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Wald in Bayern kaufen – darauf müssen Sie achten

Wie bei jedem Immobilienkauf müssen Sie auch beim Waldkauf Einiges beachten und wissen, welche Rechte und Pflichten mit dem Erwerb auf Sie übergehen.

  • Wer ein Waldstück in Bayern kaufen möchte, sollte sich nicht durch die mitunter günstigen Kaufpreise blenden lassen. Denn neben dem Kaufpreis kommen noch einmalige Kaufnebenkosten, wie Notar und Grunderwerbsteuer dazu, und außerdem entstehen zusätzlich laufende Kosten, wie Beiträge an die Fortwirtschaftliche Berufsgenossenschaft und die laufende Grundsteuer.
  • Wenn Sie im Internet nach entsprechenden Angeboten für Waldstücke in Bayern recherchieren, finden Sie beispielsweise bei „Agrarimmobilien Acker, Wald & Wiesezahlreiche Angebote. Scheinen die Preise für die großen und zumeist gut erschlossenen Wälder auf den ersten Blick auch günstig, müssen Sie doch daran denken, welche Zusatz- und Folgekosten der Vertragsabschluss mit sich bringt, bevor Sie kaufen.
  • Neben dem Kaufpreis schlagen die Einmalkosten – Notarkosten und Grunderwerbsteuer – direkt beim Kauf zusätzlich zu Buche.
  • Da auch ein Wald als Immobilie gilt, muss der Kaufvertrag nach dem BGB über einen Notar geschlossen werden. Als Faustregel für die dadurch zusätzlich entstehenden Kosten sollten Sie 1,5% des Kaufpreises einkalkulieren.
  • Außerdem stellt Ihnen als Käufer das Finanzamt 3,5% des Kaufpreises als Grunderwerbsteuer in Rechnung. Wird diese Steuer auch erst einen Monat nach Bekanntgabe des entsprechenden Feststellungsbescheides fällig, so sollten Sie sich doch mit der Zahlung nicht allzu viel Zeit lassen, da Sie erst als neuer Eigentümer ins Grundbuch eingetragen werden können, nachdem Sie Ihre Steuerschuld beglichen haben.
  • In Ausnahmefällen kann Ihnen das Finanzamt auch eine Bescheinigung ausstellen – nämlich, wenn keine steuerlichen Bedenken vorliegen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der Kaufpreis die Bagatellgrenze nicht überschreitet (bis zu 2.556,00 Euro), Sie das Grundstück von einem engen Verwandten erworben haben (nur gerade Linie: z.B. Vater-Sohn, Großvater-Enkel), Sie das Waldstück geerbt, geschenkt oder im Zuge einer Flurbereinigung erhalten haben.
  • Als neuer Eigentümer Ihres Waldes in Bayern müssen Sie natürlich auch die laufenden Kosten tragen. Diese sind nicht ganz so einfach zu ermitteln und regional unterschiedlich. Grundsätzlich müssen Sie als Waldbesitzer aber Beiträge an die Forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft bezahlen, in Bayern liegen die Kosten hier bei mindestens 75,00 Euro pro Jahr.
  • Auch steuerlich ist mit der Grunderwerbsteuer nicht alles abgegolten. Zusätzlich müssen Sie vierteljährlich die Grundsteuer an das zuständige Finanzamt abführen. Hierzu wird vom Finanzamt ein Messbetrag ermittelt – in Abhängigkeit von Größe und Wirtschaftlichkeit der Immobilie – und als Einheitswertbescheid festgehalten. Der Messbetrag wird mit der für Land- und Forstwirtschaftsbetriebe festgesetzten Steuermesszahl (6/1000) multipliziert und dann von der zuständigen Gemeinde mit dem entsprechenden Hebesatz (zumeist 250 – 300%) multipliziert als Grundsteuer festgelegt.

Weitere Kosten können durch regionale Umlagen oder bedingt durch Wald- und Forstschäden aufkommen.