Die Schürze beim Reh ist ein Unterscheidungsmerkmal.

Das Reh und sein Aussehen

  • Rehe gehören zu den Wiederkäuern und den Paarhufern. Während der warmen Monate haben weiblich und auch männliche Tiere ein gelblich rotes bis rotbraunes Fell, während das Haarkleid im Winter eher grau bis graubraun gefärbt ist.
  • Die männlichen Tiere, auch Böcke genannt, sind etwas größer und kräftiger als die Weibchen. Durchschnittlich wiegt ein Bock 20 Kilogramm und kann 130 cm Körperlänge erreichen. Wenn Sie auf den Kopf der Tiere achten, dann werden Sie sehen, dass die Böcke einen breiteren Kopf als die Weibchen haben. Aber auch an der Schürze können Sie die Geschlechter auseinanderhalten.

Die Schürze der Tiere

  • Sowohl die männlichen als auch die weiblichen Tiere haben einen sogenannten Spiegel am Hinterteil. Der Spiegel besteht aus einem weißen Haarkleid um den After herum. Das macht es Ihnen gerade im Winter, wenn die Böcke das Geweih abgeworfen haben, möglich, die Geschlechter zu erkennen.
  • Das weibliche Reh hat dieses Haarkleid am Gesäß in Form eines Herzen, bei den männlichen Tieren ist die Schürze hingegen nierenförmig. Weibliche Tiere haben zu dieser besonderen Herzform zusätzlich einen weißen Pinsel, der den männlichen Tieren vollkommen fehlt. Der Pinsel besteht aus einem weißen Büschel Haare und sitzt direkt über dem Geschlechtsteil der Weibchen.

Haarwechsel der Wiederkäuer

  • Wie viele andere Tiere wechseln auch Rehe ihr Haarkleid. Wenn Sie beim nächsten Waldspaziergang wieder Rehe sehen, dann achten Sie einmal auf diese Besonderheiten. Ist es Sommer, und das Tier hat sein Sommerfell, so ist dieser Fellfleck rötlich gelb und relativ klein.
  • Beginnt es aber kalt zu werden, und die Tiere bekommen das Winterfell, so wird die Schürze immer heller, bis sie schließlich in einem reinen Weiß erstrahlt. Gleichzeitig ist sie dann auch größer als im Sommer.