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Zerrung in der Hand - so schonen Sie sich richtig

Es ist schnell passiert: Sie rutschen aus oder stolpern und versuchen, sich mit der Hand beim Aufprall abzustützen. Wenn Sie falsch aufkommen, haben Sie eine Zerrung der Bänder in der Hand. Starke Schmerzen sind die Folge.

Ein Verband stützt das Gelenk.
Ein Verband stützt das Gelenk.

Was Sie benötigen:

  • Kälte
  • Kissen

Zerrung am Gelenk

  • Eine Zerrung entsteht dann, wenn die Bänder, die Ihr Handgelenk stabilisieren, durch eine plötzliche Bewegung überdehnt werden.
  • Neben starken Schmerzen kommt es außerdem zu einer Schwellung des Gelenks und einer Blaufärbung, wenn kleine Blutgefäße verletzt wurden.
  • Aufgrund der Symptome, die in der Hand auftreten, können Sie im Allgemeinen nicht unterscheiden, ob es sich lediglich um eine Zerrung handelt  oder ob ein Knochenbruch vorliegt.
  • Es ist daher notwendig, dass Sie zu einem Arzt gehen, der Ihr Gelenk untersucht. Ein Knochenbruch braucht eine andere Behandlung als eine Zerrung.
  • Der Arzt wird Ihr Gelenk abtasten und Sie auffordern, es zu bewegen. Über Ultraschall kann er erkennen, ob Muskeln oder Bänder gerissen oder nur gezerrt sind.
  • Ist Ihr Arzt sich unsicher, wird er ein MRT (die Kernspintomografie) veranlassen, da diese Methode bei Weichteilen wie Bändern genauer ist als Ultraschall oder Röntgen.

Die Hand richtig behandeln

  • Sind Sie gestürzt und vermuten nun eine Zerrung an der Hand, kühlen Sie sofort das Gelenk. Dazu können Sie Eiswürfel, einen Kühlpack oder irgendetwas anderes aus dem Tiefkühlfach Ihres Kühlschranks nehmen. Wickeln Sie es in ein Tuch ein und legen es auf Ihre Haut. Schmerzen und Schwellungen sollten so gelindert werden.
  • Ihren Arm sollten Sie nun so oft wie möglich erhöht lagern. Wenn Sie sitzen, legen Sie ihn auf die Sofalehne, nachts im Bett auf ein zusätzliches Kissen.
  • Schonen Sie Ihre Hand so oft wie möglich und führen Sie keine starken Belastungen aus.
  • Vielleicht fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie eine stabilisierende Bandage erhalten, die Sie selbst an- und ablegen können. 
  • Vorerst werden Sie aber wahrscheinlich einen Compressionsverband tragen, der Ihnen in der Praxis angelegt wird.
  • Werden die Schmerzen nicht besser, steht ein erneuter Arztbesuch an. Hat der Arzt einen Knochenbruch ausgeschlossen, ist vor allem Ruhe für das Gelenk notwendig.
  • Hat sich eine starke Schwellung gebildet, weil bei der Zerrung ein Blutgefäß verletzt wurde, ist es unter Umständen ratsam, dass der Arzt das Blut mit einer feinen Nadel absaugt.
  • Wenn die Schmerzen in der Hand nachlassen, sollten Sie sie vorsichtig wieder belasten. 14 Tage Schonzeit sollten Sie sich aber auf jeden Fall gönnen.
  • Bis eine Zerrung komplett ausgeheilt ist, können im schlimmsten Fall mehrere Monate vergehen. Gelegentlich treten bei Belastung dann wieder Schmerzen auf. Oft sind die Beschwerden aber nach wenigen Wochen weg, wenn Sie den Anweisungen des Arztes folgen.
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