Was Sie benötigen:
  • Holzbretter (mind. 2 cm Breite)
  • Holzleim
  • wasserfeste Folie (mind. 20 cm x 20 cm)
  • mehrere Nägel und/oder Schrauben
  • gewöhnliche Handsäge
  • Hammer
  • Bohrmaschine

Rotkehlchen bevorzugen bei der Wahl ihres Nistplatzes die Nähe zum Boden. Schutz vor Feinden ist daher besonders wichtig. Dieser wird erreicht, indem das Rotkehlchen sein Nest in gut versteckten, kaum erreichbaren Nischen in Felswänden, Böschungen oder in den unteren Zweigen der Nadelbäume errichtet. Beim Bau eines Nistkastens für Rotkehlchen sollten Sie stets ungehobeltes, ungeschliffenes Holz verwenden. Dieses entspricht den natürlichen Gegebenheiten und dient als Kletterhilfe für die Jungtiere. Verwenden Sie für die nachfolgende Bauanleitung ausschließlich Holzbretter ab einer Breite von 2 cm. Bevorzugt wird dabei heimisches Fichten- oder Tannenholz, da Rotkehlchen beim Bau natürlicher Nester ebenfalls, aufgrund der in Bodennähe wachsenden Zweige zum Schutz, Nadelbäume vorziehen. Alternativ können Sie aber auch Buchen-, Eichen- oder Erlenholz verwenden.

Bauanleitung für einen Nistkasten - so geht's

  1. Beginnen Sie für diese Bauanleitung mit dem Zuschneiden der quadratischen Bodenplatte. Als Maß sollten Sie hierfür 12 cm festlegen.
  2. Anschließend werden die vier Außenwände zurechtgeschnitten. Beginnen Sie mit den Seitenwänden. Als Maß nehmen Sie hierfür 14 cm x 26 cm (für die Rückseite) und 14 cm x 23 cm (für die Vorderseite), somit erhält der Brutkasten für Rotkehlchen eine schöne Dachschräge. Schneiden Sie für die Rückenwand eine Holzplatte auf die Maße 16 cm x 26 cm und für die Vorderwand eine Platte auf 12 cm x 23 cm zu.
  3. Anschließend benötigen Sie ein Einflugloch auf der Vorderseite. Setzen Sie hierfür einen Radius von 5 bis 6 cm an. Diese Größe reicht für Rotkehlchen völlig aus und verhindert, dass größere Vogelarten den Nistplatz besetzen. Um das Einflugloch aus dem Holz zu bekommen, zeichnen Sie dieses mit einem Bleistift vor. Daraufhin nehmen Sie eine Bohrmaschine zur Hand und bohren an der vorgezeichneten Linie entlang zahlreiche kleine Löcher. Somit lässt sich das Loch mit einem Hammer ausstanzen. Damit für die Rotkehlchen keine Verletzungsgefahr besteht, sollten Sie das Einflugloch folglich etwas abschleifen.
  4. Für die Deckelplatte benötigen Sie ein Maß von 17 cm x 17 cm.
  5. Nachdem alle Teile zugeschnitten sind, befestigen Sie die Seitenwände und anschließend die Rückenwand an der Bodenplatte. Hierzu verwenden Sie am besten Holzleim. Alternativ können Sie die Wände auch mit kleinen Nägeln an der Bodenplatte festnageln.
  6. Für die Vorderseite benötigen Sie zwei mittellange Nägel. Die Vorderwand so anzubringen, dass sie sich später wieder öffnen lässt, erfordert jedoch etwas Geschick. Bringen Sie hierzu die Vorderwand in ihre Position und nageln jeweils einen Nagel durch die linke und rechte Seitenwand in die Vorderseite. Diese kann dadurch nach vorne geöffnet werden. Die Nägel dienen dazu als Drehachse. Selbstverständlich können Sie anstatt der Nägel auch zwei Bohrlöcher vorbohren und die Vordertüre mit Schrauben befestigen. Um zu verhindern, dass sich die Vorderseite ungewollt öffnet, bohren Sie in Nähe der Bodenplatte ein weiteres Loch durch die Seitenwand in die Vorderwand, durch das Sie einen Verriegelungsnagel stecken.
  7. Zum Schluss muss das Dach mit Holzleim angebracht werden. Überziehen Sie dieses nach dem Befestigen noch mit einer wasserfesten Folie, die das Nest vor Regen schützt. Befestigen Sie die Folie mit Holzleim und einigen kleinen Nägeln.
  8. Beim Aufhängen müssen Sie den Brutkasten unbedingt in unmittelbarer Bodennähe anbringen, um auch tatsächlich Rotkehlchen anzulocken. Suchen Sie hierzu einen Ort aus, der weder Lärm noch irgendwelchen Gefahren (Hochwasser etc.) ausgesetzt ist. Bevorzugte Plätze sind beispielsweise mit Gestrüpp bewachsene Böschungen oder kleinere Felswände. Platzieren Sie Ihren selbst gebauten Nistkasten, gut gesichert, in einer Nische oder befestigen Sie ihn in den unteren Zweigen einer dicht bewachsenen Fichte oder Tanne. Und nicht vergessen: Das Vogelnest muss mindestens einmal jährlich aus dem Nistkasten genommen werden, um zu vermeiden, dass sich Ungeziefer darin festsetzt!