Anleitung - Orchideen pflegen
Lange Zeit waren Orchideen ein teures und aufwendiges Vergnügen. Bis zur Entdeckung moderner Zuchtmethoden mussten die exotischen Blumen direkt in den tropischen Regenwäldern gesammelt und zuhause angekommen, unter schwierigen Bedingungen gepflegt werden. Seit einiger Zeit sind auch robustere Orchideen-Arten erhältlich, deren Pflege jedem leicht fällt, der die Eigenheiten dieser Pflanze kennt.
- 09.07.2010 Alexandra Forster
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
- Orchideen-Substrat
- Orchideen-Dünger
- Für die Pflege von Orchideen kommt es darauf an, dass Sie Ihre Orchidee an einen Platz stellen, an dem sie genug Licht bekommt, aber nie in der prallen Mittagssonne steht. Im Winter müssen Sie darauf achten, die Orchidee von der warmen Heizungsluft fern zu halten.
- Der größte Fehler bei der Pflege von Orchideen ist zu häufiges Gießen. Wässern Sie Ihre Orchidee im Winter einmal, im Sommer zweimal die Woche. Dazwischen müssen die Wurzeln der Orchidee trocknen können, um nicht zu verfaulen.
- Wässern Sie Ihre Orchideen mit zimmerwarmem Wasser. Halten Sie die Pflanze ohne Übertopf über ein Spülbecken und lassen Sie so viel Wasser in den Topf fließen, bis es unten aus dem Topf heraus läuft und sich das Substrat mit Feuchtigkeit aufgesogen hat. Bevor Sie die Pflanze wieder in den Übertopf zurück stellen, muss das Wasser vollständig abgetropft sein.
- Die meisten „Anfänger-Orchideen“, also Kreuzungen, vertragen gewöhnliches Leitungswasser. In Gegenden mit hartem Wasser sollten Sie Ihr Leitungswasser mit einem handelsüblichen Wasserfilter filtern oder Regenwasser verwenden.
- Um Staunässe zu vermeiden, können Sie zusätzlich einige Kieselsteinchen zwischen den Blumentopf und den Übertopf legen.
- Wichtig für die Pflege: Versuchen Sie die Blätter Ihrer Orchidee beim Gießen nicht nass zu machen, da sie sonst anfällig für Pilzbefall wird.
- Orchideen können nur deshalb ohne Erde wachsen, weil sie kaum Nährstoffe benötigen. Daher ist auch Überdüngung ein häufiger Fehler bei der Pflege von Orchideen. Nur wenn ein neuer Trieb entsteht, braucht Ihre Pflanze etwas Orchideen-Dünger. Wächst sie gerade nicht, brauchen Sie sie nicht zu düngen. Im Sommer reicht es alle 4 Wochen zu düngen, im Winter alle 8 Wochen.
- Orchideen werden etwa alle 3 Jahre umgetopft. Das dazu nötige Orchideen-Substrat erhalten Sie in jedem größeren Gartencenter. Benutzen Sie keine Blumenerde, da die Wurzeln darunter verfaulen würden.
- Nach der Blüte können Sie den Orchideenzweig bis zur dritten Knospe von unten abschneiden, damit die Orchidee noch einmal blüht. Ist auch die zweite Blüte verblüht, schneidet man den Orchideenzweig ganz unten ab – hierbei jedoch unbedingt Unterschiede einzelner Orchideenarten beachten.
- Jede Orchidee verfällt einmal im Jahr in eine Ruhepause, in der sie weder Blüten noch Triebe bildet. Gießen Sie Ihre Pflanze dann wenig und düngen Sie sie nicht. In dieser Zeit sterben auch viele Blätter ab, die Sie entfernen können. Im Idealfall sollten Sie Ihre Orchidee in einen kühlen Raum stellen, bis sie wieder zu wachsen beginnt.
