Alle Kategorien
Suche

Weißer Schimmel - so entfernen Sie ihn

Besonders auf Raufasertapeten der gleichen Farbgebung ist weißer Schimmel äußerst schwer zu sehen. Erst einmal bemerkt, sollte man ihn aber keinesfalls einfach ignorieren, denn auch von weißen Schimmelpilzen geht eine Gesundheitsgefährdung aus.

Auch weißer Schimmel ist ein Gesundheitsrisiko.
Auch weißer Schimmel ist ein Gesundheitsrisiko.

Was Sie benötigen:

  • Atemschutz
  • spezielles Schimmelpräparat oder 80-prozentige Alkohollösung
  • ein Schwamm
  • neue Tapeten

Wer weißen Schimmel an der Wand entdeckt, muss nicht gleich das Abrissunternehmen benachrichtigen. Auch bauliche Mängel tragen keinesfalls in allen Fällen die Schuld am Pilzbefall. Oft sind es sogar die eigenen Lebensgewohnheiten oder der Standort einzelner Möbelstücke, die zur Bildung weißer Schimmelansammlungen geführt haben. Eine unzureichende Luftzirkulation und hiermit einhergehende Feuchtigkeit sind häufig ausschlaggebend für einen Schimmelpilzbefall in der Wohnung.

So verschwindet weißer Schimmel

  1. Setzen Sie während der Arbeit in dem schimmeligen Zimmer einen Atemschutz aus dem Baumarkt auf. Dieser verhindert, dass die giftigen Schimmelsporen in die Lunge gelangen.
  2. Entfernen Sie zunächst die Tapeten von der betroffenen Wand. Unter diesen kann sich Nässe speichern, was zu einer raschen Vermehrung des Schimmels führt. Feuchten Sie dennoch die Wandbehänge vor dem Abreißen mit Wasser an. Werden die Tapeten im relativ trockenen Zustand von der Wand abgezogen, verbreiten sich die Schimmelsporen deutlich stärker und weiter im Umkreis.
  3. Unter der Tapete offenbaren sich meist bereits schwarze Schimmelflecken, die noch nicht bis an die Oberfläche durchdringen konnten. Um die Sporen zu entfernen, können Sie die Wand entweder mit einem speziellen Schimmelpräparat einsprühen oder mit einer 80-prozentigen Alkohollösung und einem Schwamm abwaschen. Im Baumarkt beziehungsweise in der Apotheke sind diese Produkte zu erwerben.
  4. In den nächsten vier bis sechs Tagen ist der Raum vor allem wegen der Ausdünstungen des Anti-Schimmel-Mittels nicht nutzbar. Die Wand muss nun vollständig austrocknen. Hierzu sollte das Zimmer beheizt und täglich mehrmals für fünf Minuten bei vollständig geöffneten Fenstern durchgelüftet werden.

Beim anschließenden Tapezieren der Wand gibt es nichts Besonderes zu beachten. Beim Einräumen und Bewohnen des Zimmers sollten jedoch einige Regeln eingehalten werden, damit weißer Schimmel nicht erneut entstehen kann.

So beugen Sie weißem Pilzbefall vor

  1. Stellen Sie vor allem größere Möbelstücke nicht direkt an die Wände des Zimmers. Der Abstand zwischen Wand und Möbelstück sollte fünf bis zehn Zentimeter betragen. So ist eine Luftfluktuation möglich, die einer Feuchtigkeitsansammlung entgegenwirkt.
  2. Achten Sie darauf, Ihre Räume je nach Nutzung zwei- bis viermal täglich zu lüften. Dies sollte durch Stoßlüftung geschehen, bei welcher die Fenster für etwa fünf Minuten vollständig geöffnet werden. Besonders morgens und abends muss ein Luftaustausch stattfinden.
  3. Auch bei unbewohnten Zimmern ist es sinnvoll, wenn diese eine Mindest-Raumtemperatur von 14 Grad Celsius haben, um Schimmel vorzubeugen.

Wenn trotz all dieser Maßnahmen erneut weißer Schimmel an Ihren Wänden erscheint, ist es wichtig, dass Sie sich an einen Fachmann wenden. Dieser kann eventuelle bauliche Mängel oder andere Gründe für die Schimmelbildung ausmachen, sodass Sie gezielt gegen diese vorgehen können.

Teilen: