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Selbstreinigung eines Fließgewässers - so funktioniert's bei Flüssen

Durch die Dynamik des Flusses wird dem Wasser Sauerstoff beigemischt. Jetzt kann er auf der einen Seite durch diese Sauerstoffzufuhr die nötigen Abbauprozesse verrichten. Zum Anderen dient die Bewegung des Wassers der Selbstreinigung. Somit geht die Selbstreinigung des Fließgewässers auf zwei unterschiedlichen Wegen vonstatten.

So funktioniert die Selbstreinigung bei Flüssen.
So funktioniert die Selbstreinigung bei Flüssen.

Die Funktionsweise der biologischen Selbstreinigung

Damit die Selbstreinigung auch erfolgreich vonstattengehen kann, muss genügend sauerstoffreiches Wasser vorherrschen. Dann wird das Fließgewässer Stück für Stück von seinen Schadstoffen befreit.

  1. Diese Reinigung können Sie auf verschiedenen Wegen beobachten. Zum einen kann dies auf biologischem Weg vollzogen werden.
  2. Der Prozess ist dabei von einem mikrobiologischen Abbau charakterisiert. Währenddessen werden nach und nach die organischen und anorganischen Abfallstoffe im Fluss umgewandelt. Hierbei kommt es vor allem auf die Bakterien, Pilze und Kleinstlebewesen im Wasser an. Diese zersetzen schließlich die angefallenen Abfallstoffe. Durch den folgenden Abbau werden Sie bei einer aeroben Umwandlung den Sauerstoffgehalt des Fließgewässers sinken sehen.
  3. Des Weiteren geschieht die Selbstreinigung durch chemische Abbauprozesse. Die Hydrolyse als Molekülspaltung verrichtet hier Wunder. Dabei lagern sich OH-Ionen beziehungsweise H-Ionen an die abgespaltenen Teile an. Mit der Oxidation werden dem Wasser auf einem anderen Weg die Schadstoffe entzogen. Dafür wird ein reicher Sauerstoffgehalt erwartet. Er fördert die Reaktion. So werden die organischen Verbindungen zu mineralischen Salzen umgewandelt.
  4. Abgerundet wird diese Prozedur nun von den physikalischen Prozessen. Durch die Umschichtung des Wassers wird die Sedimentation verhindert beziehungsweise in manchen Fällen beschleunigt. Die Anreicherung der Biomasse im Fluss ist zudem die Ursache für den erneuten Anstieg an O2. Grüne Pflanzen binden dann die ausgeschiedenen Stoffe an sich.

Spezialitäten eines Fließgewässers

Es ist ein großer Unterschied, ob ein Gewässer stillsteht oder ständig in Bewegung ist. Dies wirkt sich natürlich auf die Selbstreinigung aus. Das Fließgewässer hat mit seiner mitreißenden Strömung viel Potenzial.

  • Vor allem kann die Oberflächenverschmutzung auf leichtem Wege umgangen werden. Durch die Bewegungen werden leichte Stoffe an die Flussränder gespült.
  • Zudem wirbelt das Fließen die störenden Inhalte auf. Abgestorbene Reste können sich jetzt nicht mehr so einfach am Boden absetzen.
  • Außerdem wird das Abtragen der Oberflächenstruktur des Untergrundes gefördert. Somit können sich erst gar keine Schichten an Steinen ansammeln. Sedimentgestein fördert zudem die Ansiedlung von nützlichen Grünalgen.

Die Selbstreinigung des Fließgewässers wird somit durch den Fluss an sich bestimmt. Des Weiteren wird das Potenzial dieses Prozesses durch die Wassertemperatur und den vorherrschenden Boden beeinflusst. Das Fließgewässer erstrahlt demzufolge nur durch die Kombination vieler Faktoren in einem klaren Angesicht einer Bergquelle.

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