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Was tun bei Regel-Bauchschmerzen?

Regel-Bauchschmerzen, medizinisch Dysmenorrhoe, sind ein häufiges Problem, das bis zu 90% aller heranwachsenden Frauen betrifft. Die häufigste Form ist die primäre Dysmenorrhoe, bei der es durch eine übermäßige Bildung von Prostaglandinen, dem sog. Wehenhormon, zu den typischen krampfartigen Unterbauchbeschwerden kommt. Wesentlich seltener ist die sekundäre Form, der organische oder aber auch psychische Ursachen zugrunde liegen. Was Sie bei Regel-Bauchschmerzen tun können, erfahren Sie hier.

Viele naturheilkundliche Mittel helfen gegen Menstruationsbeschwerden.
Viele naturheilkundliche Mittel helfen gegen Menstruationsbeschwerden.

Was Sie benötigen:

  • frei verkäufliche Schmerzmittel wie Paracetamol, ASS, Ibuprofen, Diclofenac Buscopan
  • Wärmflasche
  • Kirschkernkissen
  • Handtuch
  • Schafgarben-, Melissen-, Kamillen- oder Rosmarintee
  • pflanzliche Arzneimittel wie Mönchspfeffer, Frauenmantel oder Gänsefingerkraut
  • Vitamin B1, B6, E
  • Magnesium
  • Schüssler-Salz Nr. 7 (evtl. Nr. 4 und 5)

Erste Hilfe bei Regel-Bauchschmerzen

Regel-Bauchschmerzen treten häufig am ersten und zweiten Tag der Menstruation auf in Form von krampfartigen Unterbauchschmerzen, die meist wellenförmig verlaufen und in Rücken und Oberschenkel ausstrahlen können. Gelegentliche Begleitsymptome sind Übelkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall oder Verstopfung, Kopfschmerzen, Migräne und ein allgemeines Krankheitsgefühl. Je nach Ursache der Menstruationsbeschwerden kann es auch zu Veränderungen von Blutungshäufigkeit und -stärke kommen.

  • Auch wenn die primäre, nicht-organische Form der Regelschmerzen die häufigste ist, sollten Sie durch eine gynäkologische Untersuchung abklären lassen, ob nicht doch eine organische Ursache vorliegt. Durch Behandlung bzw. Beseitigung der organischen Ursache könnte das Regelschmerzproblem dauerhaft gelöst werden.
  • Versuchen Sie gleich zu Beginn der Beschwerden, diese mit frei verkäuflichen Schmerzmitteln in den Griff zu bekommen, die Sie eventuell mehrere Tage regelmäßig einnehmen sollten. Hierzu gehören unter anderem Paracetamol, Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen und Diclofenac. Hilfreich ist auch das entkrampfend wirkende Buscopan, das Sie mit den vorgenannten Schmerzmitteln gut kombinieren können.
  • Auch Wärme wirkt krampflösend. Sie können sie trocken anwenden, indem Sie eine Wärmflasche oder ein Kirschkernkissen auf den Unterbauch auflegen. Alternativ können Sie auch feuchte Wärme anwenden, indem Sie ein Frotteehandtuch mit noch warmem Schafgarben-, Melissen-, Kamillen- oder Rosmarintee tränken, das Handbuch auswringen und zweimal täglich für je 30 min auf den Unterbauch legen.

Mit Heilkräutern, Vitaminen und Co. gegen Menstruationsbeschwerden

  • Menstruationsbeschwerden sind zudem eine gute Indikation für pflanzliche Arzneimittel. Dazu gehören Mönchspfeffer, Frauenmantel und Gänsefingerkraut. Mönchspfeffer-Extrakt gibt es in Form von Tropfen und Tabletten, die beiden letztgenannten Heilkräuter werden als Fertigtees angeboten.
  • Auch mit einer Ernährungsumstellung zu Beginn der 2. Zyklushälfte (also 2 Wochen vor dem voraussichtlichen Beginn der Periode) können Sie bei Regel-Bauchschmerzen was tun. Empfehlenswert ist die erhöhte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren, die die Prostaglandin-Bildung und somit die muskuläre Gebärmutteraktivität verringern. Die Fettsäuren können Sie medikamentös in Form von Kapseln zu sich nehmen oder aber, indem Sie zwei- bis dreimal wöchentlich Meeresfisch und Sonnenblumen-, Distel- oder Maisöl zu sich nehmen. Sorgen Sie während der Menstruation für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, verwenden Sie beim Kochen Oliven- oder Walnussöl und verringern Sie die Zufuhr von tierischen Eiweißen (weniger Fleisch und Milchprodukte).
  • Meiden Sie während der Menstruation Kaffee, Alkohol, Cola sowie Nahrungsmittel mit einem hohen Tyramingehalt (Käse, Schokolade).
  • Viele Gynäkologen empfehlen ihren Patientinnen während der 2. Zyklushälfte die erhöhte Zufuhr von verschiedenen Vitaminen. Probieren Sie Vitamin B1, B6 und E in der Kombination mit Magnesium. Die Präparate sind rezeptfrei als Tabletten und Kapseln erhältlich.
  • Auch die Homöopathie könnte für Sie hilfreich sein; hierzu müssten Sie sich jedoch von einem erfahrenen Arzt oder Heilpraktiker beraten lassen, damit aus den zahlreichen Einzelmitteln das für Sie geeignete ausgewählt werden kann.
  • Probieren Sie auch Schüssler-Salze aus, zum Beispiel Magnesium phosphoricum D6 (Nr. 7), von dem Sie 10 Tabletten in heißem Wasser auflösen und dieses dann schluckweise trinken. Bei gleichzeitig starker Blutung sollten Sie Kalium chloratum D6 (Nr. 4) und Kalium phosphoricum D6 (Nr. 5) 3x2 Tabletten im täglichen Wechsel im Mund zergehen lassen.
  • Auch Entspannungstechniken können zu einer Linderung der Regel-Bauchschmerzen führen. Diese Techniken wie Yoga, autogenes Training oder Qigong müssen Sie jedoch unter Anleitung zunächst erlernen.

Sofern organische Ursachen ausgeschlossen sind, können Sie mit Hausmitteln und naturheilkundlichen Methoden etwas gegen Regel-Bauchschmerzen tun. Mit den meisten Maßnahmen müssen Sie mit Beginn der 2. Zyklushälfte, das heißt zwei Wochen vor der Periode, anfangen.

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