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Was essen Schweine? - Wissenswertes zum Hausschwein

Wenn Sie einen Bauernhof betreiben, Schweine ganz allgemein züchten oder sich sogar eines in Ihrem Haushalt halten oder halten möchten, werden Sie um die Frage, was das richtige Essen für Schweine ist, nicht herumkommen.

Schweine sind grundsätzlich Allesfresser.
Schweine sind grundsätzlich Allesfresser.

Eingrenzung der Schweine

  • Die modernen Hausschweine sind aus einer jahrtausendelangen Zucht hervorgegangen, deren Ursprung sich bis in die Jungsteinzeit zurückverfolgen lässt.
  • Jungtiere, sogenannte Ferkel, können dabei gelegentlich durch ihre ungewöhnliche Färbung von älteren Artgenossen unterschieden werden. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn es sich um ursprüngliche Arten und nicht um moderne Züchtungen handelt, 
  • Erwachsene Tiere werden indes als Sau (weiblich) und Eber (männlich) bezeichnet.
  • Entgegen vieler Behauptungen sind Schweine nicht dumm oder dreckig. Tatsächlich können sich diese Tiere, in ausreichend großer Umgebung, selbstständig eine Ecke für Unrat suchen. Auch das allgemein verpönte Schlammsuhlen dient lediglich der Reinigung und dem Schutz vor Überhitzung.
  • Gerade in Europa und Ostasien bildet das Schweinefleisch nicht nur ein Grundnahrungsmittel, sondern ist auch die am Häufigsten verzehrte Form von Fleisch.
  • Der Genuss von Schweinefleisch steht seitens der einzelnen Regionen jedoch in Kontrast zu manchen Religionen. Gerade das Judentum und der Islam sind hierbei dafür bekannt, kein Schweinefleisch zu essen. Es gibt jedoch auch andere Religionen, bei denen der Genuss von Schweinen nach bestimmten Richtlinien untersagt ist.

Das richtige Essen

  • Schweine sind grundsätzlich Allesfresser. So war es in der Vergangenheit auch eine übliche Praxis, diesen Abfälle zukommen zu lassen.
  • Sollten Sie sich in der heutigen Zeit jedoch ein Schwein oder mehrere Schweine halten wollen, müssen Sie sich, gerade in Deutschland, an gesetzliche Vorgaben halten.
  • Gerade auch bei der Mast sollten Sie darauf achten, das richtige Essen zu verwenden. Immerhin sollte ein Ferkel ca. das 10-Fache seines Gewichts zulegen.
  • In Deutschland gilt das LFGB (das Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch). Dieses regelt, welche Nahrungsmittel als Futter für Tiere zugelassen sind. Auch gliedert es die Nutzung des Essens im Bereich des jeweiligen Verwendungszwecks einer Tierart.
  • Für Hausschweine, die zur Mast gehalten werden, müssen Sie hierbei zunächst für stets genug Wasser im Essen sorgen. Ansonsten sollten Sie auf genügend Stärke und Aminosäuren in der Nahrung achten. Diese können Sie vorzugsweise aus Getreide, Mais und Kartoffeln (Stärke) sowie aus Fischmehl, Bohnen oder Erbsen (für die Aminosäuren. Tiermehl ist indes EU-weit verboten), dem Schwein zuführen können. Um weiterhin auch eine ausreichende Versorgung mit Eiweiß zu gewährleisten, müssen Sie dieses möglicherweise speziell aus organischen Stoffen zusetzen.
  • Bei freilaufenden Schweinen kann es dabei sogar sein, dass sich Ihre Tiere ihr Futter selbst suchen und nur noch zum Teil von Ihnen abhängig sein. Dabei werden vor allem Wurzeln und Gras verzehrt, wobei Sie Grünfutter für den Haus- oder Zuchtgebrauch jedoch vernachlässigen können.
  • Sollten Sie weder Zugriff auf verschiedene Ressourcen haben, noch wünschen, können Sie auch auf sogenannte Alleinfuttermittel zurückgreifen. In diesen finden sich alle Futtermittel auf Faktoren, wie z. B. das Alter, abgestimmt, was Ihnen auch eine finanzielle Ersparnis bringen kann.
  • Weiterhin werden Sie feststellen, dass es im LFGB auch noch weitere Regelungen über Ausnahmen oder alternatives Essen gibt. So sind tierische Fette z. B. auch wieder zur Fütterung erlaubt.
  • Für Tiere, die Sie in Ihrer Wohnung halten und nicht für die Mast bestimmt sind, gelten indes die gleichen Regeln. Hier werden Sie nur etwas mehr auf die jeweilige Menge der Futterzufuhr achten müssen.
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