Erbsen gehören mit zu den ältesten Nutzpflanzen. Der Anbau geht weit in der Geschichte zurück. Als Erbsen werden die unreifen grünen Samen bezeichnet, die geschützt in einer Schote sitzen. Das Gemüse ist heute ein wichtiger Eiweiß-, Mineralien- und Vitaminlieferant auf dem Speiseplan. Doch ist es roh genossen genau so giftig wie andere Hülsenfrüchte?

Rohe Erbsen - giftig oder doch nicht?

  • Obwohl zugehörig zu den Hülsenfrüchten, besetzen Erbsen eine Sonderstellung: Sie enthalten kein Phasin, ein Stoff, der z. B. rohe Bohnen giftig macht.
  • Möchten Sie rohe Erbsen direkt aus der Schote essen, sollten Sie nur die ganz jungen Früchte verwenden. Je reifer das Gemüse, desto mehr Stärke ist enthalten. Das Ergebnis ist ein mehliger, nicht sehr angenehmer Geschmack.
  • Essen Sie niemals die Hülse mit - sie ist ungenießbar. Ausnahme bildet die Zuckerschote. Diese Erbsensorte wird sehr jung geerntet. Durch den hohen Zuckergehalt ist sie zum Rohessen gut geeignet. Auch leicht blanchiert ist die süße Schote ein Highlight für jeden Salat. Als Faustregel gilt: je kleiner die Hülse, desto süßer das Gemüse.

Erbsen - die drei Hauptsorten

Grundsätzlich werden drei Sorten von Erbsen unterschieden: Markerbsen, Palerbsen und Zuckererbsen (auch Zuckerschoten oder Kaiserschoten genannt).

  • Markerbsen: Diese Sorte ist relativ süß und zart. Sie finden sie hauptsächlich als Dosengemüse und als Tiefkühlkost im Handel wieder.
  • Palerbsen: Palerbsen werden getrocknet angeboten. Sie enthalten viel Stärke und schmecken entsprechend mehlig. Möchten Sie einen Erbseneintopf zubereiten, sind sie eine gute Wahl. Vor Gebrauch müssen Sie die Trockenerbsen allerdings in Wasser einweichen.
  • Zuckerschoten: Wie der Name schon sagt, hat diese Sorte einen hohen Zuckergehalt. Möchten Sie rohe Erbsen naschen, dann bevorzugen Sie diese. Sie sind knackig und schmecken zart und süß.