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Salzsäure neutralisieren - so geht's

Salzsäure benötigt man nicht nur zur Herstellung von Chloriden, man nutzt sie auch als Lösungsmittel für Akkus und für chemische Nachweise. Um sie gefahrlos zu entsorgen, muss man die Salzsäure neutralisieren. Mit einer Anleitung ist dies nicht schwierig.

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Salzsäure mit Natronlauge im Glaskolben neutralisieren
Salzsäure mit Natronlauge im Glaskolben neutralisieren

Was Sie benötigen:

  • Salzsäure
  • Natronlauge

Gefahren der Salzsäure

Salzsäure (HCL) wird auch Chlorwasserstoff genannt.

  • Das Chlorwasserstoffgas, das von der 37-prozentigen, rauchenden Salzsäure abgegeben wird, darf von Ihnen nicht eingeatmet werden, da es schwere Verätzungen in den Atemwegen verursacht.
  • Tragen Sie, während Sie mit Salzsäure arbeiten oder sie neutralisieren, eine Schutzbrille und Sicherheitshandschuhe, um Verätzungen zu vermeiden.
  • Beherzigen Sie den Merksatz "Erst das Wasser, dann die Säure, sonst geschieht das Ungeheure", wenn Sie Salzsäure verdünnen möchten. Schütten Sie immer erst destilliertes Wasser in ein Gefäß und danach die Salzsäure. Bei der Verdünnung entsteht eine exotherme Reaktion, wobei die Flüssigkeit schnell warm wird. Würde zuerst die Salzsäure und danach das Wasser hineingeschüttet, besteht die Gefahr, dass die Flüssigkeit spritzt und Verätzungen hervorgerufen werden.

So neutralisieren Sie Chlorwasserstoff

  • Sie können die Salzsäure durch eine Base neutralisieren. Dafür geben Sie so viel konzentrierte Natronlauge zur konzentrierten Salzsäure, bis der Neutralisationspunkt von einem pH-Wert von 7 erreicht ist. Dies können Sie mithilfe von Lackmuspapier feststellen.
  • Das Neutralisieren der Salzsäure mit Natronlauge ist eine exotherme Reaktion. Es entsteht dabei Wärme.
  • Während Neutralisation reagieren die H3O+ der wässrigen Salzsäurelösung und die OH- Ionen der Natronlauge zu zwei Molekülen Wasser und Sie erhalten als zweites Reaktionsprodukt Natriumchlorid, das ist Kochsalz.

So neutralisieren Sie Salzsäure im Magen

  • Der im Magensaft produzierte Magensaft enthält Salzsäure. Sie tötet Bakterien und Pilze ab, die Sie mit der Nahrung aufnehmen.
  • Die unter der Magenwand befindlichen Drüsen produzieren Natriumhydrogencarbonat. Das Carbonat kann die Salzsäure des Magensaftes neutralisieren, damit sie die Magenschleimhaut nicht angreift.
  • Wenn Sie ständig fette Nahrung zu sich nehmen oder häufig unter Stress leiden, kann sich übermäßig Salzsäure bilden und der Magensaft in die Magenschleimhaut eindringen. Das verursacht langfristig Magengeschwüre.
  • Antizida sind Medikamente, die die Salzsäure in Ihrem Magen neutralisieren können. Sie enthalten Aluminiumhydroxid oder Magnesiumhydroxid.

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