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Ab wann Baby ins eigene Zimmer bringen? - Erfahrungsbericht einer 7fachen Mutter

Was gibt es Schöneres, als sein kleines Baby bei sich im Bett schlafen zu lassen? Den Duft einzuatmen, es atmen zu hören, es zu betrachetn? Jede Mutter genießt diese erste, sehr intime Zeit. Aber wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, das Baby ins eigene Zimmer zu bringen? Die Entscheidung fällt vielen Müttern schwer und ist individuell zu treffen. Ich kann Ihnen versichern, dass der richtige Zeitpunkt nicht einfach festgesetzt werden kann, hier muss jede Mutter für sich selber entscheiden.

Der Zeitpunkt, wann das Baby im eigenen Zimmer schläft, sollte individuell bestimmt werden.
Der Zeitpunkt, wann das Baby im eigenen Zimmer schläft, sollte individuell bestimmt werden.

Genießen Sie die erste Zeit mit Ihrem Baby

Geht es Ihnen auch so, dass Sie Ihr kleines Baby direkt bei sich haben möchten? Es betrachten, mit ihm schmusen, es behüten möchten? Kommt Ihnen jede Minute, die Sie ihm nicht nahe sein können, wie eine Ewigkeit vor? Das ist normal, auch bei meinem siebten Baby hat dieses Verlangen nicht nachgelassen. Ich empfehle Ihnen, diese Zeit zu genießen, sie vergeht viel zu schnell.

  • Ein Baby muss nicht sofort ins eigene Zimmer, Sie können es selbstverständlich mit in Ihr eigenes Bett nehmen. Haben Sie keine Angst, sich im Schlaf eventuell über Ihr Baby zu wälzen. Ihr natürlicher, mütterlicher Instinkt lässt dies nicht zu. Im Gegenteil, Sie werden feststellen, wie Sie bei jedem kleinen Laut, den Ihr Liebling von sich gibt, sofort hellwach sind. Mir ging es so, dass ich unruhig wurde, wenn mein Baby mal ganz ruhig war. Ich habe gelauscht, ob es noch atmet - was es natürlich noch tat. Es war für mich stets eine schöne, innige Zeit.
  • Wenn Sie Ihr Baby stillen, ist dies im gemeinsamen Bett ganz einfach. Sie müssen nicht aufstehen, stillen Ihr Baby im Schlaf. Muttermilch ist sehr bekömmlich. Achten Sie bei Ihrer eigenen Ernährung darauf, keine blähenden Lebensmittel zu sich zu nehmen, dann muss Ihr Baby nicht unbedingt ein Bäuerchen machen. Sie beide schlafen nach dem Stillen wieder ein.
  • Sie geben Ihrem Kind so viel Geborgenheit, Ihre körperliche Nähe ist ganz wichtig. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meine Kleinen bei mir im Bett meist ganz friedlich schliefen, besser, als im eigenen Zimmer.

Für mich war diese erste Zeit jedes Mal etwas Besonderes. Niemals hätte ich mein kleines Schätzchen schon zu diesem Zeitpunkt ins eigene Zimmer bringen können.

Zunächst ins eigene Bett

Irgendwann, so mit sechs Monaten, wurde es mir zu eng im gemeinsamen Bett. Ich wollte mich wieder richtig ausstrecken. Deshalb habe ich das kleine Bettchen in unser Schlafzimmer gestellt und dort das Baby schlafen lassen. Das Stillen wurde hierdurch jedoch direkt aufwendiger, weil ich nun aufstehen musste. Dies hatte aber den Vorteil, dass meine Kleinen begannen, länger am Stück zu schlafen, weil sie nicht mehr an der Brust einschliefen. Dennoch war ich immer in der Nähe, um  jede Regung mitzubekommen. Für mich war das sehr wichtig.

Der Umzug ins eigene Zimmer

Irgendwann mussten alle meine Kleinen ins eigene oder gemeinsame Zimmer, das Wann war immer unterschiedlich. Es gab keinen festen Zeitpunkt. Bei mir hat es sich jeweils entwickelt. Mein erstes Baby blieb so lange bei mir, bis das Geschwisterchen geboren wurde. Da beide nur ein Jahr auseinander sind, zog mein erstes Kind mit einem Jahr ins eigene Zimmer. Das Geschwisterchen folgte nach einem Dreivierteljahr. Bei meinen anderen Kindern hat sich der Zeitpunkt leicht verschoben, mein Kleinster hat als Nesthäkchen beinahe zwei Jahre bei mir geschlafen. Erst dann ist er zu seinen Geschwistern ins Zimmer gezogen. Ich habe die Zeit sehr genossen, zumal diese nicht wiederkehrt.

Wann Sie den passenden Zeitpunkt finden

  • Lassen Sie sich nicht von Dritten verwirren, folgen Sie lieber Ihrem Gefühl. Lassen Sie Ihren Schatz so lange bei sich, wie Sie beide sich wohlfühlen. Sie merken schnell, ob Ihr Baby Ihre Nähe genießt. Nicht ohne Grund tragen beispielsweise viele Naturvölker Ihre Babys direkt am Körper. Diese Nähe tut gut.
  • Bemerken Sie den Wunsch nach Ruhe und Freiheit, müssen Sie sich dessen nicht schämen. Versuchen Sie dann, Ihr Baby an sein eigenes Zimmer zu gewöhnen. Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie Ihren Liebling, sollte er nachts wach werden, wieder zu sich ins Bett holen. Eine radikale Veränderung ist  eher unrealistisch. Es wird immer wieder Nächte geben, in denen Ihr Baby absolut nicht im Kinderzimmer bleiben möchte.
  • Wenn Sie ein gut durchschlafendes Baby haben, können Sie bereits früher versuchen, es nicht bei sich schlafen zu lassen. Dies sollten Sie austesten, Ihr Baby wird Ihnen schnell zu  verstehen geben, ob es damit einverstanden ist.

Ich rate Ihnen: Finden Sie Ihren persönlichen Weg, hören Sie auf Ihre innere Stimme, Ihr Gefühl und Ihr Baby. Niemand kann Ihnen sagen, wann der richtige Zeitpunkt für den Umzug gekommen ist. Vertrauen Sie da lieber auf sich. Als Mutter hat man ein gutes Gespür.

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