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Saftpresse selber bauen - Schritt für Schritt

Eine Saftpresse macht sich dann bezahlt, wenn Obst in größeren Mengen verarbeitet werden soll. Ist Ihre Werkstatt gut ausgerüstet, können Sie sich eine Saftpresse selber bauen.

Diese Saftpresse bitte nicht benutzen, Sie brauchen eine neue.
Diese Saftpresse bitte nicht benutzen, Sie brauchen eine neue.

Was Sie benötigen:

  • Schlossereiwerkzeug
  • Zimmereiwerkzeug

Eine Saftpresse benötigt Energie

  • Die für einen Heimwerker in Frage kommenden Möglichkeiten, den nötigen Druck beim Pressen aufzubauen, sind begrenzt. Deshalb soll sich diese Anleitung auf den reinen Handbetrieb mittels Spindel beschränken. Eine Spindel ist im spezialisierten Handel, oder evtl. bei Versteigerungen im Internet zu bekommen.
  • Um die nötige Stabilität zu gewährleisten, verwenden Sie für Ihre Saftpresse eine Spindel mit mehr als 20 mm Durchmesser. Die dazu passende Mutter muss dabei sein. Die Spindel muss eine Vorrichtung zum Drehen aufweisen. Das kann ein 6-Kant, ein 4-Kant oder eine Bohrung mit mind. 20 mm sein.

So bauen Sie Ihre Presse selber

Damit die Saftpresse die Drehkräfte aufnehmen kann, muss sie auf einem absolut massiven Sockel stehen. Am besten ist ein Verankern am betonierten Fußboden oder auf einer Balkenlage/ Dielung.

        1. Bauen Sie ein Gestell von etwa 1/2 m Höhe aus Winkelstahl mit etwa 50mm Schenkel. Darauf kommt eine Konstruktion wie eine Brücke, die die Spindel trägt. Der Balken selber sollte aus einer Kastenform bestehen, dort treten die größten Kräfte auf. Rechnen Sie mit einem Druck von etwa 500 kg, je nach Kraftaufwand.
        2. In die Mitte der Brücke schweißen Sie die Spindelmutter ein. Schrauben sie die Spindel beim Schweißen ein, um die senkrechte Stellung zu treffen. Schweißen Sie abwechselnd gegenüber, damit sich die Mutter nicht verzieht.
        3. Wenn Sie die Mutter unter die Brücke schweißen, wird diese durch das dann notwendige Loch stark geschwächt, Verstärken Sie dann die Mitte der Brücke zusätzlich.
        4. Jetzt bauen Sie sich auch den Behälter selber. Er kann aus einem Edelstahltopf bestehen, in den man Löcher bohrt. Am Boden muss nicht gebohrt werden, wohl aber an den Wänden in der Nähe des Bodens, damit der Saft austreten kann.
        5. Bedenken Sie, dass der Boden den gleichen Druck aushalten muss, wie die Brücke. Also für eine stabile Unterlage sorgen! Dasselbe gilt für den Deckel, der den Druck der Spindel auf das Pressgut verteilen muss.
        6. Es ist auch möglich, als Boden (und Deckel) ein anderes Material zu nehmen und die Wandung nur aufzusetzen. Sie wird nur seitlichen Kräften ausgesetzt und die Saftpresse lässt sich auch viel leichter reinigen, wenn die Teile separat sind.
        7. Als Alternative kommt ein selber gebauter Bottich aus Holz in Frage. Dazu brauchen Sie 2 Stahlreifen passenden Durchmessers, in die Sie dann Hartholzleisten schrauben. Zwischen den Leisten lassen Sie 2 mm Spalt für den Saft. Der Boden muss auch hier nicht unbedingt verschraubt sein.
        8. Jetzt sorgen Sie noch für ein Auffangbecken für den Saft und dann können Sie Ihre selber gebaute Saftpresse benutzen. Ein wenig Schmierfett an der Spindel erleichtert die Arbeit, Öl dagegen ist nicht geeignet, es kann heruntertropfen.
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