprogrammpolitik - Erklärung

Im Unternehmensbereich Logisitk müssen Unternehmen eine Beschaffungsprogrammpolitik verfolgen, durch die eine termingerechte Bereitstellung der Produkte, in der geforderten Menge und in der richtigen Qualität, gewährleistet werden kann.

Die Beschaffungsprogrammpolitik ist in der Logistik beheimatet.
Die Beschaffungsprogrammpolitik ist in der Logistik beheimatet.

Was Sie benötigen:

  • Produktionsprogramm
  • Beschaffungsprogramm
  • Lieferanten
  • Unternehmensstrategie

Beschaffungsprogrammpolitik - eine Einführung

Das Beschaffungsprogramm leitet sich aus dem Produktionsprogramm ab und beinhaltet die zu beschaffenden Teile mit der benötigten Menge, den gewünschten Lieferzeitpunkt und die erforderliche Qualität. Die Beschaffungsprogrammpolitik umfasst dabei alle nötigen Maßnahmen, die für die Festlegung und Umsetzung des Beschaffungsprogramms notwendig sind. Dabei untergliedert sich diese in verschiedene Bereiche.

  • Im Bereich der Qualitätspolitik etwa soll das Bereitstellen der optimalen Materialqualität gewährleistet werden. Zentral dabei ist vor allem die Frage, welche Qualität Sie durch Einsatz eines Rohstoffs erreichen können und was es kostet. Führt der Einsatz von Kunststoff und Eisen aus Qualitätsgesichtspunkten zu gleichen Ergebnissen, so werden Sie sich für Kunststoff entscheiden, da dieser wesentlich preiswerter ist.
  • Bei dieser Prüfung können bestimmte Materialien auch aus dem Beschaffungsprogramm eliminiert werden oder Neue hinzukommen.
  • Im Hinblick auf die kostenoptimale Beschaffung spielt die Mengenpolitik eine wichtige Rolle. Mit dem Lieferanten wird, unter Berücksichtigung von bestimmten Preisnachlässen bei bestimmten Mengen, der langfristige Bedarf abgestimmt und ggf. in einem Rahmenvertrag festgehalten.
  • Die zu beschaffenden Güter sind im Vorfeld zu kategorisieren (z. B. ABC-Analyse) und so eine Wichtigkeit zuzuordnen.
  • Im nächsten Schritt werden in der Terminpolitik die Liefertermine, mit Nachsicht auf die Lieferfähigkeit des Lieferanten, festgelegt. In diesem Bereich ist es gängig, dass dem Lieferanten bestimmte Konventionalstrafen drohen, sollte er abgestimmte Liefertermine kurzfristig schuldhaft nicht einhalten können.

Anknüpfungspunkte an die Beschaffungsprogrammpolitik

  • Die mit dem Lieferanten abgestimmten Mengen und die Qualität werden vom Qualitätsmanagement in der Regel stichprobenhaft geprüft. Häufig wird eine hausinterne Liste geführt, die die Zuverlässigkeit des Lieferanten und die Zufriedenheit mit ihm widerspiegelt.
  • Neue Lieferanten oder Lieferanten, die in der Vergangenheit öfters negativ aufgefallen sind, werden häufiger kontrolliert und spielen je nach Lieferumfang und Verfügbarkeit alternativer Anbieter in den strategischen Planungen eine untergeordnete Rolle.

Die Beschaffungsprogrammpolitik hat damit eine äußert hohe Wichtigkeit für ein Unternehmen und macht eine mittel- bis angfristige Planung erst möglich.

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