Was Sie benötigen:
  • Apfelessig
  • ätherische Öle
  • Kokosöl

Wie Zeckenmittel wirken

  • Sie können Ihrem Hund während der Zeckensaison täglich Hefetabletten verabreichen. Dieses Ergänzungsfuttermittel gibt es unter der Bezeichnung Formel-Z für Hunde in der Apotheke zu kaufen und es ist ein ausgezeichnetes Zeckenmittel. Bei ständiger Einnahme verändert sich der Eigengeruch des Hundes, wird aber von den Menschen nicht wahrgenommen. Zecken und andere Parasiten finden diesen Geruch jedoch abstoßend. Auch die tägliche Einnahme von ein bis zwei Teelöffeln Knoblauchöl oder frischem Leinöl verändert das Hautmilieu und hält Zecken fern.
  • Spot-on-Präparate enthalten meistens ein Nervengift namens Fipronil, welches sich in der Leber ablagert. Dieses Zeckenmittel verhindert nicht den Befall und tötet die Zecken erst nach vielen Stunden ab. Krankheiten können also schon übertragen worden sein und die getöteten Zecken stecken teilweise danach noch in der Haut fest.
  • Einige Zeckenmittel wie Exspot enthalten Pyrethroide, diese sind auch nur zu einem Teil wirksam. Zwar verhindert dieses chemische Gift das Festbeißen der Zecken, jedoch treten bei einigen Hunden Unverträglichkeiten wie Juckreiz und Haarausfall und sogar Blasenbildung auf.
  • Weitere Zeckenmittel wie das Umhängen von echten Bernsteinketten oder Anbringen einer Plakette namens Anibio Tic Clip wirken durch Schwingungen. Diese Mittel sind giftfrei und schaden dem Hund nicht. Von beiden Zeckenmitteln gibt es positive und negative Beurteilungen, deshalb sollte die Wirksamkeit beim eigenen Hund getestet werden.
  • Unter den Halsbändern können Sie zwischen verschiedenen Zeckenmitteln wählen. Ein Schutzhalsband enthält Kokosöl, ein anderes Halsband Neemöl. Diese ätherischen Öle sollen Zecken und andere Parasiten fernhalten. Außerdem gibt es noch das Scalibor Protektorband, welches ein Nervengift und Weichmacher enthält. Diese Stoffe gelangen über die Haut in den Stoffwechsel des Hundes und können Allergien auslösen.

Alternativer Schutz für Hunde

  • Bevor Sie aus dem Haus gehen, reiben Sie Ihren Hund mit Apfelessig oder Kokosöl ab. Das Fell glänzt schön und der Geruch hält Parasiten fern.
  • Für Hunde super geeignet sind auch ätherische Öle aus Lavendel, Eukalyptus und Citronella. Vermischen Sie wenige Tropfen mit Wasser und füllen das Ganze in eine Sprühflasche ein. Besprühen Sie damit den Hund täglich. Den Kopfbereich sollten Sie jedoch aussparen.

Der MDR1-Gendefekt kommt bei einigen Rassen gehäuft vor. Besitzen Sie einen weißen oder deutschen Schäferhund, Collie, Windhund oder Bobtail, sollten Sie vorsichtig mit chemischen Mitteln sein. Aufgrund des Erbdefekts kann es zu Vergiftungen, Hirnschädigungen und sogar zum Tod kommen.

Kokosöl als natürliches Zeckenmittel

  • Kokosöl riecht gut und enthält sogar viele pflegende Substanzen, die der Haut Ihrer Hunde sehr guttun können. Aber das macht nicht die Wirkung als Zeckenmittel aus, sondern die im Kokosöl enthaltene Laurinsäure.
  • Am besten wirkt ein kalt gepresstes Kokosöl als Zeckenmittel, denn dieses enthält durchschnittlich 60 Prozent Laurinsäure. Das Mittel ist ganz leicht anzuwenden und kann nicht nur Ihre Hunde, sondern auch Sie selbst vor Zecken schützen.
  • Achten Sie aber darauf, dass Sie ein hochwertiges und reines Naturprodukt erwerben, denn nur dieses wirkt gegen Zecken bei Hunden. Sie dürfen niemals Duftöle für Lampen verwenden, denn diese Mittel haben nichts mit dem Zeckenmittel Kokosöl zu tun und können für Ihre Hunde giftig sein.

So behandeln Sie Hunde mit dem Mittel

  • Bevor Sie mit den Hunden nach draußen gehen, tragen Sie den Tieren das Mittel auf. Dazu geben Sie eine ganz kleine Menge Kokosöl auf die Fingerspitzen und streichen das Mittel dann auf den Rücken, im Nacken und an den Ohren der Hunde auf.
  • Am besten wirkt das Zeckenmittel, wenn Sie einen Teil davon direkt auf die Haut geben und den Rest über das Fell verstreichen. Sie brauchen den Hund aber nicht bei jedem Spaziergang mit diesem Zeckenmittel zu behandeln, denn das Mittel zieht in die Haut ein und behält die volle Wirkung, wenn Sie die Anwendung einmal wöchentlich oder bei größeren Hunden auch zweimal in der Woche vornehmen.

Bereits vorhandene Zecken bei Hunden

  • Falls Ihr Vierbeiner eine Zecke hat, dann dürfen Sie diese nicht mit dem Kokosöl oder einem anderen Öl einreiben. Entfernen Sie sie vorher mit einer Zeckenzange oder einem Zeckenhaken. Dabei müssen Sie sehr vorsichtig sein, denn die Zecke darf dabei nicht verletzt werden.
  • Haben Sie alle Zecken sicher entfernt, dann können Sie Ihre Hunde ab sofort mit dem Zeckenmittel behandeln und schützen Ihre Tier vor einem erneuten Zeckenbefall. Falls Sie Ihren Hund zwischendurch baden, dann verliert das Kokosöl seine Wirkung, und Sie sollten das Tier nach dem Baden nochmals gründlich damit einreiben.

Wenn Sie das Zeckenmittel sparsam und ein bis zweimal wöchentlich auftragen, dann ist Kokosöl ein guter Schutz für Ihre Hunde.

Weitere Autorin: Alexandra Muders