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Bauantrag stellen - so geht's

Wer ein eigenes Haus bauen möchte, steht vor vielfältige Aufgaben. Zu Beginn des Projektes stellen Sie den Bauantrag mit entsprechenden Dokumenten.

Baupläne gehören zum Bauantrag.
Baupläne gehören zum Bauantrag.

So reichen Sie Ihren Bauantrag ein

In den zuständigen Städten und Gemeinden gibt es die Bauämter. Diese sind als kommunale Ämter einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft für Bauangelegenheiten zuständig. Hier unterscheidet man zwischen der Bauaufsichtsbehörde - auch Bauordnungsamt genannt - und dem Bauplanungsamt. Fragen Sie bei Ihrer Gemeindeverwaltung nach, welche Stelle für das Baugenehmigungsverfahren zuständig ist.

Empfehlenswert ist eine persönliche Vorstellung bei der zuständigen Bauamtsabteilung. Hier können Sie bereits im Vorfeld mögliche Probleme klären. Vereinbaren Sie am besten einen Termin. Prüfen Sie auch, ob Ihre Stadt den Bauantrag per Post oder online wünscht.

Mit einer Bauvoranfrage, dem kleinen Genehmigungsverfahren, erhalten Sie eine erste Auskunft dazu, ob Ihr Grundstück bebaubar ist. Sie erfahren dabei die beim Bau einzuhaltenden Vorschriften. Die förmliche Bauvoranfrage erwirkt einen Bauvorbescheid. Sie können die Voranfrage vor dem Grundstückserwerb stellen.

Jedes Bundesland hat eigene Vorgaben für den Bauantrag. In Bayern bietet das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr die entsprechenden Formulare online zum Download an.

Stellen Sie diese Unterlagen zusammen

Jedes Bauamt benötigt seine eigenen Formulare. Die Formulare für einen Bauantrag sind meist selbsterklärend. Im Grunde füllen Sie diese nur aus. Dabei geht es um Fragen zur Baubeschreibung, zum Bauherrn und Bauunternehmen beziehungsweise Architekten.

Dem Antragsformular fügen Sie einen amtlichen, objektbezogenen Lageplan, Freiflächenplan und Außenanlageplan hinzu. Diese Unterlagen haben Sie in der Regel durch den Kauf erhalten. Ansonsten ersuchen Sie das Katasteramt Ihrer Stadt um Übersendung dieser Unterlagen.

Ihr Architekt oder Bauunternehmen hat die Bauzeichnungen Ihres neuen Hauses angefertigt. Sie benötigen diese in Form einer Grundriss-, Ansichts-, Ausführungs- und Detailzeichnung. Fügen Sie diese Unterlagen ebenfalls dem Antragsformular zu.

Beauftragen Sie Ihren Architekten beziehungsweise Ihr Bauunternehmen zusätzlich mit der Erstellung der konkreten Bauberechnungen hinsichtlich Bruttorauminhalt, Größen der Zimmer (in Quadratmetern) sowie Berechnung der Bauaußenmaße, Dachneigungen und Stellflächen. Sie benötigen diese ebenfalls für Ihren Antrag bei der Behörde.

Ihr Architekt wird Sie auf spezielle Problemstellungen bei der zu erwartenden Genehmigung hinweisen. Diese betreffen unter anderem Baumfällungen oder eine wasserrechtliche Erlaubnis. Die für das Baugenehmigungsverfahren notwendigen Unterlagen stellt Ihr Architekt für Sie zusammen. Zusätzlich zu den genannten Formalitäten der Bauvorlagen müssen dem Antrag Nachweise zum baulichen Brand-, Wärme- und Schallschutz beiliegen.

Halten Sie als Bauherr regelmäßig Kontakt zu Ihrem Bausachbearbeiter. So erfahren Sie direkt, welche Unterlagen Sie zusätzlich bereitstellen müssen. Außerdem können Sie somit den Werdegang Ihres Antrags bis zur Genehmigung selber verfolgen.

Die formalen Dokumente für einen Bauantrag

  • Antragsformular
  • Baubeschreibung
  • Bautätigkeitsstatistik
  • Amtlicher Lageplan
  • Auszug aus dem Liegenschaftskataster
  • Bauzeichnungen im Maßstab 1:100
  • Weitere vom Vorhaben abhängige Unterlagen
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