Faktoren für die Berechnung von brutto zu netto

Wie viel bei Ihrer Gehaltsabrechnung von den 2500 Euro brutto übrig bleibt, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab:

  • Der wichtigste Faktor für die Berechnung ist natürlich die Steuerklasse. Ledige sind fast immer in der Steuerklasse 1. Verheiratete hingegen können sich bei gleichem Verdienst in die Steuerklasse 4 einordnen. Verdient ein Ehepartner wesentlich mehr als der andere, so kann sich dieser in die Steuerklasse 3 einordnen lassen, wo sehr wenige Steuerabzüge entstehen. Der andere Ehepartner kommt dann in Steuerklasse 5. Hier sind die Abzüge zwar hoch, aber bei einem niedrigen Gehalt auch nicht zu hoch.
  • Ein weiterer Faktor ist die Kirchensteuer. Hier haben Sie die Möglichkeit, entweder zu zahlen, oder Ihr Nettoeinkommen durch einen Austritt aus der Kirche zu verbessern.
  • Wenn Sie eine betriebliche Altersvorsorge in Anspruch nehmen, so kann dies ebenfalls Ihr Einkommen schmälern, aber nur in geringem Maße, da dieser Beitrag direkt von Ihrem Bruttoentgelt einbehalten wird.

Rechenbeispiele für ein Gehalt von 2500 Euro brutto

In einem kleinen Rechenbeispiel werden alle standardmäßigen Abzüge wie Krankenversicherung, Rentenversicherung sowie Arbeitslosenversicherung einheitlich behandelt. Als Bundesland dient Nordrhein Westfalen zu Testzwecken, die Testperson ist Mitte 30 und hat keine Kinder. So bleibt Ihnen von 2500 Euro brutto Folgendes übrig:

  • In der Steuerklasse 1 erhalten Sie netto 1.595,26 Euro. Ohne Kirchensteuer erhöht sich dieser Betrag sogar auf 1.625,64 Euro.
  • Sind Sie in der Steuerklasse 3, so haben Sie ein Nettogehalt von 1.843,08 Euro. Ohne Kirchensteuer sind es 1.854,54 Euro. Dass hier nicht so viel Kirchensteuer fällig wird, liegt daran, dass die Kirchensteuer prozentual auf den Steuersatz fällt, der hier extrem niedrig angelegt ist.
  • In der Steuerklasse 5 bleiben Ihnen lediglich 1.291,44 Euro. Rechnet man hier die Kirchensteuer heraus, sind Sie immerhin wieder bei 1.345,71 Euro.
  • Die Steuerklasse 4 unterscheidet sich nicht von der Steuerklasse 1, denn hier entstehen die gleichen Werte. Der Vorteil ist, dass die Steuerklärung durch gemeinsame Veranlagung der Ehepartner wesentlich großzügiger ausfällt.
  • Diese Zahlen können natürlich noch durch Kinderfreibeträge oder Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte abweichen. Auch künftige Steueranpassungen können für geringe Abweichungen sorgen, aber Sie können in etwa mit dem Errechneten kalkulieren.