Alle Kategorien
Suche

Töpferofen - Hinweise

Töpfern ist ein altes Handwerk. In der Jungsteinzeit wurden erste Tonfiguren hergestellt. Nach der Erfindung der Töpferscheibe (etwa 6. Jahrhundert vor der Zeitrechnung) begann die Massenfertigung von Töpferwaren. Die Töpferei ist zugleich ein faszinierendes und sehr kreatives Hobby. Dabei ist ein passender Töpferofen eine Herausforderung, nicht nur in finanzieller Hinsicht.

Für das Töpferhandwerk braucht es etwas Übung und Geschick
Für das Töpferhandwerk braucht es etwas Übung und Geschick

Alte Grabungsstätten aus der Zeit der Römer zeigen oft Brennöfen aus der damaligen Zeit. Wer sich keinen modernen Brennofen leisten kann oder will, kann sich einen Töpferofen nach diesem Prinzip (Lehmofen) selbst bauen. Einige wesentliche technologische Unterschiede zwischen Lehmbackofen und Brennofen gibt es natürlich.

Töpferofen in drei Varianten

Wenn Sie sich einen Töpferofen anschaffen möchten, müssen Sie etwa 1.000 Euro planen. Doch bevor Sie sich entscheiden, gibt es noch einige Dinge zu bedenken. Da ein Brennofen mit unterschiedlicher Energie betrieben werden  kann, müssen die Voraussetzungen stimmen. Es gibt Töpferöfen, die mit Elektroenergie, Gas oder Holz betrieben werden. Mit allen drei Varianten werden Sie notwendige Brenntemperatur erreichen.

  • Am häufigsten werden elektrisch beheizte Brennöfen verkauft. Denn sie stehen für eine relativ einfache, vollautomatische Brennführung. Eingesetzt zum Herstellen von Geschirr und Zierkeramik. Gas- oder holzbeheizte Brennöfen lieben künstlerisch tätige Handwerker, die beispielsweise Steinzeug oder Raku fertigen.
  • Bei einem Elektroofen bis 230 Volt reicht eine Schukosteckdose (abgesichert mit 16A). Bei einem Ofen ab 400 Volt sollten Sie Anschlussgegebenheiten mit einem Elektriker besprechen.
  • Für einen Gas-Ofen (Propan- oder Erdgas) sind gesetzliche Regelungen für den Betrieb in geschlossenen Räumen zu beachten. Ein Holz-Ofen wird in der Regel im Freien betrieben, im anderen Fall sind ebenfalls Abgasvorschriften zu beachten.

Von Brenntemperatur bis Ausstattung

Wer einen Töpferofen anschaffen will, kennt die erforderliche Endtemperatur für seine Brennware.

  • Viele Öfen sind mit etwa 1.320 Grad Celsius ausgelegt. Diese Temperaturauslegung ist im Allgemeinen ausreichend. Höhere Temperaturen benötigen Sie nur beim Brennen von Steinzeug und Porzellan. Experten empfehlen die größtmögliche Wandstärke (Isolierung), da sie eine höhere Temperaturreserve bietet.  
  • Die Größe Ihres Ofens bestimmen die brennenden Keramiken. Sollen es nur kleine Keramiken in großer Zahl sein, sind zwei kleine Öfen gegenüber einem großen Ofen eine Überlegung wert. Zum Brennen großer Keramiken kann eine Sonderanfertigung die wirtschaftlichste Lösung sein. Meist gibt der Elektriker die Grenzen des machbaren vor.
  • Zur notwendigen Ausstattung gehört in jedem Fall die Brennraum-Entlüftung. Eine Entlüftung ins Freie ist aufgrund des Entstehens gesundheitsschädlicher Stoffe erforderlich. Eine Fensterlüftung ist dabei eine Wahlmöglichkeit. Besser ist es, wenn der Anschluss an ein Abluftrohr frei werdende Stoffe ins Freie abführt. 

Übrigens als Hobby-Töpfer benötigen Sie keine Töpferscheibe und fast kein Werkzeug. Ein normaler Küchentisch reicht als Arbeitsunterlage vollkommen aus. Hergestellte und abgetrocknete Gegenstände können Sie alternativ zum eigenen Töpferofen in eine Töpfer-Werkstatt bringen.

Teilen: