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Azaleen - Krankheiten verhindern durch richtige Pflege

Azaleen lassen vor allem während der Blüte im Frühsommer das Gärtnerherz höher schlagen. Vorausgesetzt, sie werfen keine Blätter ab und blühen reichlich. Doch Krankheiten, die durch Unterversorgung mit Nährstoffen und Gießfehler begünstigt werden, können genau diese Probleme verursachen.

Eine reichhaltige Blüte erfreut das Gärtnerherz.
Eine reichhaltige Blüte erfreut das Gärtnerherz.

Reich blühende Gartenazaleen und kleinblütige Japanische Azaleen sind vor allem während der Blüte ein echtes Highlight im Garten. Manchmal schwächeln die Pflanzen jedoch und sehen kränklich aus.

Wenn Azaleen gelbe Blätter bekommen

  • Wenn das Grün von Azaleen gelblich wird, handelt es sich häufig nicht um irgendwelche Krankheiten, sondern um eine Mangelerscheinung. Diese können Sie mit der Gabe von stickstoffhaltigem Dünger bekämpfen.
  • Werden die Blätter gelb, doch die Blattadern bleiben grün sichtbar, handelt es sich meist um eine Chlorose - ein Chlorophyllmangelsymptom. Beheben lässt sich dieser Mangel häufig durch Verbesserung der Bodenstruktur.
  • Azaleen mögen es, wenn der Wurzelbereich kühl bleibt. Wenn möglich, sollten Sie sie deshalb an einem halbschattigen Standort pflanzen. Achten Sie jedoch auf Wurzelkonkurrenz, wenn Sie die Pflanze unter einen flach wurzelnden Baum setzen. Saugt ein naher Baum zu viele Nährstoffe aus dem Boden oder führen seine Wurzeln zu Platzmangel im Erdreich, hilft auch die beste Nährstoffzufuhr von Menschenhand nicht mehr.

Ausreichende Nährstoffversorgung stärkt gegen Krankheiten

Während die meisten Gartenpflanzen mit handelsüblicher Garten- oder Muttererde zurechtkommen und auch an Düngemittel keine besonderen Ansprüche stellen, ist das bei Azaleen etwas anders.

Viele Hobbygärtner meinen, Azaleen bräuchten keinen Schnitt. Dies ist nicht korrekt. …

  • Möchten Sie Azaleen in Ihren Garten pflanzen, sollten Sie das Pflanzloch großzügig ausheben und zum Teil mit spezieller Rhododendron- und Azaleenerde füllen. Dann setzen Sie das Gehölz hinein und füllen die Vertiefung mit der Spezialerde auf.
  • Gleichmäßige Feuchtigkeit wird länger im Erdreich gehalten, wenn Sie die Erde um den Wurzelballen herum mit einer Mulchschicht bedecken. Das Material sollte allerdings nicht zu frisch sein, damit es der Erde durch dessen Zersetzungsprozess nicht allzu viel Stickstoff entzieht.
  • Für die Düngung sollten Sie einen speziellen Rhododendron- und Azaleendünger verwenden. Dieser hat die richtige Zusammensetzung, um Mangelerscheinungen vorzubeugen, was die Anfälligkeit für Krankheiten reduziert. Nach der Wachstumsperiode kann eine Kaliumgabe die Pflanze zusätzlich abhärten. Seien Sie jedoch grundsätzlich vorsichtig mit der Dosierung und halten Sie sich strikt an die Packungsanweisungen.

Richtiges Wässern und Ausputzen jüngerer Pflanzen

  • Gießen Sie nur bei Bedarf und dann großzügig und durchdringend. Ist eine ältere Pflanze nach einem heißen Tag lediglich leicht schlapp, zeigt sich am nächsten Morgen allerdings wieder erholt, können Sie mit dem Gießen noch bis zum Abend warten. Vermeiden Sie es allerdings, dass der Wurzelballen komplett austrocknet, denn dann ist es schwierig, ihn wieder aufzuweichen. Bei jüngeren Pflanzen sollten Sie deshalb nicht mit dem Wässern warten.
  • Grundsätzlich und ohne Kontrolle der Bodenfeuchtigkeit täglich zu wässern, kann allerdings zu Staunässe führen und begünstigt Krankheiten.
  • Damit die Pflanze nicht unnötig viel Kraft in die Samenbildung steckt, sollten Sie Verblühtes nach der Blüte von Hand ausbrechen. Dies ist vor allem für die Entwicklung jüngerer Exemplare wichtig. Bei älteren Pflanzen, bei denen Sie das Größenwachstum nicht mehr großartig fördern möchten, ist das Ausputzen nicht mehr notwendig.
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