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Zusammengesetzte Adjektive - die Regeln einfach erklärt

Adjektive bilden eine Wortart, so wie auch Verben und Substantive. Mit jeder Wortart kann man durch zusammengesetzte Worte neue Begriffe bilden. Was man als Muttersprachler ganz instinktiv macht, folgt festen grammatikalischen Regeln.

Bereits die 1. Klasse widmet sich den Adjektiven.
Bereits die 1. Klasse widmet sich den Adjektiven. © berwis / Pixelio

Was sind eigentlich Wortarten?

  • Wörter werden dann einer bestimmten Wortart zugeordnet, wenn sie alle gemeinsame Merkmale haben.
  • Dabei gibt es durchaus verschiedene Wortklassen, je nachdem nach welchen Merkmalen man sich richtet.
  • Wörter können nach syntaktischer Verwendung eingeordnet werden. Die Syntax ist jener Teil der Grammatik, der sich mit der Satzlehre beschäftigt. 
  • Es funktioniert aber auch eine morphologische Zuordnung, indem man sich nur die Form ansieht.
  • Auch die Semantik kann zur Einteilung herangezogen werden, denn besieht man sich die Bedeutung des Wortes.


Regeln für zusammengesetzte Adjektive

  • Werden zusammengesetzte Wörter gebildet, so nennt man das eine Komposition.
  • Jede Komposition setzt mindestens zwei lexikalische Elemente (Wörter), zusammen und erschafft daraus ein neues und eigenständiges Wort, also ein Kompositum.
  • Es können gleiche Wortarten verbunden werden (z. B. Adjektiv + Adjektiv), aber auch verschiedene (z. B. Substantiv + Adjektiv). 
  • Zusammengesetzte Adjektive können zum einen Kopulativkomposita sein. Dies ist de Fall, wenn alle Teile gleichwertig sind. Beispiele sind Zahladjektive (vierunddreißig) oder Farbadjektive (der Pullover ist "blaugrün").
  • Zum anderen kann aber auch ein Teil den anderen dominieren. Hier hat man ein Grundadjektiv, das durch ein anderes Wort genauer bestimmt wird.
  • Adjektive können einmal so kombiniert werden, dass die Grundbedeutung verstärkt wird. Das Adjektiv "feuerrot" nutzt das Substantiv "Feuer", um "rot" noch genauer zu beschreiben.
  • Ebenso kann man die Bedeutung eines Grundadjektivs verstärken, ohne dass man es steigert. Das funktioniert, indem man wieder ein Zusammensetzung findet, die das Grundadjektiv intensiviert, also etwas "fuchsteufelswild".
  • Besonders für Nicht-Muttersprachler kompliziert sind wandelbare Komposita. Hier werden Zusammensetzungen gebildet, die man sowohl wörtlich, als auch im übertragenen Sinne verstehen kann. Bei "steinreich" entscheidet der Kontext.
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