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Anleitung - Gartenhaus-Fundament selber bauen

Der eigene Garten – hier ist Platz für einen Tisch auf der Terrasse, die Hängematte, den Liegestuhl oder das Gehege der Haustiere. Falls es doch mal etwas eng wird, kann der Bau eines Gartenhauses für Stauraum sorgen oder als schattiges Plätzchen herhalten. Damit das Haus die Jahre bruchfeste übersteht, ist ein solides Gartenhaus-Fundament unverzichtbar.

Ein Gartenhaus-Fundament selber zu bauen erfordert handwerkliches Geschick.
Ein Gartenhaus-Fundament selber zu bauen erfordert handwerkliches Geschick.

Was Sie benötigen:

  • Spaten
  • Schaufel
  • Hammer
  • Wasserwaage
  • Mineralbeton
  • Splitt
  • Pflastersteine oder Waschbetonplatten
  • Rüttelplatte
  • gegebenenfalls Maurermörtel, Betonmischung, Verschalung oder Bretter, Holzplatten für den Boden
  1. Zuerst müssen Sie die Fläche des Gartenhauses abstecken und den Untergrund einebnen. Unebenheiten können Sie mit Spaten und Schaufel ausgleichen. Kontrollieren Sie am Ende mit der Wasserwaage an mehreren Stellen, ob der Boden eben ist. Wenn nicht bessern Sie unbedingt nach. Das Gartenhaus-Fundament muss zwingend gerade sein, sonst stehen nicht nur Ihr Gartenhaus schief, sondern auch die Gegenstände darin.
  2. Das Fundament besteht aus drei Schichten: dem Mineralbeton, dem Splitt und den Pflastersteinen oder Waschbetonplatten. Mineralbeton ist nicht zu verwechseln mit üblichem Beton. Mineralbeton ist ein Gemisch grober Kiese und Splitte und muss nicht angemischt werden, besteht also auch nicht aus Zement. Er ist handlicher aber weniger langlebig und dicht als Beton. Diese Unterschiede wären beim Bau einer Straße gravieren, jedoch nicht für ein Gartenhäuschen, das weder schwerer Belastung ausgesetzt ist, noch häufig abgenutzt wird. Es ist also absolut ausreichend, stabil und günstig hier den Mineralbeton zu nehmen.
  3. Messen Sie das Volumen (in Kubikmeter) ihres Gartenhaus-Fundamentes aus, um die richtige Menge Mineralbeton und Splitt zu kaufen. Der Mineralbeton sollte dabei zwischen 10-15, der Splitt zwischen sechs und sieben Zentimeter hoch sein. Für den Kauf der Steine oder Platten reicht natürlich die Quadratmetergröße.
  4. Verteilen Sie zuerst den Mineralbeton gleichmäßig auf der abgesteckten Fläche. Das Gemisch muss nun mittels einer Rüttelplatte verdichtet werden. Die Maschine können Sie in jedem größeren Baumarkt für etwa 50-70 Euro pro Tag mieten. Nach etwa 15 bis 20 Minuten sollte die Schicht für ein übliches Gartenhaus dicht genug sein. Messen Sie nun nochmals nach, ob der Boden im Wasser steht.
  5. Nun verteilen Sie den Splitt darauf. Legen Sie auch danach die Wasserwaage an und kontrollieren Sie die Ebenmäßigkeit. 
  6. Jetzt können Sie die Pflastersteine oder Waschbetonplatten auflegen. Klopfen Sie sie mit einem Hammer leicht an. In der Regel liegen sie dadurch fest genug an. Sie können aber auch einen Maurermörtel anrühren und die Steine oder Platten damit auf dem Splitt festkleben. Nun steht ihr Fundament und Sie können mit dem Aufbau des Gartenhauses beginnen.
  7. Es gibt eine alternative Möglichkeit das Fundament zu stabilisieren, sie ist aber mit erheblichem Mehraufwand verbunden, der sich in der Regel für ein Gartenhaus kaum lohnt. Dabei wird das Fundament mittel eines Betonrandes verstärkt. Für diejenigen, die es dennoch perfekt aufbauen wollen, folgt nun die Anleitung.

Ein stabiles Fundament für das Gartenhaus bauen

  1. Graben Sie mit einem Spaten etwa 40 Zentimeter tief in den Boden und lassen sie nach oben nochmals 15-20 Zentimeter überstehen. Für die überstehende Höhe benötigen Sie eine Verschalung. Auch das finden Sie im Baumarkt oder behelfen sich einfach mit einer Bretterkonstruktion.
  2. Mischen sie zuerst den Beton an und füllen Sie anschließend den Graben vollständig damit aus. Es wird etwa zwei Tage dauern bis er so fest ist, dass Sie nun mit dem Bau des Fundaments, wie oben beschrieben, beginnen können. Insgesamt braucht der Betonrand zwei Wochen bis er vollständig aushärtet. Solange sollten Sie mit dem Aufbau des Gartenhauses noch warten.
  3. Für beide Bauweisen gilt: Wenn ihr Gartenhaus keinen Boden hat, empfiehlt es sich trotzdem einen Boden, z.B. aus Holz, einzubauen, damit sich weniger Kleintiere einnisten. Das Gartenhaus muss dann mit dem Boden abschließen.
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