Was Sie benötigen:
  • Ablenkung
  • Bewegung
  • Auslauf
  • homöopathische Mittel
  • Essigumschläge
  • Tierarzt

Anzeichen einer Scheinschwangerschaft

  • Einige Wochen, nachdem die Läufigkeit der Hündin vorbei ist, entwickelt sie die ersten Anzeichen einer Schwangerschaft, der sogenannten Trächtigkeit. Die Zitzen der Hündin werden dicker, und in einigen Fällen tritt sogar Milch hervor.
  • Viele Hündinnen beginnen jetzt mit dem Nestbau. Sie suchen sich einen geeigneten Platz, an dem sie bei einer realen Trächtigkeit die Welpen zur Welt bringen würden. Als Welpenersatz suchen viele Hündinnen Plüsch- und Kuscheltiere, welche sie dann in das Nest tragen und dort ausgiebig putzen und umsorgen.

Lenken Sie Ihren Hund von der Scheinschwangerschaft ab

  • Zuerst sollten Sie sich die Zitzen der Hündin anschauen, und wenn diese heiß oder gerötet sind, mit einem kalten und feuchten Handtuch mehrmals am Tag kühlen. Oder machen Sie täglich Essigumschläge. Dazu mischen Sie ein Liter kaltes Wasser mit einer Tasse Apfelessig. Sorgen Sie dafür, dass die Hormonproduktion nicht durch Selbstsaugen am Gesäuge unterstützt wird.
  • Suchen Sie alle im Haus befindlichen Gegenstände zusammen, welche die Hündin als Welpenersatz nehmen könnte, und verwahren sie so, dass die Hündin die Sachen nicht erreichen kann. Das Quietschen von Spielzeug fördert die Hormonproduktion und verlängert dadurch die Zeit der Scheinschwangerschaft.
  • Um das Verhalten der Hündin während der Scheinschwangerschaft nicht noch zusätzlich zu verstärken, dürfen Sie das Tier jetzt nicht zu sehr verwöhnen. Jedes Vertätscheln und Bedauern würde den Mutterinstinkt Ihrer Hündin noch mehr steigern.
  • Lenken Sie den Hund ab, indem Sie mehrmals täglich mit dem Tier spazieren gehen, neue Wege erforschen und der Hund neue Sachen beschnuppern kann. Auch zu Hause können Sie den Hund mit neuen Spielen oder einem neuen Spielzeug ablenken. Das Tier soll sozusagen vergessen, dass es denkt, trächtig zu sein.
  • Leidet der Hund zu stark unter seiner Scheinschwangerschaft, kann der Tierarzt eine Hormonbehandlung einleiten. Falls Ihr Hund öfters unter einer Scheinschwangerschaft leidet, ist es ratsam, dass ihn Hund später kastrieren lassen. So beugen Sie gleichzeitig auch Erkrankungen an der Gebärmutter vor.

Was Sie über Scheinschwangerschaften wissen sollten

  • Die Scheinschwangerschaft bei Hunden tritt ca. 8 bis 9 Wochen nach der Läufigkeit auf. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die Hündin sich nach einem erfolgten Deckakt auf die Geburt vorbereiten würde. Die Ursache ist eine hormonelle Störung und kann jede Hündin betreffen, also auch Hündinnen, die schon einmal Nachwuchs bekommen haben.
  • Während einer Scheinschwangerschaft verändert sich ihr Charakter auffallend. Viele Hunde werden reizbar oder verkriechen sich. Andere schleppen ihr Spielzeug ins Hundebett, bauen dort ein Nest und sind vor allem nachts sehr unruhig. 
  • Der Leibesumfang kann zunehmen und das Gesäuge etwas anschwellen. Bei Hündinnen, die Milch absondern und ein heißes Gesäuge bekommen, sollten Sie regulativ eingreifen. Lassen Sie Ihren Hund homöopathisch behandeln, dann werden spätere Scheinschwangerschaften schwächer verlaufen.
  • Während der Scheinschwangerschaft nehmen viele Tiere nur wenig oder kein Futter zu sich. Bieten Sie kleinere Portionen an, verzichten Sie jedoch lieber auf die Gabe von Milchprodukten wie Hüttenkäse, damit die Milchbildung nicht weiter gefördert wird. 

Eine Scheinschwangerschaft kann letztendlich auch zu einer Gebärmutterentzündung führen, deshalb sollten Sie eine homöopathische Behandlung in Betracht ziehen. Damit können Sie auch die Verhaltenssymptome wie Verweigerung des Fressens mildern.

Weitere Autorin: Monika Justen-Rieckhoff

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