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Stangenbohnen düngen - so geht's

Stangenbohnen sind sehr beliebt, weil sie bei fachmännischer Kultivierung eine reichhaltige Ernte versichern. Allerdings haben Stangenbohnen auch ihre besonderen Ansprüche an den Boden, die bedacht sein wollen. Deshalb ist das Düngen besonders wichtig.

Nicht nur Stangenbohnen benötigen Dünger.
Nicht nur Stangenbohnen benötigen Dünger.

Was Sie benötigen:

  • Kompost
  • Hornspäne
  • Bodenprobe

Stangenbohnen benötigen eine Rankhilfe

  • Pflanzen Sie die Bohnen etwa ab dem 15. Mai, wenn es warm genug ist, zu jeweils sechs Bohnen in die vorbereitete, lockere Erde. Sie können natürlich auch bereits ab Ende April die Bohnen in Töpfen vorziehen. Das Anhäufeln der Pflanze mit etwas Erde schützt vor Schädlingen. Wenn Sie die Pflanzen selber aus der Saat ziehen, baden Sie die Samen etwa zehn Minuten zuvor in warmen Kamillentee. Das schützt sie vor Schädlingsbefall und fördert ein rasches Wachstum.
  • Stangenbohnen sind Linksdreher, d. h. sie schlängeln sich gegen den Uhrzeigersinn wie eine Kletterpflanze an einer Stange hoch. Deshalb müssen Sie die Stangen als Rankhilfen vor der Saat im Boden vorbereiten. Im Abstand von 80 bis 100 Zentimetern stehen sich zwei, etwa zwei Meter hohe Stangen gegenüber, die sich an den oberen Enden zueinander neigen und festgebunden werden. Etwa 50 - 70 Zentimeter entfernt von diesem Stangenpaar stellen Sie erneut ein solches Stangenpaar auf. Abschließend legen Sie oberhalb der Stangenkreuzungen einen Querbalken über die Rankhilfen.

Gutes Düngen bringt reichlich Ernte ein

  • Im Gegensatz zu Buschbohnen sind Stangenbohnen etwas anspruchsvoller und dadurch arbeitsintensiver. Stangenbohnen sind einjährig und sollten nach einem Jahr nicht erneut an gleicher Stelle ausgepflanzt werden, damit durch eine wechselnde Pflanzung dem Boden die verschiedenen Nährstoffe zu gleichen Anteilen entzogen werden.
  • Um eine gute Ernte zu erzielen, sollten Sie den Gartenboden gut durcharbeiten, lockern und humusreichen Kompost untergraben. Kontrollieren Sie Ihren Boden hin und wieder, indem Sie eine Bodenprobe nehmen und diese bei einer Raiffeisengenossenschaft untersuchen lassen.
  • Manchmal fehlt dem Boden Kalk oder Stickstoff, wobei ein Stickstoffmangel für Stangenbohnen nicht so gravierend ist, denn Stangenbohnen sind in der Lage, sich selber Stickstoff anzueignen. Die notwendigen Spurenelemente, wie Kalzium, Molybdän, Kobalt, Eisen und Kupfer, sollten durch gutes Düngen mit Kompost, Hornspänen oder Urgesteinsmehl abgedeckt sein.
  • Zweckmäßig ist natürlich, nach der Ernte und als Vorbereitung auf die nächste Pflanzzeit, eine Gründüngung vorzunehmen, um den Boden wieder mit ausreichenden Nährstoffen und auch mit Stickstoff zu versorgen.
  • Durch das Düngen geben Sie der Pflanze die Nährstoffe, die sie benötigt, um gut zu gedeihen. Deshalb gehört zum Düngen auch immer, auf den Verbrauch der Nährstoffe durch die Pflanzen zu achten. Pflanzen Sie daher die Stangenbohnen in einer Mischkultur an.
  • Stangenbohnen haben einen hohen Wasserbedarf und sollten nicht trocken stehen. Wenn die Pflanzen zu wachsen beginnen, kontrollieren Sie, wie kräftig sie sind. Evtl. geben Sie ein wenig Hornspäne in den Boden, wenn die Pflanzen nicht kräftig genug erscheinen.
  • Nehmen Sie keinen Stallmist zum Düngen, der hat sich bei Stangenbohnen als kontraproduktiv erwiesen. Besser ist es, organischen Volldünger zu benutzen. Der steigert in der Wachstumsphase sogar noch den Ertrag. Nach 12 Wochen kann man bereits die ersten Bohnen ernten.
  • Die Mischkultur beugt der Bodenmüdigkeit vor, indem Sie Schwachzehrer neben Starkzehrer oder Mittelzehrer setzen. So können Sie eine relativ gleichmäßige Nährstoffentnahme bzw. optimale Bodennutzung sichern.
  • Pflanzen Sie neben die Stickstoff sammelnden Stangenbohnen besser Stickstoff verbrauchende Pflanzen, wie z. B. Salat. In die Nachbarschaft zur Stangenbohne lassen sich gut Endiviensalat, Spinat, Zichoriensalat oder Zucchini pflanzen. Ungünstig dagegen wäre die Pflanzung von roter Beete.
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