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Terrasse versiegeln mit Kunstharz - so geht's

Eine Terrasse mit Kunstharz zu versiegeln, macht diese pflegeleicht, aber Sie müssen dabei einiges beachten, damit die Terrasse keinen Schaden nimmt.

Versiegeln Sie, bevor Schäden entstehen.
Versiegeln Sie, bevor Schäden entstehen.

Was Sie benötigen:

  • Dichtband oder Spachtelmasse
  • Grundierung
  • Kunstharzbeschichtung
  • Werkzeuge

Kunstharzversiegelungen sind nicht für alle Terrassen geeignet

  • Sie dürfen niemals Holzböden mit Kunstharz versiegeln, denn das Holz arbeitet unter dem der Versiegelung und macht diese undicht. Außerdem ist eine luftdichte Verpackung von Holz nie ratsam, da dieses faulen kann.
  • Sie können eine Terrasse mit Kunstharz nicht sanieren - ist der Fliesenboden gerissen, wurden Wandanschlüsse falsch gestaltet, nützt auch ein Versiegeln mit Kunstharz nichts. Im Gegenteil, wenn Sie eine Terrasse mit feuchtem Untergrund versiegeln, kann die Nässe nicht entweichen und es kommt zu Frostschäden im Winter.
  • Das Versiegeln von Terrassenböden ist daher am besten direkt nach dem Verfliesen durchzuführen, zumindest bevor es ernsthafte Schäden gibt bzw. statt eines Fliesenbodens können Sie auch eine Kunstharzbeschichtung aufbringen.

So versiegeln Sie Böden im Außenbereich

  1. Beginnen Sie mit den Arbeiten an der Terrasse am Besten im Frühjahr, sobald es keine Fröste mehr gibt.
  2. Betrachten Sie den Belag Ihrer Terrasse kritisch. Gibt es lose Fliesen, zersprungene Fliesen oder stößt der Terrassenboden in einem rechten Winkel an eine Wand, ohne dass es dort eine Hohlkehle gibt, dann sollten Sie erwägen, den kompletten Boden zu erneuern. Ein Versiegeln alleine wird nicht ausreichen.
  3. Entfernen Sie auf jeden Fall alle losen und kaputten Fliesen, bringen am besten mit Dichtband oder speziellen Spachtelmassen Hohlkehlen entlang der Wandanschlüsse an. Lassen Sie alles gut trocknen, denn Sie können die Terrasse nur versiegeln, wenn der Untergrund ausgetrocknet ist.
  4. Erneuern Sie die Fliesen und verfugen Sie neu. Auch wenn keine Fliesen entfernt werden mussten, sollten Sie die Fugenmasse erneuern, sofern Sie dort Schäden bemerkt haben. Auch jetzt muss der Boden der Terrasse trocknen.
  5. Reinigen Sie den Terrassenboden unmittelbar vor dem Versiegeln. Machen Sie den Boden dabei nicht nass. Richten Sie sich mit dem weiteren Maßnahmen nach den Angaben des Herstellers der Versiegelung.

Übliche Methoden, um Terrassen mit Kunstharz zu versiegeln

Nahezu alle Hersteller bieten komplette Systeme an. Verwenden Sie grundsätzlich immer nur ein System, dann sind Sie mit dem Versiegeln der Terrasse auf der sicheren Seite. Üblich ist es, eine Grundierung aufzutragen, die als Haftgrund dient und anschließend die eigentliche Versiegelung.

  • Es gibt dünne hochtransparente Kunstharzbeschichtungen, die dazu dienen, Fliesen und Fugen zu schützen und die Fugen zu versiegeln, damit dort kein Wasser eindringt. Diese Art des Versiegelns wird auch häufig als Imprägnieren bezeichnet.
  • Dickere Beschichtungen sind oft bis zu 2 mm dick und farbig. Diese versiegeln nicht nur Fliesen, sondern auch Betonböden und werden meist als eigentlicher Bodenbelag aufgetragen. In diese Beschichtung können Farbflocken oder Sand eingestreut werden, um den Boden schöner zu machen.

Das Versiegeln der Terrasse geschieht ähnlich wie ein normaler Anstrich, Sie streichen das Kunstharzprodukt mit einer Rolle oder einem Quast auf den Boden auf.

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