Was Sie benötigen:
  • Styroporplatten
  • Kleber
  • Kenntnisse über Ihre Mauern

Es gibt verschiedene Styroporplatten

Dämmplatten, die üblicherweise als Styroporplatten bezeichnet werden, können sehr unterschiedlich sein. Der Name Styropor ist eigentlich der Handelsname der Firma BASF für expandierte Polystyrolschäume. Umgangssprachlich werden viele Dammplatten als Styroporplatten bezeichnet.

  • EPS (expandierter Partikelschaum aus Polystyrol) ist ein sogenannter geschlossen poriger Schaum, der recht gute Wärmedämmeigenschaften hat, aber leider lange ausgast und im Brandfall giftige Stoffe freisetzt. Als weitere negative Eigenschaft muss erwähnt werden, dass die Platten im ersten Jahr nach der Herstellung ungefähr 3 mm schrumpfen. Sie sollten also niemals frisch produzierte Platten verwenden. Die Platten sind gegen Fäulnis und Schimmelpilz resistent und im Großen und Ganzen für die Dämmung von Innenräumen gut geeignet. Da stören auch die negativen Eigenschaften wie schlechte UV-Beständigkeit und geringe Elastizität nicht.
  • XPS (Extruderschaum aus Polystyrol) ist ebenfalls ein geschlossen poriger Schaum, der je nach Hersteller in Grün oder blau angeboten wird. Diese Platten haben die gleichen positiven Eigenschaften wie EPS, schrumpfen aber nicht, gasen nicht aus und sind im Brandfall sogar ungiftiger als Holzdämmstoffe. Das gilt allerdings nur, wenn Sie darauf achten, dass der Brandschutz der Platten nicht durch Bromide herbeigeführt wurde.
  • PUR (Hartschaum aus Polyurethan) ist ein offen poriger Schaum und wird meistens nicht als Styropor bezeichnet. Aufgrund der offen porigen Struktur sind diese Platten sehr gut für den Innenraum geeignet, da sie eine gute, dampfbremsende Wirkung haben. Leider müssen Sie damit rechnen, dass bei der Verarbeitung (Sägen, Bohren) Isocyanate freigesetzt werden. Die Platten sind auch im Brandfall äußerst problematisch (Qualm, Gift).

Wissenswertes über Dämmstoffplatten

  • Styroporplatten lassen sich leicht flächig verlegen und sind von daher sehr gut geeignet, um Wände im Innenbereich gegen Wärmeverluste zu schützen. Die Platten werden einfach mit Spezialkleber auf die Wand geklebt und können übertapeziert werden. Zum Zuschneiden benötigen Sie meistens noch nicht mal eine Säge.
  • Damit Sie wirklich eine gute Wärmedämmung erzielen, müssen die Styroporlatten mindestens 3 cm dick sein. Sogenannte Thermotapeten bringen keinen Nutzen. Die optimale Dicke der Platten beträgt 6 cm.
  • Die Styroporplatten sollten auf keinen Fall dicker als 8 cm sein, denn Sie müssen immer bedenken, dass die Platten verhindern, dass sich das Mauerwerk aufheizt. Feuchtigkeit, die von außen eindringt, verdunstet so nicht und bei Frost kann es zu massiven Frostschäden kommen, wenn von innen zu stark gedämmt wird. Wenn die Wand durch überstehende Dächer oder andere bauliche Besonderheiten vor Regen geschützt ist, können Sie auch mit dickeren Styroporplatten dämmen.