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Schimmel im Badezimmer - was tun?

Schimmel ist vor allem im Badezimmer ein Problem, da es dort täglich feucht wird. Zur Beseitigung von Schimmelpilz bieten sich Ihnen verschiedene Mittel. Aber lieber vorsorgen, als nachsorgen. Zur Vorbeugung empfiehlt sich daher, täglich gekonnt zu lüften.

Mit Alkohol und Schwamm kann oberflächlicher Schimmel entfernt werden.
Mit Alkohol und Schwamm kann oberflächlicher Schimmel entfernt werden.

Ursachen von Schimmel im Bad

Schimmel im Badezimmer rührt von Feuchtigkeit und falschem Lüften her. Bei Allergikern und Asthmatikern kann Schimmelbefall zu Atembeschwerden führen.

  • Wenn Sie duschen oder baden, erhöht sich die Luftfeuchtigkeit im Raum. Diese Luftfeuchtigkeit sollte nach Duschen und Baden aus dem Fenster entweichen können. Findet das nicht oder nicht oder nicht ausreichend statt, droht Schimmelbefall.
  • Feuchtigkeitsquellen sind neben dem Dampf der Dusche nasse Handtücher, die über der Heizung trocknen.
  • Schimmelpilz kann sich niedersetzen, obwohl Sie ausreichend lüften. In diesen Fällen können bauliche Mängel die Ursache sein. Feuchtes Mauerwerk, Schäden in Heizungs- oder Wasserrohren oder undichte Rohrverbindungen sorgen für eine stete Durchfeuchtung des Raums. Auch eine unzureichende Wärmedämmung sorgt durch kalte Wände für Kondenswasserbildung auf der Wand. Eine Wärmebrücke ist eine punktuell eingeschränkte Wärmedämmung, die ebenfalls zu Schimmelführen kann.
  • Dauerlüften mit gekippten Fenstern kann zu Schimmel führen. Er setzt sich an den kühlen Wandflächen um das Fenster fest. An den kühlen Wänden setzt sich Kondenswasser fest, welches die Schimmelbildung begünstigt.
  • Schimmelbefall droht ab 65 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. Entscheidend ist nicht die Raumluftfeuchte, sondern der Feuchtigkeitsgehalt über der Wand, auf der der Schimmelpilz wächst. Dennoch hilft ein Hygrometer, die Raumfeuchte zu überprüfen. Sie bewegt sich idealerweise zwischen 40 und 60 Prozent.
  • Zwischen 25 und 35 Grad Celsius fühlt sich der Schimmelpilz wohl. Alle Plusgrade können Schimmelbefall theoretisch aber ermöglichen.
  • Die beste Nährstoffbedingungen für Schimmelpilz liefern Raufasertapete, Holz und Gips.
  • Auch Silikonfugen und Fliesenfugen sind beliebte Orte für Schimmelbildung.

Sie erkennen den Befall an schwarzen Spuren. 

So entfernen Sie Schimmel im Badezimmer

Vorhandener Schimmel lässt sich mit verschiedenen Mitteln entfernen.

  • Oberflächlichen Schimmel können Sie mit Handschuhen, über 80-prozentigem Alkohol und Schwamm oder Bürste entfernen. Eine Alternative zu Alkohol ist fünfprozentige Lösung mit Wasserstoffperoxid, welches durch freien Sauerstoff desinfiziert. Sie erhalten diese Lösung in der Apotheke. Hausmittel wie Allzweckreiniger sind nicht empfehlenswert, weil sie den Schimmel nicht zuverlässig beseitigen.
  • Reicht der Schimmel tiefer, sollten Sie Fugen oder Wandteile erneuern. Andernfalls kommt er zurück. Silikonfugen werden komplett erneuert, Fliesenfugen ausgeschliffen. Wände werden saniert.
  • Verwenden Sie in Innenräumen keinen Schimmelentferner. Diese enthalten giftige Inhaltsstoffe, die oft schädlicher sind, als der Schimmel selbst.

Das sollten Sie bei Schimmelbefall nicht tun

  • Warten Sie nicht ab, wenn Sie Schimmel in Ihrem Badezimmer entdecken. Handeln Sie sofort, um den Schimmel zu entfernen, ehe dieser sich weiter ausbreitet.
  • Verwenden Sie kein Trocknungsgerät, um den Raum zu trocknen. Die Luftverwirbelung verteilt die Schimmelsporen im ganzen Haus.
  • Vermeiden Sie chemische Anti-Schimmel-Mittel, wie solche mit Chlor, die gesundheitsschädliche Stoffe enthalten.

Wie Sie Schimmelbefall vorbeugen

Das Wichtigste, um Schimmel im Bad vorzubeugen, ist Lüften und Heizen.

  • Stoßlüften ist die Technik der Wahl. Öffnen Sie drei- bis fünfmal täglich das Fenster vollständig, am besten zusammen mit einem gegenüberliegenden Fenster. Lüften Sie ebenfalls immer nach dem Duschen und Baden.
  • Öffnen Sie die Dusche während des Lüftens, damit die feuchte Luft daraus entweichen kann. Duschvorhänge werden dazu auseinandergefaltet.
  • Waschen Sie waschbare Duschvorhänge regelmäßig. Bei stärkerem Schimmelbefall des Duschvorhangs ersetzen Sie diesen.
  • Trocknen Sie die Dusche und die feuchten Fugen nach dem Duschen mit einem Abzieher und einem Handtuch.
  • Sorgen Sie für freien Abfluss. In der Duschwanne, der Badewanne und dem Waschbecken sollte niemals Wasser stehen.
  • Heizen Sie das Badezimmer nicht über 20 Grad und schließen Sie die Tür zum beheizten Badezimmer. Sind Sie nicht zu Hause oder ist es Nacht, reichen 16 Grad. Lassen Sie die Temperatur aber ebenso wenig unter 14 Grad fallen.
  • Stellen Sie die Wände im Badezimmer nicht mit Möbeln zu. Hinter diesen ist die Luftzirkulation nicht gewährleistet, was Feuchtigkeit und Schimmel mit sich bringen kann.

Bei leichtem Schimmelbefall des Duschvorhangs oder der Silikonfugen können Sie selbst handeln und  beides gegebenenfalls erneuern. Bei schwererem Schimmelbefall und Schimmelflecken in den Zimmerecken ziehen Sie einen Fachmann zurate, der bauliche Mängel und die tatsächlichen Ursachen aufklärt. Er ist hilfreich bei der Frage, ob der Schimmelbefall Sache des Vermieters oder des Mieters ist. Denn bei baulichen Mängeln ist der Vermieter in der Verantwortung, den Schimmel zu entfernen und die Ursachen zu beheben.

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