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Was darf man am Karfreitag (nicht)?

Der Karfreitag, der Todestag von Jesus Christus, wird auch "stiller Feiertag" genannt. Bundesweit sind an diesem Tag bestimmte Vorgaben zu beachten.

Am Karfreitag gedenken Christen der Kreuzigung Jesu Christi.
Am Karfreitag gedenken Christen der Kreuzigung Jesu Christi.

Der Karfreitag und seine Bedeutung

Als Karfreitag oder auch "stiller Freitag" bezeichnet man den Freitag vor Ostersonntag, an dem Christen des Todes Jesu Christi am Kreuz gedenken. Am Tag zuvor, am Gründonnerstag, hat Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl abgehalten. Am Ostersonntag, dem dritten Tag nach der Kreuzigung, ist Jesus nach christlicher Glaubenslehre von den Toten auferstanden. Karfreitag und Ostern sind für Christen darum die wichtigsten Feiertage im Jahr.

Durch den Hintergrund der Auferstehung und der Vergebung der Sünden ist Ostern für Christen der wichtigste Feiertag im Jahr. Der Karfreitag dient der stillen Vorbereitung und ist oft mit bestimmten Ritualen verbunden. Viele Familien verzichten an diesem Tag aus Tradition auf Fleisch essen und stattdessen Fisch. Kirchen halten einen gesonderten Gottesdienst zur Sterbestunde Jesu ab.

Die Passionszeit beginnt am Aschermittwoch und endet am Ostersonntag. Viele religiöse Menschen nutzen diese sechs Wochen, um zu fasten, das heißt, beim Essen oder generell im Alltag auf bestimmte Dinge zu verzichten. Dies sind meist Genussmittel wie Süßigkeiten, Alkohol oder Zigaretten. Das Fasten dient der inneren Buße, der Bewusstmachung der eigenen Sünden, für die Jesus gestorben ist, und der seelischen und körperlichen Einstimmung auf die österliche Zeit.

Gesetzliche Auflagen am Karfreitag

In Deutschland gibt es ein Feiertagsgesetz, das den Schutz über die Sonn- und Feiertage gesetzlich regelt. Zu unterscheiden sind hohe Festtage wie Weihnachten oder Ostern und sogenannte "stille" Feiertagen wie Karfreitag, Allerheiligen oder Buß-und Bettag. An solchen stillen Feiertagen gelten gesonderte Vorschriften.

Öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen sind nur dann erlaubt, wenn sie den besinnlichen und ernsthaften Charakter der Feiertage nicht stören. Sportveranstaltungen wie beispielsweise Fußballbundesligaspiele sind am Karfreitag untersagt. Weiterhin ist am Karfreitag ein öffentliches Tanzverbot gesetzlich ausgesprochen. Dies bedeutet, dass Sie sowohl in Diskotheken und als auch in Lokalitäten mit Schankbetrieb keinerlei musikalische Darbietungen erwarten dürfen.

Wenn Sie an Karfreitag eine private Feier planen, dürfen Sie natürlich Musik auflegen. Jedoch sollten Sie darauf achten, dass Sie die Lautstärke derart regeln, dass sich Nachbarn in ihrer Feiertagsstimmung nicht belästigt fühlen. Ähnliches gilt für private Tanzveranstaltungen wie etwa Tanzworkshops in Vereinen. Allerdings ist hier zu beachten, dass die Tanzstunden nicht im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung mit Ausschank abgehalten werden dürfen. 

Planen Sie an Karfreitagabend das Musik- und Tanzverbot mit ein. Ab Mitternacht ist an Karfreitag das Abspielen von Musik in der Öffentlichkeit untersagt.

Tabellarische Übersicht: Was ist erlaubt, was nicht?

Erlaubt, beziehungsweise geöffnet Nicht erlaubt
Kunstausstellungen Sportveranstaltungen
Zoos Abspielen von lauter Musik nach Mitternacht
Museen öffentliche Tanzveranstaltungen
Bäckereien (zu normalen Sonntagsöffnungszeiten) Zirkusaufführungen, Volksfeste
Schwimmbäder Wochenmärkte

Karfreitag - ein Feiertag für die ganze Bevölkerung

Nicht alle Menschen verbinden mit Karfreitag eine religiöse Bedeutung. Durch die gesetzlichen Bestimmungen und die Tatsache, dass an diesem Tag nicht gearbeitet wird, ist es jedoch ein Feiertag für alle. Ob gläubig oder nicht, nimmt der Karfreitag unter allen Feiertagen im Jahr eine besondere Rolle ein, die jeder individuell mit Inhalt füllen kann.

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