Was Sie benötigen:
  • 1 Nagelprotektor
  • 1 Pilzlack (optional)
  • Baumwollsocken
  • Schuhdesinfektion

Was tun bei mykotisch verfärbten Nägeln

  • Der Nagelpilz ( auch Nagelmykose, Onychomykose oder Tinea unguium) ist nicht nur ein kosmetisches Problem, das bei fast 35% aller Bundesbürger vorkommt. Denn dieser Pilz kann auch Wegbereiter für weitere Erkrankungen sein, da durch den Nagelpilz die Schutzschicht der Haut perforiert wird. Die zerstörte Hautoberfläche ist dann durchlässig für andere Erreger. Natürlich nutzt unser bekannter Nagelpilz auch gleich die Situation aus, tiefer in Ihr Körperinneres einzudringen. Und auch Bakterien oder Viren, die ebenfalls ungeschützte Hautschichten ausgenutzt haben um in Ihren Körper hinein zu gelangen, können schwerwiegende Infektionen in Ihrem Körper verursachen.
  • Ihr Nagelpilz schwächt als andauernde Erkrankung langfristig Ihr Immunsystem. Besonders anfällig sind Sie, wenn Sie schon eine Vorerkrankung haben, wie beispielsweise Diabetes, Durchblutungsstörungen oder Venenerkrankungen und Krebs. Scheuen Sie sich deshalb nicht fachmännische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
  • Meist beginnt ein Nagelpilz (sog. Spross- oder Fadenpilz) bei einem einzelnen Nagel an einer Ecke. Hier siedelt er sich an und ernährt sich von Ihren sauren oder kranken Hautzellen. Der Nagel verfärbt sich an dieser Ecke gelblich und unter dem Nagel findet sich gelblich weißes weiches Material, das meist auch noch unangenehm riecht. Der Nagel kann zudem auch noch verdickt oder brüchig sein.
  • Da Nagelpilz sehr ansteckend ist, müssen Sie gegen Ihren Nagelpilz sehr akribisch und genau vorgehen und auch viel Geduld mitbringen, da das richtige Beseitigen eines Nagelpilzes sehr lange, nämlich bis zu zwei Jahren dauert.
  • Beginnen Sie damit, sich aus der Apotheke, Podologen oder vom Facharzt ein für Sie geeignetes Pilzmittel, sowie ein Haut- und Flächendesinfektionsmittel zu besorgen, welches sicher Pilze (fungizid) beseitigt.  Beginnen Sie dann zuerst Ihre Schuhe zu desinfizieren, dies sollten Sie bei einem Pilzbefall regelmäßig tun. Tragen Sie Baumwollsocken oder Socken und Strümpfe aus Naturfasern, die sie bei 90° auskochen können. Kochen Sie auch Ihre Strümpfe regelmäßig aus. Zeitgleich fangen Sie mit Ihrer Pilzkur an. Vergessen Sie auch nicht Ihr Pedikür - und Manikürwerkzeug regelmäßig zu desinfizieren. Wechseln Sie anfangs auch täglich die Handtücher und kochen Sie diese ebenfalls aus.
  • Meiden Sie dazu feuchtwarme Gebiete wie Sauna oder Schwimmbad, denn dies ist ein Klima, in dem sich Ihr Nagelpilz wohl fühlt und sich ausbreitet. Wenn Sie auf  Sauna oder Schwimmbad nicht verzichten wollen, wenden Sie vorher und nachher Ihr Hautdesinfektionsmittel an.
  • Ernähren Sie sich künftig mit viel Gemüse, frischem Obst und wenig Zucker, denn Pilze, egal ob Nagel-, Haut-, oder Genitalpilz, sie alle lieben Zucker und Sie selbst sind häufig übersäuert. Achten Sie auf einen gesunden Säure- und Basenhaushalt.
  • Der Nagelpilz muss vollständig aus dem Nagelgewebe entfernt werden. Kürzen Sie deshalb regelmäßig befallene Nägel so weit wie möglich zurück. Der Podologe oder Fußpfleger entfernt bei grobem Befall, wenn eine Selbstbehandlung nicht mehr möglich ist, das befallene Gewebe durch Schleiftechnik, ähnlich dem Karies bei einer Mundbehandlung

Gehen Sie auch pflanzlich gegen Nagelpilz vor 

  • Als wirksam eingestufte Mittel gegem Nagelpilz sind wertvolle ätherische Öle wie Lavendel,Teebaum oder Blue Cypress bekannt. Durch die pflanzliche Zusammensetzung in einer klaren Lösung zum Auftragen auf die Nagelplatte gelingt es diesen Wirkstoffen die kleinmolekulare Struktur der Nagelplatte zu durchdringen, was anderen Mitteln oft nicht gelingt, weil diese nicht bis in die tieferen Gewebeschichten durchdringen können und somit oft den Zielort, die Pilzkultur, verfehlen. 
  • In einigen pflanzlichen Pilzmitteln sind mehrere pflanzliche Inhaltsstoffe gegen Ihren Nagelpilz vereint. Streichen Sie solch eine Lösung um den Nagel herum auf die Haut, hier zieht das Mittel auch ein.
  • Machen Sie mindestens zweimal in der Woche auch ein Fußbad mit Teebaumöl. Nach dem Baden trocknen Sie Ihre Nagelzwischenräume mit einem Handtuch gut aus. Bitte nicht ausfönen, da dies auch die gesunde Bakterienflora zerstört, die für Ihren Hautschutz verantwortlich ist. Dies gilt auch, wenn Sie nach dem täglichen Bad oder der Dusche feuchte Füße haben.
  • Ihr Nagelpilz benötigt ein basisches Milieu zum Leben, deshalb können Sie über mehrere Wochen hinweg 5-25% Essig auf die vorher abgeschliffenen befallenen Stellen tupfen. Dadurch sollte sich der Pilz dann langsam zurückbilden. Zugleich müssen Sie aber auf jeden Fall die Nägel vor dem Austrocknen mit einer pilzhemmenden Creme schützen.
  • Haben Sie nach langer Behandlungsdauer Ihren Nagelpilz noch nicht weg bekommen, hilft nur noch ein orales Pilzmittel, das Ihnen Ihr Arzt verschreibt. Solche Mittel haben jedoch oft sehr große Nebenwirkungen. Deshalb müssen Sie sorgfältig den Nutzen und die Nachteile einer solchen Behandlung abwägen.
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