Die Aufgaben der PTA

Die pharmazeutisch-technische Assistentin geht unterschiedlichen Aufgaben nach.

  • Pharmazeutisch-technische Assistenten und Assistentinnen arbeiten in erster Linie in Apotheken, dies können auch Klinik- oder Versandapotheken sein. Darüber hinaus sind sie jedoch auch in der Pharma- oder Chemieindustrie und im Pharmagroßhandel tätig. In seltenen Fällen können sie außerdem bei Apothekerverbänden oder Krankenkassen beschäftigt sein.
  • Die PTAs geben in den Apotheken Medikamente gegen Rezept heraus, beraten Kunden, verkaufen frei verkäufliche Arzneimittel und stellen unter Aufsicht der Apotheker Medikamente wie zum Beispiel Salben her. Auch einfache Analysen führen sie durch. Hinzu kommen Aufgaben wie die Kontrolle des Warenbestands. Arbeitet eine PTA in der Pharmaindustrie, wirkt sie in der Produktion von Medikamenten oder an der Entwicklung neuer Arzneimittel mit.
  • Bei der Ausbildung handelt es sich um eine bundeseinheitlich geregelte Ausbildung, die insgesamt zweieinhalb Jahre dauert. Sie findet in Form von theoretischem Unterricht an speziellen Berufsfachschulen statt und endet mit einem sechs Monate dauernden daran anschließenden praktischen Teil in einer Apotheke. Mindestvoraussetzung, um PTA werden zu können, ist ein mittlerer Bildungsabschluss. 
  • Der Beruf der pharmazeutisch-technischen Assistentin ist ein sogenannter reglementierter Beruf, das heißt, eine entsprechende Ausbildung sowie eine Berufserlaubnis sind zwingend erforderlich.

Was verdient eine pharmazeutisch-technische Assistentin?

Was eine PTA verdient, lässt sich nicht so einfach sagen, da es von verschiedenen Faktoren abhängt.

  • Während ihrer schulischen Ausbildung erhält eine angehende pharmazeutisch-technische Assistentin keine Vergütung, an privaten Schulen können im Gegenteil Gebühren anfallen. Unter bestimmten Umständen kann eine Auszubildende jedoch BAföG beantragen. Das Praktikum in der Apotheke wird bezahlt, die Apothekengewerkschaft ADEXA nennt für das Jahr 2012 533 Euro monatlich.
  • Was eine ausgebildete Kraft verdient, hängt beispielsweise davon ab, in welcher Branche sie arbeitet. Das Gehalt für tariflich gebundene Angestellte in Apotheken wird von der ADEXA und dem Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken, ADA, ausgehandelt. Es ist abhängig von den Berufsjahren. Die ADEXA nennt für die Jahre 2011/2012 ein Gehalt zwischen 1837 Euro im ersten und zweiten Berufsjahr und 2400 Euro ab dem fünfzehnten Berufsjahr. In nicht tariflich gebundenen Apotheken kann die Entlohnung auch niedriger ausfallen. Eine individuell höhere Vereinbarung ist natürlich auch möglich. 
  • Für Beschäftigte in Klinikapotheken gelten die Tarifverträge für den öffentlichen Dienst. In kommunalen Kliniken ist dies der TVöD, in den Ländern sind es die Tarifverträge der Länder. Innerhalb dieser Verträge gibt es verschiedene Entgeltgruppen, die sich wiederum in verschiedene Entgeltstufen aufteilen, wobei sich die Eingruppierung in die Gruppen nach der beruflichen Qualifikation richtet, für die Eingruppierung in die Entgeltstufen sind Faktoren wie zum Beispiel die Berufserfahrung maßgeblich. Angestellte mit einer abgeschlossenen Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf gehören den Entgeltgruppen 5 bis 8 an, PTAs werden meist in die Gruppe 6 eingestuft. Die Agentur für Arbeit nennt als Beispiel für diese Entgeltgruppe in den Stufen 3 bis 6 in kommunalen Krankenhäusern ein Bruttogehalt von 2368 bis 2621 Euro (Stand 2012).
  • Für pharmazeutisch-technische Angestellte, die in der Pharma- oder Chemieindustrie, bei Apothekerverbänden oder auch bei Krankenkassen arbeiten, gelten deren tarifliche Regelungen. Hinzu kommen mögliche individuelle Vereinbarungen, die vom Sitz des Arbeitgebers, von den Anforderungen, der Verantwortung, von absolvierten Weiterbildungen und von der Berufserfahrung abhängen können.

Die Verdienstmöglichkeiten von pharmazeutisch-technischen Assistentinnen können also sehr unterschiedlich sein.