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Wasserrohrsanierung - Hilfreiches

Oft werden Wasserleitungen bei Sanierungen vergessen. Die alten Leitungen bleiben selbst bei größeren Küchenmodernisierungen in der Wand. Dabei entscheiden gerade sie über die Wasserqualität mit. Bei Abwasserrohren tritt der Sanierungsbedarf weitaus offener zu Tage. Im Frühling wird dann lästiger Gestank wahrgenommen. Im Rahmen einer Wasserrohrsanierung werden Rohleitungen entweder ausgetauscht oder mithilfe spezieller Verfahren gereinigt und für die Zukunft fit gemacht.

Alte Rohrleitungen ersetzen oder reinigen und dann innen beschichten
Alte Rohrleitungen ersetzen oder reinigen und dann innen beschichten

Alte Trinkwasserleitungen aus Metall setzen im Laufe der Zeit Kalk und Rost an. Diese Ablagerungen kann man durchaus sehen, denn sie werden teilweise mit dem Wasser ausgeschwemmt.

Wasserrohrsanierung - Innenrohrsanierung

Entnehmen Sie Wasser nach einer längeren Pause, zeigt sich das deutlich durch rostbraunes Wasser. Das ist ein ernster Hinweis auf einen Sanierungsbedarf einer Wasserleitung.

  • Die Lebensdauer von Wasserleitungen hängt von der Nutzungsintensität ab. Sie kann bei verzinkten Stahlleitungen bis zu 30 Jahre betragen. Kupferleitungen oder mittlerweile häufig eingebaute Chromstahl- PEX-Verbundrohre sind mindestens 50 Jahre haltbar.
  • Die nicht rostenden Chromstahl- oder PEX-Verbundrohre haben gegenüber Kupferleitungen den Vorteil, dass sie keine Kupfer-Ionen an das Trinkwasser abgeben. Alternativ empfiehlt es sich, Wasser zehn bis 20 Sekunden laufen zu lassen. Es sollte danach kalt aus dem Hahn kommen.
  • Eine Wasserohrsanierung, die nicht den Austausch der Leitungen verfolgt, wird als Rohr-Innensanierung durchgeführt. Alle Rohre dürfen dabei in der Wand verbleiben. Im Zuge der Sanierung wird eine Innenbeschichtung aufgebracht, die die Lebensdauer der Leitungen verlängern kann. Der Zustand der Leitungen zum Zeitpunkt der Sanierung spielt dabei eine Rolle.
  • Die Lebensdauer sollte auch im Falle einer optimal verlaufenden Wasserrohrsanierung nicht verdoppelt werden. Doch zehn bis 15 Jahre sind drin. Ein Rohleitungswechsel könnte entsprechend langfristig geplant werden.

Beschichtungsmaterial muss Trinkwasserqualität gewährleisten

Bei der Wasserrohrsanierung können Sie zwischen der tatsächlichen Sanierung einer Leitung oder deren Erneuerung wählen. Wobei das Erneuern der Rohrleitung nicht unbedingt ein Aufstemmen von Wänden und Böden bedeuten muss. Möglich machen das spezielle Press- und Ziehverfahren, Hilfsrohrverfahren oder Schneid-Zieh-Verfahren.

  • Bei einer Innenrohrsanierung gibt es eine Reihe von Verfahren. Oft werden Wasserleitungen zuerst mit Warmluft getrocknet. Dem geschlossenen System wird dadurch die Luftfeuchtigkeit entzogen, die Verkrustungen verlieren an Stabilität. Zur schonendenden Säuberung wird als Nächstes industrielle Verfahrenstechnik eingesetzt. Hier kommt ein Gemisch aus Luft und Spezial-Granulat zum Einsatz. Um dieses Verfahren anwenden zu können, muss der Querschnitt der zu sanierenden Rohrleitung noch etwa fünf Millimeter betragen.
  • Die Rohrsanierung wird mit Beschichten der metallisch blanken Rohre abgeschlossen. Eingesetzt wird hierbei Beschichtungsmaterial für Trinkwasserleitungen. Nach etwa 24 Stunden sind die sanierten Rohre betriebsbereit.
  • Wer als Hauseigentümer eine Wasserrohrsanierung vorhat, sollte sich entsprechende Referenzen einholen. Es kann auch sinnvoll sein, vor Beginn und nach Abschluss der Sanierung Messungen der Wasserqualität durchführen zu lassen. In jedem Fall müssen die Anforderungen an Trinkwasser eingehalten werden.

Die ausführende Firma können Sie zwar zur Nachbesserung des Schadens verpflichten, allerdings nur im Umfang der erbrachten Leistungen. Der Ersatz fehlerhafter Rohre bleibt als Differenz beim Eigentümer hängen.

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