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Wasserleitung verlegen - Anleitung zum Selbermachen

Wasserleitungen im Haus können Sie ohne große Probleme selber verlegen. Das Material gibt es im Baumarkt und die Arbeit ist nicht so schwer, dass sie ein technisch versierter Heimwerker nicht schafft.

Sie können Wasserleitungen selber verlegen.
Sie können Wasserleitungen selber verlegen.

Was Sie benötigen:

  • Verlegeplan
  • Rohrmaterial
  • Zeit

Wichtiges über Wasserleitungen

  1. Entscheiden Sie sich für ein Material, mit dem Sie gut zurecht kommen. Wenn Sie noch nie Kupfer- oder Stahlrohre verlegt haben, sollten Sie sich für Kunststoffrohre entscheiden, mit denen kommt ein Heimwerker in der Regel zurecht.
  2. Plastikleitungen sind teurer als Metallleitungen, aber haltbarer und gesünder, dass so keine Metallionen ins Trinkwasser gelangen können. Außerdem sind die Schaub- und Stecksysteme deutlich leichter zu verarbeiten, als löten oder Gewindeschneiden bei Metallrohren.
  3. Ist der PH-Wert des Wassers unter 7, dürfen Sie Kupferleitungen nicht verlegen; auch sehr weiches Wasser führt zu Problemen bei Metallleitungen.
  4. Verlegen Sie Wasserleitungen nie in Außenwänden, da besteht Frostgefahr. Außerdem müssen Wasserleitungen gradlinig und parallel zu den Decken und Wänden verlaufen. Die Abzweigungen sollen müssen mindestens 1,10 m über dem Fußboden verlaufen.
  5. Markieren Sie dauerhaft, wo die Leitungen liegen oder erstellen Sie einen genauen Verlegeplan mit Maßen, denn Kunststoffleitungen können Sie später nicht mehr orten. So besteht Gefahr, dass diese angebohrt werden.
  6. Wenn Sie anschließend noch einen weiteren Trockenausbau planen, verlegen Sie die Leitungen vor der Wand und verstecken sie später beim Trockenausbau, so müssen Sie keine Schlitze in den Putz fräsen oder schlagen.
  7. Denken Sie daran, dass die Steigleitung am höchsten Punkt eine Entlüftung benötigt.

So verlegen Sie die Rohre

  1. Als Erstes müssen Sie anhand eines Verlegeplanes das benötigte Material ermitteln. Prüfen Sie dabei, ob die Rohre auf kurzen Wegen eingeplant worden sind, Küchen und Bäder zweckmäßig geplant worden sind und ob noch etwas geändert werden kann und soll. Der Rest ist Ausmessen und Addieren. Denken Sie an entsprechende Endstücke, wo später mal die Wasserhähne hinkommen.
  2. Entscheiden Sie, ob die Leitungen auf den Wänden verlegt werden sollen oder ob sie in den Putz Schlitze schlagen müssen.
  3. Besorgen Sie Leitungen, Befestigungsmaterial und einige Wasserhähne, um die Funktion der Leitungen zu prüfen. Wenn Sie Schlitze benötigen, kaufen Sie noch das passende Werkzeug und Gips.
  4. Wenn Sie die Leitungen zusätzlich gegen Wärmeverlust (Warmwasser) isolieren wollen und Schallschutz planen, besorgen Sie das passende Material gleich mit. Isolierung gegen Wärmeverlust ist Vorschrift!
  5. Nun müssen Sie die Leitungen nur noch an der Wand anschrauben oder in den Schlitzen verlegen, dabei Element für Element abdichten. Die Leitung für warmes Wasser gehört immer über die Kaltwasserleitung, weil aufsteigende Wärme sonst die Kaltwasserleitung erwärmt. Warmes Wasser wird links von der Leitung für kaltes Wasser geführt.
  6. Schließen Sie Ihre Leitungen an das Hauptwassersystem an und öffnen den Hauptwasserhahn vorsichtig. Prüfen Sie, ob alles dicht ist. Wenn ja, schließen Sie zur Probe die Wasserhähne an und prüfen, ob eine vibrationsfreie Entnahme von Wasser möglich ist. Wenn Leitungen anfangen zu vibrieren, müssen Sie diese mit mehr Befestigungselementen anschrauben. Das verändert das Schwingungsverhalten.
  7. Erst danach kann an den weiteren Ausbau gedacht werden bzw. die Schlitze können zugegipst werden.
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