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Adventskalender für die Grundschule - Füllungsratschläge

Adventskalender sind bei Kindern beliebt. In der Grundschule können Sie den Spaß des Öffnens des Kalenders mit Aufgaben und Zählspielen verknüpfen.

Karten und kleine Beutel ersetzen die klassischen Kalendertürchen.
Karten und kleine Beutel ersetzen die klassischen Kalendertürchen.

Im Dezember können Kinder jeden Tag ein kleines Stück Weihnachten feiern. Das Öffnen der Türen des Adventskalenders steigert die Vorfreude auf das Fest. 

Wo der Adventskalender herkommt

Die heute in der Familie und in der Grundschule beliebten Kalender gehen auf Martin Luther zurück. Früher bekamen Kinder ihre Geschenke am Nikolaustag. Weil Luther die Verehrung des heiligen St. Nikolaus ablehnte, änderte er die Tradition. Die Bescherung fand danach am Heiligen Abend statt.

Um ihren Kindern die Wartezeit angenehmer zu machen, entwickelten die Protestanten Bräuche wie den Adventskalender. Sie machten jeden Tag im Dezember einen Kreidestrich an die Tür oder sammelten Strohhalme. In wohlhabenden Familien erhielten die Kinder jeden Tag bis zum 24. Dezember eine süße Kleinigkeit.

1902 erschien der erste richtige Adventskalender. Wenn Sie gern basteln, können Sie Kindern als Lehrer in der Grundschule mit einem selbst gemachten Kalender eine Freude bereiten.

Weihnachtsbräuche anderer Länder kennenlernen

Eine schöne Möglichkeit, Adventskalender selbst zu gestalten, besteht darin, kleine Kartons mit Inhalt zu füllen. Statt der klassischen Süßigkeiten kommen andere Dinge in die Kisten hinein. In jedem der Kartons können Sie einen Text hinterlegen, der von den Weihnachtsbräuchen in anderen Ländern berichtet. Diesen lesen Sie selbst vor oder ein Kind liest die Geschichte laut.

Eine Alternative zu den Geschichten über andere Länder sind Aufkleber, mit denen Sie auf einer Weltkarte das Land markieren. Sie kleben den Aufkleber auf das Land und lassen die Kinder erzählen, was sie bereits über das jeweilige Land und dessen Weihnachtsbräuche wissen. Die Kinder fühlen sich dadurch eingebunden und sind stolz, ihr Wissen zu präsentieren.

Jeden Tag eine andere regionale Tradition erleben

Das Wissen um regionale Traditionen zur Adventszeit fördern Sie, indem Sie in einen Karton eine Kleinigkeit legen, die mit Weihnachten assoziiert ist. Das kann ein Strohstern sein, eine Bastelanleitung für einen Papierstern, eine Kerze oder ein weihnachtliches Bild zum Ausmalen. Jeden Tag erhält ein anderes Kind den Karton und darf ihn für einen Tag mit nach Hause nehmen.

Am nächsten Tag berichtet das Kind davon, was in der Familie mit dem Gegenstand geschah. Wichtig ist, dass Sie bei dieser Art von Adventskalender die Eltern der Kinder in der Grundschule vorher in das Vorhaben einweihen. So wissen Mutter und Vater Bescheid, wenn das Kind den Karton mitbringt.

Adventskalender mit Süßem füllen

Die klassische Füllung für Adventskalender - Süßigkeiten - ist in der Grundschule kein Tabu. Statt Schokolade zu verwenden, können Sie mit den Kindern gemeinsam Kekse backen. Jedes Türchen des Kalenders oder des Kartons füllen Sie mit einem Keks. Kinder lieben Naschereien und Süßes. Durch das gemeinsame Backen erwerben sie zudem Wissen über Backzutaten und das Entstehen der Köstlichkeiten.

Den Adventskalender gestalten

Eine einfache Möglichkeit, den Adventskalender zu gestalten, sind Bäumchen aus zusammengerolltem grünen Karton. Diese können Sie mit den Kindern in der Grundschule basteln. Sie schneiden ein quadratisches Blatt Karton diagonal durch. Es entstehen zwei Dreiecke. Rollen Sie diese so zusammen, dass eine zylindrische Form, ein Weihnachtsbaum, daraus resultiert. Unter den Baum aus Karton lagern Sie die Geschenke für jeden Adventstag.

Texte und Geschichten in Textform bringen Sie in kleinen Karten unter. Falten Sie mit den Kindern Karten aus rotem Karton, indem Sie den Karton mittig falten. Dort hinein legen Sie die Texte, fixieren diese mit einer Wäscheklammer und hängen die Karten an einer Schnur auf.

Einem echten Adventskalender ähnelt ein großer Bilderrahmen, in dessen Mitte Sie Anhänger mit Haken befestigen. Spannen Sie in die Mitte des Bilderrahmens einen Karton. Auf dem Karton befestigen Sie Haken zum Aufkleben. An die Haken hängen sie die Geschenke, etwa Anhänger oder kleine Säckchen mit dem Geschenk.

Größere Geschenke oder Kartons können Sie gemeinsam mit den Kindern in der Grundschule bunt bekleben oder in Geschenkpapier einwickeln. Stellen Sie die Kartons in ein Regal, das als Adventskalender dient.

Wer darf das Türchen öffnen?

Das Öffnen der Türchen gestalten Sie über Zählspiele. Ordnen Sie beispielsweise die Kinder anhand ihrer Vornamen alphabetisch und weisen Sie jedem Kind eine Zahl zu. Diese Zahl ist das Datum des Adventstages, an dem es eine Tür aufmachen darf. Auf diese Weise wissen die Kinder von Anfang an, an welchem Datum sie dran sind.

Lassen Sie den Zufall entscheiden, wenn die Kinder würfeln. Wer eine Sechs würfelt, kommt jeweils in die nächste Runde, in der erneut gewürfelt wird, bis ein Kind übrig bleibt. Dieses Kind hat die Sechs am häufigsten gewürfelt und darf die Tür öffnen.

Die Rechenfähigkeiten der Grundschüler fördern Sie, indem Sie das Öffnen der Türchen mit mathematischen Aufgaben verbinden. Teilen Sie die Kinder in die vier Ecken des Raumes auf. Stellen Sie Rechenaufgaben. Wer die Lösung als Erstes ruft, darf in die nächste Ecke gehen. Wer zuerst eine komplette Runde schafft, darf das Türchen öffnen.

Alternativ lassen Sie die Kinder zählen, beginnend bei 1. Bei jeder Zahl, die eine 4 enthält oder durch 4 teilbar ist, muss ein anderes Wort (zum Beispiel Tannenbaum) gesagt werden. Das Kind, welches keine Fehler macht, darf das neue Türchen öffnen.

Als Lehrer verknüpfen Sie das Öffnen der Türchen mit einer Aufgabe aus der Mathematik oder den Inhalten anderer Fächer. Das fordert die Kinder heraus, gibt ihnen Erfolgserlebnisse und macht durch den spielerischen Aspekt Spaß. Gemeinsames Basteln fördert die Feinmotorik der Kleinen und das Backen von Keksen das Wissen um Nahrungsmittel. So ist der Adventskalender im Sinne der Pädagogik wertvoll und lehrreich.

Halten Sie als Lehrer unbedingt ein Auge darauf, dass das Öffnen der Türchen gerecht vonstatten geht. Führen Sie eine Liste, welches Kind wann ein Geschenk erhalten hat. Achten Sie darauf, dass jedes Kind mindestens einmal dran kommt.

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